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Ukraine - könnte ein Boykott der Fußball-EM die Menschenrechte stärken?

Spät erst intensivierte sich die Diskussion um den Austragungsort der kommenden Fußball-Europameisterschaft. Menschenrechte, die Inhaftierung einer prominenten Oppositionspolitikerin, die zweifelhaften Haftbedingungen sorgen für Stirnrunzeln im Westen. Das ist nicht genug sagen vielen - aber könnte ein Boykott der EM die Menschenrechte in der Ukraine stärken?
  1. #60

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    sorry, hast natürlich Recht. Ist auch wichtig, der Unterschied, Pinochet hat meines Wissens keine Einweg-Flugreisen inszeniert?

    So weit ist der liebe Januko ja auch noch nicht. Etwas Kleinterror, um der Opposition was zu denken zu geben, genügt ihm vorläufig. Danke und Gruss. Ray.
    Du meinst die all inklusive Flüge raus zum Rio de la Plata, und dann leer wieder zurück.

    Pinochet hatte da so seine eigenen Vorstellungen. So was wie geschlossene Veranstaltungen im Fußballstadion.

    Die heutigen Janus verfolgen doch eher die finanzielle Schiene. Vorbilder sind da eher die Jelzins und Putins. :-)
  2. #61

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Oha ! Es geht schon los, mit der Überheblichkeit. Hoffentlich kein schlechtes Omen.
    Aber, na ja. Wir feiern in Berlin auch Dritte Plätze.
    Vergessen Sie den dritten Platz, mindestens der 2. wird's für Deutschland.
  3. #62

    Guantanamo schlimmer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spät erst intensivierte sich die Diskussion um den Austragungsort der kommenden Fußball-Europameisterschaft. Menschenrechte, die Inhaftierung einer prominenten Oppositionspolitikerin, die zweifelhaften Haftbedingungen sorgen für Stirnrunzeln im Westen. Das ist nicht genug sagen vielen - aber könnte ein Boykott der EM die Menschenrechte in der Ukraine stärken?

    Stimmt schon, mit den Menschenrechten steht es in der Ukraine nicht zum Besten. Es gibt z. B. kaum McDonalds Restaurants. Außerdem müssen in diesem Land sogar Milliardäre in den Knast. Das wäre in den USA kaum möglich, wegen der besseren Achtung der Menschenrechte. Keiner unserer Polit-Propagandisten ist deshalb auf die Idee gekommen, die Frauern- Eishockey-WM in den USA zu boykottieren, gut, ein bisschen auch aus Angst vor dem überraschenden Einschlag einer Drohne! Egal, auf zur Fußball-WM nach Katar 2018.
  4. #63

    Oh man. Selten so viel Unfug gelesen wie hier. Und so viele Märchen...

    Fangen wir mit der Bevölkerung an:
    Die Ostukrainer sind mitnichten mehrheitlich ethnische Russen, sondern Ukrainer, die mehrheitlich russisch sprechen.

    Die Westukraine ist altes polnisches Gebiet, in denen die absolute Minderheit Ukrainer waren, die dank ehtnischer Vertreibung zu heutigen Hausherren geworden sind.

    Die Politiker:
    Frau Timoschenko war vor den Wahlen der Favorit der Russen gewesen. U.a. dank dem abgeschlossenen Gasvertrag und ihren sehr guten Kontakten in den Westen. Janukowitsch dient einzig den Oligarchen der Ukraine. Und damit dem "Wohle" seines Landes. Konnte man von Madame Timoschenko nicht unbedingt behaupten. Sie verkaufte das Land an jeden, der die Interesse ihres Wirtschaftsclans bediente.

    Der einzige halbwegs ehrenhafte Politiker seit Unabhängigkeit war Jus'chenko, den man angeblich vergiftet hat. Lebensprognose damals: maximal 9 Monate... komischerweise immer noch quicklebendig. Er ist der einzige Grosspolitiker, hinter dem sich kaum Oligarchen scharen. Mit entsprechendem Misserfolg.

