Trainerwechsel - Was bringt das Heuern und Feuern?

Die Auswechslung des Trainers gilt als Allheilmittel im Profifußball. Doch was bringt das Feuern der Übungsleiter wirklich? Lenken die Maßnahmen oft nur von den wirklichen Problemen innerhalb einer Mannschaft oder eines Vereines ab? Welche Beispiele gab es in den vergangenen Jahren für sinnvolle Neuverpflichtungen, wo führte ein Trainerwechsel trotzdem zur sportlichen Katastrophe?
  1. #40

    Zitat von Umberto
    ... Armin Veh hat es fertig gebracht, in seinem 1. Spiel bei Stuttgart die erste Auswärtsniederlage der Saison zu kassieren. Alles andere als ein Erfolg...
    nun ist der VFB 3. mit Armin Veh, ein Erfolg?
  2. #41

    Ich finde, dass der HSV und der FC Bayern absolut richtig entschieden hat.

    Beim HSV wurden zwar wichtige Leute verkauft, aber wie gut ist ein Van Buyten noch, wenn er die ganze Zeit das Angebot der Bayern im Hintergrund hat und er nicht mehr in die Mannschaft will, und die Mannschaft ihn auch nicht mehr will? Selbiges gilt bei Bouhlarouz.

    Die Qualität des HSV-Kaders ist immernoch ausreichend für die ersten fünf Plätze. Wäre da nicht das Verletzungsproblem, stände der HSV vielleicht auch ganz oben. Nun ist es aber einfach so, dass Doll, egal was er macht einfach die Wende nicht schafft. Diese etlichen Unentschieden sind für mich ein Zeichen dafür. Man musste reagieren, man hat nur auf die richtige Alternative gewartet.

    Der FC Bayern hat die ganze Saison doch schon schlecht gespielt. Ab und zu mal nen gutes Spiel gehabt, aber das wars. Zuerst hat man versucht die Schuld vom Trainer abzuwälzen, WM blabla. Bremen hatte auch zig Spieler bei der WM und sind gut gestartet. Man hat dem Trainer, der 2 Jahre sehr erfolgreich war also die Chance gegeben noch einmal die Vorbereitung mit der kompletten Mannschaft zu bestreiten und es hat nichts gebracht. Warum nicht also rechtzeitig die Notbremse ziehen, wenn sich eine sehr sehr gute Alternative bietet?

    Hitzfeld immernoch ideenlos und verbraucht? Das möchte ich doch sehr stark bezweifeln.

    Ich finde es gut, dass der HSV und der FC Bayern ihren Trainern überhaupt so lange den Rücken gestärkt hat und finde auch gut, dass die Trennung kurz und schmerzlos gehalten wird.

    Der HSV wird sich am Ende eh im Mittelfeld wiederfinden, wird auf keinen Fall absteigen, wer das wirklich glaubt...
    Der FC Bayern wird auf jedenfall unter den ersten drei Plätzen zu finden sein, je nachdem wie konstant Bremen und Schalke spielen wird Bayern dann auch am Ende der Saison stehen.
  3. #42

    Wir können uns glücklich schätzen

    Zitat von GLH
    Falsch!

    Der Felix wußte sehr gut, auf was er sich bei einem Club wie dem des deutschen Rekordmeisters einläßt.
    Such easy!

    Hitzfeld ausgebrannt...? Na Sie haben ja vom Kicksport Ahnung....

    Richtig ist, daß all` die Träner ausgetauscht werden/wurden, weil sie sich irgendwann mal abgenutzt haben in ihrem Motivationsmöglichkeiten. Da findet in der täglichen Arbeit permanent Erosion statt! Und Hitzfeld hat jetzt alle Möglichkeiten als neuer Besen zu starten. Daß er kürzlich der Borussia Dooofmund abgesagt hat ist nur mehr als verständlich. Anderes hätte mich auch sehr gewundert. Und die anderen Balltreterorganisationen der BL sind ja für nen so renomierten Träner auch keine dolle Herausforderung. Wo stehen denn z. B. die Fischköppe im internationalen Fußball...??? Da ist nur allzu verständlich, daß sich Hitzfeld für den Rekordmeister entschieden hat. Und die angebliche Einmischung der dortigen Granden is nu wahrlich falsch dargestellt. Die Erfolge des FCB sind ein permaneneter Beleg hierfür.

