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Strafe oder Prävention?

Der DFB setzt im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus auf harte Strafen, die von Platzsperre über Punktabzug bis hin zum Zwangsabstieg reichen können. Diese Sanktionen werden allerdings nur selten verhängt. Sollte der DFB verstärkt auf härtere Strafmaßnahmen setzen oder mehr Geld in Prävention und Fanarbeit investieren?
  1. #10

    Warum die Aufregung?
    Ist denn schon je gegen Randalierer oder Pöbel-"Fans" ensthaft vorgegangen worden?
    Höchststrafe Stadionverbot - alles nur scheinheiliges Gesülze der Honoratioren.
  2. #11

    Skandal? Nein. Viel eher Alltag. Und das nicht nur im bösen Osten. Was soll dieser populistische Aufschrei und der wiederholte Schlag mit der Moralkeule ...
    Diese Rufe sind kein neues Problem. Schon zu DDR-Zeiten waren die Berliner, die Auer und eben die Jenaer die J... . Ich will das in keinem Fall gutheißen und verurteile solche Art der Provokation. Aber dieser ewige Fingerzeig gen Osten mit einer gleichzeitigen Verallgemeinerung aller Fussballfans, Ultras oder Hooligans als rechte Dumpfbacken nervt.
    Und ich sage ganz klar und deutlich ... diesem Problem ist nicht mit Strafen oder Prävention beizukommen. Hier hilft weder Geld, noch Ausschluss des Publikums oder die hochgelobten Fanprojekte. Wer das glaubt, allen voran Herr Zwanziger, ist entweder naiv, blind für Alltagsprobleme oder einfach nur der heutigen (unterklassigen) Fussballwelt und seiner Basis entrückt. Was hier hilft ist allein sportlicher Erfolg bzw. höherklassiger Fussball und ein dauraus resultierendes breiters Publikum das zu einer Selbstreinigung der Fanszenen führen kann. 20 J...rufer sind sehr schnell wieder ruhig wenn 500 andere das mit einem gwissen Nachdruck fordern ...
  3. #12

    Hallo,

    für mich hat das ganz klar antisemitische Tendenzen!Im Fusball gehört es leider zum Alltag und dient zur Provokation und Beleidigung des gegnerischen Anhangs.Ich wohne in Berlin,gehe regelmäßig in Olympiastadion um mir Bundesligafussball anzugucken.Da ich aber kein Herthafan bin und sowieso viel lieber im Gästeblock Fussball verfolge hab ich die bittere Erfahrung gemacht das wirklich bei fast jedem Spiel diese Schmährufe im Gästeblock zu hören sind.Es hallt regelmäßig "Juden-Berlin" aus etlichen Kehlen und zwar war Bundesligafussball.Beschämend!
  4. #13

    Zitat von vubler Beitrag anzeigen
    Ich bin ehrlich gesagt kein Fussballfan und vielleicht fehlt mir auch etwas Hintergrundwissen.
    Deshlab frage ich erst einmal, bevor ich Entsetzen und Empörung vor mich hertrage:
    Was ist eigentlich mit dem Ausspruch "Juden Jena" gemeint?
    Es sind zwei Wörter. Das erste sind Angehörige einer Weltreligion und das zweite ist eine Stadt.

    Wäre 'Christen Jena' auch eine Provokation gewesen?
    Und 'Christen Dusiburg'? Oder "Muslime Jena" - Rufe?

    Ich kann den Antisemitismus weder bestätigen, noch leugnen, weil das für mich erst mal keinen Sinn gibt.

    Muss man Insider sein, um diese Provokation zu verstehen? Da etliche Menschen schon wiedder 'erschüttert' sind, wird es mir sicher einer erklären können.
    Man muss wahrlich kein Insider sein, um zu wissen, dass "Jude" längst wieder als Schimpfwort gesellschaftsfähig ist, genauso wie "Schwuchtel", was ja auch nur sexuelle Orientierung und nichts beleidigenderes an sich sein sollte in einer Utopie, die leider nicht unserer Realität entspricht.
  5. #14

    Zitat von milchschock Beitrag anzeigen
    Was nun? Belegt die Aufnahme das oder nicht?

    Also für mich sieht der Artikel so aus, als ob der Spiegel hier nochmal explizit unterstreicht, dass "Jude" ein schlimmes Schimpfwort ist, zumindest wenn es von ostdeutschen Stadionbesuchern gesungen wird.

    *lach*

    Über sowas auch nur eine Silbe zu verlieren macht das Ganze erst interessant.
    Achso, der Spiegel denkt sich also aus, dass "Jude" ein Beleidigung in diesem Zusammenhang darstellt? Sie sind ja ein Witzbold.
  6. #15

    Zitat von Emmi Beitrag anzeigen
    Wenn ein Theaterensemble aus Afrika in der Stadt X. im dortigen Theater ein Gastspiel hat und dabei einer (oder mehrere) der Zuschauer stören oder dumme Sprüche ablassen - wird dann das Theater geschlossen oder das Heimensemble vom Spielbetrieb ausgeschlossen!?