    @unsre Politiker
    komisch, dass ausgerechnet in 2 Wochen Wahlen in NRW stattfinden. Was soll also der Sch***?

    Hat sich einer mal Gedanken gemacht, was für (völlig berechtigte) Schadensersatzforderungen die Ukraine bzw. die betroffenen Besucher (mich eingeschlossen) auf die UEFA zurollen würden, wenn sie der Ukraine die Spiele wegnehmen?

    Die UEFA würde anschliessend Deutschland (ebenfalls zu Recht) verklagen. Wir sprechen hier von 2-stelligen Milliardenbeträgen. Glaub kaum, dass dies unsrer Regierung wert ist. Daher ist das ganze sinnlose Show.

    Abgesehen davon, dass es völlig verlogen ist. Als ob Frau Merkel, Gauck und Co irgendjemand in der Ukraine interessiert...

    @Timoschenko zum 2.
    Ihr wird nicht die Behandlung verweigert, sie verweigert die Behandlung, weil sie befürchtet "vergiftet zu werden". Klar doch. In der renomiertesten Klinik Charkows... Sie will sich nur freipressen und nimmt das ganze Land als Geisel.

    Denn das ist das eigentliche traurige. Die Menschen brauchen die Spiele. Sie wollen sie. Auch weil viel Hoffnung daran hängt.

    @Janukowitsch
    er wird im Osten genauso verachtet, da sich für die Menschen dort nichts geändert hat. So gesehen werden die nächsten Wahlen spannend.

    @Timeschenko zum 3.
    fragt mal die Menschen im Osten, wie viele örtliche Politiker oder Menschen in höheren Positionen direkt nach der orangenen Revolution aufgrund der falschen Parteizugehörigkeit abgesetzt und/oder verklagt worden sind... Damals hat aber kein Schwein aus dem Westen danach gekräht. Warum wohl?
  5. #64

    Zitat von Oback_Barama Beitrag anzeigen
    Sie ist nicht veurteilt worden wegen der Bereicherung, Steuerhinterziehung, etc..., sondern wegen des angeblich schlechten Vertrages, die sie mit Russland geschlossen hat, als sie Regierungschefin war.
    Und diejenigen die sie verurteilt haben, sind mindestens drei Mal schlimmere Gauner als sie.
    Interessante Schlussfolgerung - aber wie kommen sie drauf? Zumindest in der Ostukraine dürfte man beide für gleich schlimm halten. Der Junior von Janu tut gerade alles dafür, dass sein Papa selbst mit Wahlfälschungen die nächste Wahl nicht überlebt. Die Abrechnung kommt dann anschliessend.

    Kleine Anekdote hierzu - er ist sogar dämlich genug, altes, heiliges, kirchliches Land unter seinen Nagel zu reissen...

    Trotzdem ist der Unterschied zwischen Julia und janu gleich "0". Beide tun alles dafür, dass sie an der Macht bleiben. Der Block Julia Timoschenkos hat es nur in seiner Amtszeit mit gleichgeschalteter Justiz doch etwas zu stark übertrieben. Das haben viele Oligarchen und Politiker nicht vergessen.

    Keine Frage. Dies war ein politischer Prozess. Allerdings sind diese nicht erst durch Janukowitsch eingeführt worden, sondern sind eine Fortsetzung alter ukrainischer Traditionen, die seit der Unabhängigkeit nie unterbrochen worden sind. Nie!


    Juschenkos Aussage (immerhin langjähriger politischer Weggefährte und der einzige halbwegs ehrenhafte ukrainische Politiker) sollte einem zudenken geben: "Mein grösster Fehler war Timoschenko". Warum er das wohl gesagt hat?