    btw: So falsch finde ich auch nicht die Finanzpolitik des FCB. Daß sie mit demn Dirridari gut umgehen können ist ja allseits bekannt. Ich muß dort nicht solch Schuldenbergen (besser: -gebirge) wie im Falle der Stiertöterclubs sehen. Wer um Himmels willen, will diese Schulden dort je abtragen? Und sich mit dem Club von Chelsikowski vergleichen zu wollen würde wahrlich nicht zur Ehre gereichen. Das muß ich als Zuschauer nicht haben! Eher gefällt mir eine Club, der ne gute Nachwuchsarbeit macht und ansonsten sein geld vernünftig anlegt.
    Gott sei Dank öffnen Sie uns offenbar Blinden die Augen!
    Geht's denn eigentlich noch?
    Sie fragen wo denn die "Fischköppe" international stehen. Gegenfrage: Wo steht denn der FC Bayern? Der mag in der BL die Sonne sein, international ist aus dem deutschen Rekordmeister ein ganz kleines Licht geworden. Der letzte (und einzige) CL-Sieg liegt mittlerweile fast sechs Jahre zurück. Welches Top-Team zittert denn noch vor dem FCB?
    Schön, sie erreichen immer die KO-Runde. Für mehr reicht es aber schlicht und ergreifend nicht.
    Und der Grund, warum Magath gehen musste, hat weder was mit seinen mangelnden Motivationsmöglichkeiten noch mit Erfolglosigkeit zu tun. Sondern einzig und allein, dass er sich in einem Interview der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht hat. Für die Vereinsführung kommt es ja schon fast der Blasphemie gleich, wenn einer ihrer Angestellten die Zeichen der Zeit erkannt hat und glasklar sagt, dass es diese Saison mit der Meisterschaft nichts wird und auch nicht werden kann.
    Das Problem ist nicht der Trainer, sondern die Mannschaft und die nicht zu erfüllenden Erwartungen an dieselbe. Woher soll denn bitteschön ein 22 Jahre alter Bastian Schweinsteiger die Klasse und Führungsqualitäten eines späten Effenbergs oder Matthäus her haben und das Loch, dass Ballack hinterlassen hat, ausfüllen? Warum lässt Pizarro seine Klasse immer nur dann aufblitzen, wenn es entweder um Vertragsverlängerung oder angedrohtes Bankdrücken geht?

    Dass der FCB eine gute Nachwuchsarbeit leistet ist nicht zu bestreiten. Nur bringt es der Lizenzmannschaft nichts. Es schafft kaum einer aus den Nachwuchsteams zu den Profis.

    Nächster Punkt - Vereinsführung: Wie soll man als Trainer vernünftig arbeiten, wenn einem die leibhaftige Dreifaltigkeit aus Hoeneß, Rummenigge und Beckenbauer ständig reinredet? Zumal sich die drei Herren ja nicht mal untereinander einig sind.

    Ständig wird der Allgemeinheit und den Fans (zu denen ich mich glücklicherweise nicht zählen muss) die Verpflichtung eines Top-Spielers verkündet. Bis man merkt, dass man nicht dazu bereit ist, Unsummen für einen solchen auszugeben. Stattdessen wird lieber rumgejammert, dass die Fernsehgelder in der BL zu gering sind und Spieler xy deshalb nicht geholt werden konnte und kauft dann Schlaudraff.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Ihnen viel Spass und Erfolg mit der aufgewärmten Liebe Ottmar Hitzfeld.
  4. #43

    Zitat von Hippedihop
    Der FC Bayern hat die ganze Saison doch schon schlecht gespielt. Ab und zu mal nen gutes Spiel gehabt, aber das wars.
    Wüsste nicht das Bayern jemals anders gespielt hat.

    Zitat von Hippedihop
    Zuerst hat man versucht die Schuld vom Trainer abzuwälzen, WM blabla. Bremen hatte auch zig Spieler bei der WM und sind gut gestartet. Man hat dem Trainer, der 2 Jahre sehr erfolgreich war also die Chance gegeben noch einmal die Vorbereitung mit der kompletten Mannschaft zu bestreiten und es hat nichts gebracht. Warum nicht also rechtzeitig die Notbremse ziehen, wenn sich eine sehr sehr gute Alternative bietet?
    Hoeness wollte schlicht vorbeugen. Vorbeugen das keine Diskussion über seine Person aufkommt. Die Personalpolitik für diese Saison ist nämlich AFAIK gegen die vorstellungen von Magath durchgesetzt worden. Magath badet aus was Hoeness verbockt hat.
    Man erinnere sich noch an das Geschwafel von Hoeness nachdem Ballack seinen Weggang angekündigt hat nach dem Motto "wir brauchen keine Verstärkungen, wir haben selber genügend gute Leute ...". Dann zeigte sich das das Statement Quatsch war. Als nächstes fabulierte Hoeness über einen Weltklasse-Mittelfeldmann, das Bayern "tief in die Tasche greigend würde" etc. ... und verpflichtet wurde dann der ausgemusterte Holländer. Höhepunkt war dann im Winter das Schwadronieren über die Verpflichtung eines Weltklasse-Stürmers, was mit der Verpflichtung von Schlaudraff realisiert wurde. ROTFL.
  5. #44

    Zitat von KaBoom
    Wüsste nicht das Bayern jemals anders gespielt hat.
    Mit schlecht spielen meinte ich in diesem Zusammenhang auch erfolglos.