    Sanktionen gegen die Vereine treffen immer die Falschen - die Spieler und die Mehrheit der Vereinsmitglieder und Fans die eben keine Nazis und Rassisten sind, selbst wenn sich einige Irre oder Provokateuere gern selbst als "Fans" eines Vereins bezeichnen, der dann dadurch in seinem Ansehen beschädigt wird.

    Sicher gibt es Unterschiede in den Fan- und Mitgliederstrukturen der Vereine (z.B. zwischen Sachsen Leipzig und Lok Leipzig...) aber niemand kann ernsthaft behaupten, dass es Fußballvereine in der Hand von Nazis oder Hooligans gibt.

    Es gilt also, mit Strafen die Richtigen zu treffen - eben die, die sich strafbar verhalten. Das ist heutzutage mit technischen Mitteln möglich.
    Beim letzten "Ortsderby" in Leipzig (vor 10.000 Zuschauern im Leipziger WM-Stadion zwischen Sachsen Leipzig II und Lok Leipzig, 5. Liga) wurden von ein paar Chaoten (auf beiden Seiten anzutreffen) Feuerwerkskörper abgeschossen bzw. abgebrannt, was z. T. auf versuchte Körperverletzung hinauslief.
    Dank der im Stadion installierten Kameratechnik konnte aber bereits ein Teil der Täter identifiziert werden und wird sich vor Gericht verantworten müssen.

    Das ist m.E. die einzige Möglichkeit, mit diesen Leuten umzugehen, nicht aber die Kollektivbestrafung von Vereinen.

    Mfg

    Emmi
    Richtig wobei ein untershcie dist, ob man den Gegnerblock dirket mit Rakten beschisst, oder "knaller" über die Brüstung wirft, nich wahr.

    Zum Anderen: Weder gegen Chemie, noch gegen Aue wurde antisemitisch gegrölt . Ich war beeindruckt
  7. #16

    Fussball und Kinderleichen?

    Zitat von timboe Beitrag anzeigen
    Das wäre auch schlimm, wenn einfach so jedermann mitsammt Kind und Kegel ein Fußballspiel geniessen könnte.

    Ich würde gerne mal wieder etwas positives aus den neuen Bundesländern hören.

    Sie wissen schon, was anderes als verprügelte farbige Kinder oder einbetonierte Kinderleichen...

    Aber das sind bestimmt nur die westdeutschen bösen Medien, die geziehlt ein feindliches Bild zeichnen wollen.
    Ich stimme Ihnen, timboe, zu, auch ich würde mir Stadien wünschen, in die man sich mit "Kind und Kegel" trauen kann. Aber was bitte bezwecken Sie mit der seltsamen Anspielung auf verprügelte Farbige und einbetonierte Kinder? Wollten Sie einfach irgendetwas über die neuen Bundesländer sagen oder gibt es da noch einen Zusammenhang zum Fussball? Und, ganz nebenbei, einbetonierte Leichen gibt's wohl nicht nur im Osten Deutschlands: http://www.spiegel.de/panorama/justi...534561,00.html
  8. #17

    nein

    Zitat von vubler Beitrag anzeigen
    Ich bin ehrlich gesagt kein Fussballfan und vielleicht fehlt mir auch etwas Hintergrundwissen.
    Deshlab frage ich erst einmal, bevor ich Entsetzen und Empörung vor mich hertrage:
    Was ist eigentlich mit dem Ausspruch "Juden Jena" gemeint?
    Es sind zwei Wörter. Das erste sind Angehörige einer Weltreligion und das zweite ist eine Stadt.

    Wäre 'Christen Jena' auch eine Provokation gewesen?
    Und 'Christen Dusiburg'? Oder "Muslime Jena" - Rufe?

    Ich kann den Antisemitismus weder bestätigen, noch leugnen, weil das für mich erst mal keinen Sinn gibt.

    Muss man Insider sein, um diese Provokation zu verstehen? Da etliche Menschen schon wiedder 'erschüttert' sind, wird es mir sicher einer erklären können.
    müssen Sie nicht.

    Wundert mich eh, das Frau Knobloch noch nicht die Abschaffung des Fußballs gefordert hat, oder wenigstens ein Mahnmal vor jeder Anzeigetafel.

    Es ist schlicht und ergreifend ne dämlich Provokattion.
    Genau wie KanakenDortmund.
  9. #18

    Zitat von Mulharste Beitrag anzeigen
    müssen Sie nicht.

    Wundert mich eh, das Frau Knobloch noch nicht die Abschaffung des Fußballs gefordert hat, oder wenigstens ein Mahnmal vor jeder Anzeigetafel.
    Warten Sie ab, die nächste Talkshow kommt bestimmt!
  10. #19

    Religionswissenschaft

    Juden-Jena ist genauso unverfänglich wie Christen-Cottbus oder Moslem-Mainz. Wer in dem Wort Juden-Jena etwas antisemitsches entdeckt, ist selbst Antisemit, denn offenbar ist für ihn der Begriff Jude als solcher negativ besetzt. Dies sollte allerdings nicht so sein und ist nur bei Antisemiten so.


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