Ukraine - könnte ein Boykott der Fußball-EM die Menschenrechte stärken?

Spät erst intensivierte sich die Diskussion um den Austragungsort der kommenden Fußball-Europameisterschaft. Menschenrechte, die Inhaftierung einer prominenten Oppositionspolitikerin, die zweifelhaften Haftbedingungen sorgen für Stirnrunzeln im Westen. Das ist nicht genug sagen vielen - aber könnte ein Boykott der EM die Menschenrechte in der Ukraine stärken?
  1. #210

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    ..vielleicht auch mehr nackte Busen;-)
    Aber Spass beiseite: Du hast wahrscheinlich recht!
    Was mir noch auffällt,...

    bei der ukrainischen Hymne...singen Blochin oder Voronin nicht mit. Ich glaube sie haben russische Herkunft (soll mich jemand korrigieren wenn ich mich irre), - kann sein dass es daran liegt?
    Denn, soweit ich weiß die typischen ukrainischen Familiennamen sind die, die auf -ko, oder -nko, oder auf -uk und -juk enden..
    Die typischen russischen Namen dagegen, enden auf -in, oder -ow.
  2. #211

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Was mir auffällt...Die Ukraine spielt kein ihrer Spiele in Lemberg, im Westen. Nur in Kiew, sowie im Osten (Donezk und Charkow) und der Osten ist das sichere Janukowitsch-Land. Dagegen ist der Westen und Limberg besonders stark, das "orangene" Land... Hat das Regime, Angst gehabt, wenn Ukraine in Lemeberg spielen würde, könnte es welche Proteste vom Publikum im Stadion geben, welche Transparente gegen Janukowitsch, oder so ähnlich?
    Die Ukraine hat zweimal in Donezk gespielt. Und ich erinnere mich, gelesen zu haben dass das eine der Bedingungen des Milliardärs war, welcher das teure Stadion in die Kohleregion geklotzt hat (Name ist mir entfallen)

    Hier hat also auch in erster Linie Geld eine Rolle gespielt. Das ist das einzige was zählt, egal ob nun blau oder orange.
  3. #212

    Zitat von lofi Beitrag anzeigen
    Die Ukraine hat zweimal in Donezk gespielt. Und ich erinnere mich, gelesen zu haben dass das eine der Bedingungen des Milliardärs war, welcher das teure Stadion in die Kohleregion geklotzt hat (Name ist mir entfallen)

    Hier hat also auch in erster Linie Geld eine Rolle gespielt. Das ist das einzige was zählt, egal ob nun blau oder orange.
    Akhmetow heisst er glaube ich, der Oligarch und Besitzer von dem FC Schachtjar Donezk. Er ist einer der engsten Vertrauten des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch.
    Doch diese Teilung blau-orange spielt doch eine große Rolle. Habe neulich wieder eine Doku auf ZDF gesehen. Eine Reportage gerade aus dem Osten Ukraine aus Donezk.
    Es ist eine Bergbau-Region, die wird noch aus Sowietzeiten vom Staat subventioniert...Die Leute sprechen da Russisch und sind für Janukowitsch und können mit dem Orangenen im Westen nichts anfangen. Ein junger Lokalpolitiker aus Janukowitsch-Partei sagte dem deutschen Reporter...die sogeannte orangene Revolution war eion Putsch von "euch" (also von Deutschland) und von USA, und der EU gesteuert...Und so denkt eine große Mehrheit dort. Sie möchten, sagt, er nicht dass ihnen ukrainische Sprache aus der Westukraine aufgezwungen wird..
    Und dieser junge Mann zeigte gerade die Landkarte der Ukraine auf der die Wahlergebnisse abgebildet wurden. Die Spaltung war darauf deutlich zu sehen. Der ostliche Teil ist voll blau gefärbt-da bekammen die Blauen von Janukowitsch die MEhrheit, der westliche Teil ist voll orange.
    Also in der Ukraine, meiner Meinung nach, da vermischen sich viele Probleme: der politische Machtkampf, der Kampf zwischen den Oligarchen um de wirtschaftliche Macht, der Kampf um nationale Identität derer aus der Westukraine die sich für Ukrainer halten und der Widerstand derjenigen aus dem Osten, die sich eher den Russen näher fühlen,..und wollen nicht von Russland zusehr weg.. usw..usw..
    Mafiose Strukturen...polizeiliche Willkür, riesige Korruption..etc...alles mögliche..
    Ein Beispiel: Das neue Stadion in Danzig in Polen kostete, ca. 60 und etwas Millionen €, das vergleichbar große Stadion in Donezk, oder Charkow, kostete dagegen über 220 Mio...