    Wurscht. Interessiert keinen. Genausowenig die Wahrheit. Hauptsache wir können uns mal wieder an einem schwachen Land abreagieren... Den Menschen in der Ukraine wird es eh nicht helfen. Aber um die geht es auch nicht...
  6. #65

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spät erst intensivierte sich die Diskussion um den Austragungsort der kommenden Fußball-Europameisterschaft. Menschenrechte, die Inhaftierung einer prominenten Oppositionspolitikerin, die zweifelhaften Haftbedingungen sorgen für Stirnrunzeln im Westen. Das ist nicht genug sagen vielen - aber könnte ein Boykott der EM die Menschenrechte in der Ukraine stärken?
    ..........

    Die Ukraine ist innerlich so tief in ihre Bevölkerungsgruppen gespalten, daß eine EM-Absage sogar zu einer Eskalation führen könnte. Die EM hätte niemals dorthin vergeben werden dürfen. Allerdings herrschten zur Zeit ver Vergabe ganz andere Bedinungen und man schwamm auf der Demokratisierungswelle. Das sollte wohl belohnt werden.
    Wie jetzt in einem Land frei aufgespielt werden soll, in dem eine der Betreiberin dieser EM gerade verhungert, ist mir allerdings rätselhaft.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #66

    Mich befremdet vieles an dieser Diskussion, bzw. ich habe einige Fragen:

    Würde es ohne Fußball-EM so großes Interesse an Frau Timoschenko geben?

    Hätte Ulli Hoeness sich geäußert, würde er am 19.05 das CL-Finale in Kiew statt in München bestreiten?

    Gibt es Proteste gegen die Sommerspiele in London? Letztes Jahr im August Straßenschlachten in Tottenham, dieses Jahr olympischer Gigantismus.

    Es ist doch völlig egal, ob große Sportereignisse in Nordkorea, Spanien, Timbuktu, Deutschland, China oder Brasilien stattfinden.
    Olympia 2012 in Leipzig wäre ein Zeichen gewesen, dem Gigantismus ein Ende zu setzen. Auch die EM wird gehypt, mit Fanmeilen und anderem Brimborium. Der wirkliche Fan will einfach Fußball sehen, weiter nichts.

    Aber nun wird darüber dikutiert, welcher Provinzpolitiker aus welchem Hinterwald zur EM fährt, oder nicht. Und die Nationalspieler sollen sich zur politischen Lage äußern. Dafür kann ja im Bundestag an der Aufstellung gearbeitet werden, das Trainerteam hat ja dann keine Zeit dafür.

    Ich finde diese deutsche Gutmenschen-Diskussion völlig lächerlich. Herr Janukowitsch mag ein Arschloch sein, leider Gottes ist er nunmal der amtierende Präsident.
  8. #67

    Zitat von gutezensur Beitrag anzeigen
    Stimmt schon, mit den Menschenrechten steht es in der Ukraine nicht zum Besten. Es gibt z. B. kaum McDonalds Restaurants. Außerdem müssen in diesem Land sogar Milliardäre in den Knast. Das wäre in den USA kaum möglich, wegen der besseren Achtung der Menschenrechte. Keiner unserer Polit-Propagandisten ist deshalb auf die Idee gekommen, die Frauern- Eishockey-WM in den USA zu boykottieren, gut, ein bisschen auch aus Angst vor dem überraschenden Einschlag einer Drohne! Egal, auf zur Fußball-WM nach Katar 2018.
    Tymoshenko ist kein Milliardär und nie gewesen. Milliardäre in Ukraine (wie Ahmetow oder Firtasch) stehlen Milliarden Dollars jährlich aus Staatshaushaltsgeld, kaufen parliament Abgeordnete und Richter, korrumpieren und diskriditieren ganze Staatsinstitute wie Verfassungsgericht, Staatsanwaltschaft, usw. vernichten Klein/Mittelunternehmen (als Konkurente in Wirtschaftsleben des Staats), machen eine Investorfeindliche Klima in ganzes Land.