    Hoeness wollte schlicht vorbeugen. Vorbeugen das keine Diskussion über seine Person aufkommt. Die Personalpolitik für diese Saison ist nämlich AFAIK gegen die vorstellungen von Magath durchgesetzt worden. Magath badet aus was Hoeness verbockt hat.
    Man erinnere sich noch an das Geschwafel von Hoeness....
    Glauben Sie wirklich, dass Hoeness Stuhl so schnell wackeln würde?

    Meines Wissens ging auch Magath davon aus, dass die Stärke des Kaders ausreicht. Und wenn man sich den Kader anschaut, dann muss man sagen, dass national nur Werder Bremen mithalten kann. Wenn eine Abwehr mit Spielern wie Lahm, Van Buyten, Lucio und Sagnol nicht funktioniert, dann kann es nicht an der Qualität der Spieler liegen. Die ist nämlich ausreichend bekannt.

    Magath hat zwei gute Jahre bei den Bayern gehabt aber jetzt bringt er die Mannschaft nicht mehr voran. Er kann nicht mehr positiv auf sie einwirken und deshalb musste er folgerichtig gehen. Jeder Trainer muss damit rechnen, denn er wird an seinem Erfolg gemessen. Genauso wie ein Stürmer an seinen Toren gemessen wird. Das ist manchmal unfair, vorallem in gewissen Situationen (siehe Doll), aber so ist es nunmal und großartig anders kann ein Verein auch garnicht handeln.
  6. #45

    Moin.

    Ich denke, dass die Entscheidung Doll zu entlassen der größte Fehler des Vorstandes in dieser Season war. Denn dieser Mann hat alles Versucht um den HSV zu retten. Doch groß waren die Chancen von Anfang an nicht, denn mit Dietmar Beiersdorfer hat der Verein den mit Abstand schlechtesten Sportdirketor der Liga. Dessen weiteres Beschäftigungsverhältnis beim Hamburger Sportverein für mich vollkommen unverständlich ist. Denn seine Transferpolitik lässt wahrlich zu wünschen übrig. Mit Einkäufen wie Guerrero oder Ljuboja hat er dem HSV wirklich nicht geholfen.
    Also plediere ich für die Kündigung Beiersdorfers, damit ist dem HSV bestimmt mehr geholfen, als mit der Kündigung eines guten Trainers.
  7. #46

    "Guten Tag! Mein Name ist Schmidt, bin Bundesligatrainer. Wurde gerade wegen Mißerfolg gefeuert und würde nun gerne für ein paar Millionen bei ihrem Verein werkeln."

    "Gerne, kein Problem. Hier ist das Geld und der Schlüssel zum 500PS Dienstwagen."

    Das ist wie im realen Leben!
  8. #47

    Zitat von petenicker

    Dass der FCB eine gute Nachwuchsarbeit leistet ist nicht zu bestreiten. Nur bringt es der Lizenzmannschaft nichts. Es schafft kaum einer aus den Nachwuchsteams zu den Profis.
    Kouffour, Ottl, Lahm, Hargreaves, Hamann, Nerlinger, Lell, Schweinsteiger, Trochowski, Jarolim, Misimovic, würde ich länger nachdenken fielen mir bestimmt noch mehr ein, auch solche die halt dann bei anderen Vereinen Profis waren. Mein Respekt gebührt Hermann Gerland
  9. #48

    Hier werden dem Vorstand so große Fehler vorgeworfen, dem muss ich widersprechen:

    Van Buyten - Der Vorstand hat ihn sicherlich nicht gerne ziehen lassen. Nur wenn ein Spieler öffentlich bekundet, er möchte gerne zu einem anderen Verein gehen, dann ist das schonmal ein Problem. Wenn er damit bei den Fans aneckt (was er dadurch schon tat, weil er kurz zuvor dem HSV und ihm eine rosige Zukunft vorrausgesagt hat), dann ist das ein weiteres. Und wenn er dadurch letztenendes auch innerhalb der Mannschaft aneckt, dann ist dieser Spieler nicht mehr tragbar für ein funktionierendes und harmonierendes Mannschaftsgefüge. Also holt man den bestmöglichsten Preis raus und versucht adäquaten Ersatz zu finden.