    Tymoshenko hatte nie solche finanziele Möglichkeiten und war auf Gesselschaft und Klein/Mittelunternehmerische Leute (Millionäre) angewiesen. Deswegen viel weniger Korruption und viel mehr Konkurrenz (ökonomische und auch politische) während Tymoshenko Regierungszeit. Und jetzt Ukraina geht zurück in "sowietisches Feodalismus" ähnlich wie in jetzige Belarus ("Weisrußland") gibt.
  9. #68

    Tottenham und Jogi Löw

    Zitat von lofi Beitrag anzeigen
    Mich befremdet vieles an dieser Diskussion, bzw. ich habe einige Fragen:

    Würde es ohne Fußball-EM so großes Interesse an Frau Timoschenko geben?

    Hätte Ulli Hoeness sich geäußert, würde er am 19.05 das CL-Finale in Kiew statt in München bestreiten?

    Gibt es Proteste gegen die Sommerspiele in London? Letztes Jahr im August Straßenschlachten in Tottenham, dieses Jahr olympischer Gigantismus.

    Es ist doch völlig egal, ob große Sportereignisse in Nordkorea, Spanien, Timbuktu, Deutschland, China oder Brasilien stattfinden.
    Olympia 2012 in Leipzig wäre ein Zeichen gewesen, dem Gigantismus ein Ende zu setzen. Auch die EM wird gehypt, mit Fanmeilen und anderem Brimborium. Der wirkliche Fan will einfach Fußball sehen, weiter nichts.

    Aber nun wird darüber dikutiert, welcher Provinzpolitiker aus welchem Hinterwald zur EM fährt, oder nicht. Und die Nationalspieler sollen sich zur politischen Lage äußern. Dafür kann ja im Bundestag an der Aufstellung gearbeitet werden, das Trainerteam hat ja dann keine Zeit dafür.

    Ich finde diese deutsche Gutmenschen-Diskussion völlig lächerlich. Herr Janukowitsch mag ein Arschloch sein, leider Gottes ist er nunmal der amtierende Präsident.
    Schwache Argumente: Saddam und Gaddafi war ja auch "der amtierende Präsident" und Assad ist es heute noch?

    ich glaube schon, dass das Schicksal von Frau Timoschenko bereits vor der Eröffnung eines Strangs im Sportforum viele "interessiert hat". Einigermassen gebildete Menschen in West- und Mitteleuropa ganz bestimmt!

    Nun würden böse Zungen behaupten, Du und andere kennten nur die EM-Protagonisten, von denen Panini Sticker existieren. Das ist vielleicht ein bisschen hart, soll aber den Rest Deiner schwachen Ausführungen relativieren. Der Vergleich der Behandlung von Menschenrechtsfragen in Kiew mit den "Strassenschlachten in Tottenham" ist besonders gelungen;-) Uns hätte man die WM 2006 ja auch fast weggenommen nach den 1. Mai Krawallen, sieh nur her:

    1.Mai Krawalle - YouTube

    Übrigens: Jogi Löw, unser aller Bundestrainer, meistert prinzipiell jede schwierige Situation, das aber solltest definitiv wissen!
  10. #69

    leider

    Zitat von simple_max2006 Beitrag anzeigen
    Tymoshenko ist kein Milliardär und nie gewesen. Milliardäre in Ukraine (wie Ahmetow oder Firtasch) stehlen Milliarden Dollars jährlich aus Staatshaushaltsgeld, kaufen parliament Abgeordnete und Richter, korrumpieren und diskriditieren ganze Staatsinstitute wie Verfassungsgericht, Staatsanwaltschaft, usw. vernichten Klein/Mittelunternehmen (als Konkurente in Wirtschaftsleben des Staats), machen eine Investorfeindliche Klima in ganzes Land.

    Tymoshenko hatte nie solche finanziele Möglichkeiten und war auf Gesselschaft und Klein/Mittelunternehmerische Leute (Millionäre) angewiesen. Deswegen viel weniger Korruption und viel mehr Konkurrenz (ökonomische und auch politische) während Tymoshenko Regierungszeit. Und jetzt Ukraina geht zurück in "sowietisches Feodalismus" ähnlich wie in jetzige Belarus ("Weisrußland") gibt.
    so isses, leider!








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