    Bouhlarouz - siehe Van Buyten. Ziemlich ähnlicher Fall.

    Barbarez - Der einzige Verkauf den ich wirklich bedauere, da hätte man ruhig ein bisschen mehr hinlegen können, weil man hätte wissen müssen, was man an ihm hat. Gerade jetzt, wo van der Vaart fehlt, fehlt es an Kreativität im Spiel nach vorne. Barbarez war immer für ein paar Genialitäten bekannt.

    Beinlich - Auf einmal ist er ein Leistungsträger gewesen? Er war ein gestandener Spieler, der sicherlich Respekt hatte. Aber er war kein Leistungsspieler und hat keine Mannschaft geführt. Meines Erachtens wird er überbewertet um einfach dem HSV irgendetwas vorzuwerfen.

    So das sind die Verkäufe. 3 von 4 finde ich völlig verständlich.

    Wenn man sich nun die Neueinkäufe anschaut:

    Sanogo - guter Mann, so einen hatten sie in der vorigen Saison nicht.

    Guerrero und Ljuboja - gute Spieler, hatten sie in der vorigen Saison auch nicht.

    Sorin - m.E. auch ein super Spieler

    Kompany - Top Mann, jung und super Potenzial. Für mich ein adäquater Ersatz für Van Buyten. In der Luft nicht ganz so stark, aber am Boden dafür viel stärker.

    Mathijsen - Top Mann. Nicht so spektakulär wie ein Bouhlarouz, dafür ruhiger.

    Das sind für mich die entscheidenen Neuzugänge.

    Wenn ich mir das anschaue, finde ich, dass die HSV Mannschaft im einzelnen betrachtet stärker ist als vorige Saison.

    Es liegt also an etwas anderem, zum Beispiel der fehlenden Möglichkeit eine Mannschaft zu bilden und sich einzuspielen.
    Klar, es ist schwierig sich schnell zu finden, wenn die Mannschaft große Veränderungen durchmacht, aber möglich. Doll hielt ich dafür wirklich geeignet dies zu bewerkstelligen. Richtig problematisch wird es aber dann, wenn 50% der Mannschaft andauernd verletzt ist und die Mannschaft garkeine Möglichkeit hat sich zu finden. Ein Kompany der wohl erst nächste Saison richtig einsteigen kann, ein Sorin der ebenfalls nicht fit ist, ein de Jong der lange gefehlt hat, ein starker Demel der lange gefehlt hat, ein Jarolim der immer wieder ausgefallen ist (einer der wichtigsten Spieler beim HSV), ein Van der Vaart (der kreative Part im HSV Spiel) der immer wieder ausgefallen ist.

    Also tut mir Leid, diese Saison hat der HSV soviel Pech gehabt wie keine Mannschaft zuvor. Ich kann mich zumindest an keine erinnern. Aus diesen Gründen finde ich, dass Thomas Doll wenig Schuld trifft, aber auch der Vorstand wenig für die Situation kann. Der Trainerwechsel ist insofern richtig, weil man einen guten Mann holt der Erfahrung im Abstiegskampf hat und Spieler die Möglichkeiten haben sich neu zu beweisen.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass der HSV am Ende nicht absteigen, sondern im sicheren Mittelfeld (ca. Platz 10) abschneidet.
  10. #49

    Gladbacher Prolls

    Lese eben im Focus-online:

    "In seiner Zeit als Trainer bei Borussia Mönchengladbach hat Jupp Heynckes Morddrohungen erhalten und stand unter Polizeischutz.
    In den vergangenen beiden Monaten habe er drei Drohungen erhalten, sagte er in einem Interview mit der „Rheinischen Post“. „Die waren so ernst zu nehmen, dass ich in Bochum und Cottbus von mehreren Polizisten in Zivil begleitet wurde“, berichtete Heynckes. „Am vergangenen Wochenende hat dies eine Dimension erhalten, die ich meiner Frau nicht länger zumuten kann."

    Vor diesem Hintergrund der schwachmatischen Fäääns in Gladbach kann man dessen entsxcheidung gut verstehen.

    Meine Güte, welch Proletariat. Das toppen doch nicht mal diese Gummbels des Ruhrpott. Oder hörte man schon mal solches von SchlackeNullSechs oder Dooofmund?