Forum: Sport
Olympische Winterspiele - Sportlertreff oder Dopingsumpf?
Noch vor der Eröffnungsfeier wurden 30 mutmaßliche Doper von den Winterspielen ausgeschlossen. Wie sauber sind die Spiele von Vancouver?
- #1 11.02.2010 15:58 von
Bevor Ex-Tennis-Profis mit dem Verbreiten von Schmutz anfangen: Die Spiele werden natürlich nicht sauber sein. Es bleibt aber zu hoffen, dass möglichst viele Sünder erwischt werden - zu hoffen auch für die vielen sauberen Athleten. Und es bleibt zu hoffen, dass die Nachweise zweifelsfrei und sauber geführt werden. Wenn dies gelingt, kann man sich an den Leistungen bestimmt erfreuen.
- #2 11.02.2010 16:38 von Medien-Kritiker
Es nervt!
Mir geht es ganz gewaltig auf den Keks, dass Fußball im Prinzip die einzige Sportart ist, über die man hier wirklich fachsimpeln kann.Threads zu allen anderen Sportarten (vielleicht mit Ausnahme von F1 oder Handball) werden früher oder später zu reinen Doping-Threads.
Ist es denn zu viel verlangt, das Thema Doping erst dann auf die Tagesordnung zu heben wenn es mal wieder aktuell ist? - #3 11.02.2010 21:41 von Robert Rostock
++++Riesen-Skandal!!! 30 (DREISSIG!!!) Doping-Verbrecher überführt und von den Olympischen Spielen ausgeschlossen!! Riesen-Erfolg für die unerschrockenen Aufklärer der WADA!!!! Sonder-Pressekonferenz!!!++++
Blub! Ballon geplatzt, war nurn PR-Gag. Haben einfach alle längst bekannten Fälle des letzten Jahres zusammengezählt...
So ist das halt bei der Inquisition. Es muss immer skandalöser, immer schlimmer werden, die Zahl der Verdächtigen muss immer größer werden, schließlich muss der Apparat ja in Schwung bleiben, der riesige Finanzaufwand irgendwie gerechtfertigt werden.
Aber langsam kommen auch bei den Medien die Zweifel. Die Meldungen über die heutige Pressekonferenz sind jedenfalls nicht besonders freundlich mit der WADA.
Und letzte Woche erschien in der Berliner Zeitung ein bemerkenswerter Artikel von Jens Weinreich, bisher als besonders engagierter und schonungsloser Doping-Jäger bekannt (u.a. Grimme-Preisträger) zum Fall Pechstein:
"... Dabei steht das Cas-Urteil inhaltlich auf tönernen Füßen. Die Blutdoping-Vorwürfe mittels indirekten Nachweises (ohne positive Probe, aufgrund eines auffälligen Blutparameters) sind wissenschaftlich höchst umstritten.
Streit der Experten
Vor wenigen Tagen erklärte Wolfgang Jelkmann, weltweit anerkannter Epo-Forscher von der Universität Lübeck, "aus Frau Pechsteins Messwerten der vergangenen zehn Jahre lässt sich Epo-Doping nicht belegen". Jelkmann unterstützt die jüngste Expertise des Siegener Hämatologen Winfried Gassmann, der unabhängig agiert und sich auf 41 Seiten mit dem Fall auseinandersetzt. Gassmann wirft dem Cas "verfälschende und irreführende Darstellung" vor. "Entlastende Fakten" seien unterdrückt worden: "Da die Dopingsperre wegen erhöhter Retikulozyten ausgesprochen wurde, kommt hier kein Eigenblut-Doping in Betracht", sagt Gassmann. Seine Arbeit ist ernst zu nehmen, weil er sich - anders als andere vermeintliche Experten - umfassend mit den Daten auseinander gesetzt hat.
Kein Epo-Doping? Kein Eigenblut-Doping? Derlei Grundsatzfragen werden vom Bundesgericht nicht verhandelt. Es prüft, aber es sucht nicht nach der Wahrheit." - #4 11.02.2010 23:02 von
stimmt schon, ist aber erklärbar
Es hängt mit der (vermeintlichen) Kompetenz der Forumteilnehmer zusammen.
Ihr Beispiel mit dem Doping steht nicht allein.
Wenn es um die Rechte der Tibeter, die Trinkwasserversorgung in Indien oder die Behandlung von Oppositionellen im Iran geht, kommen so sicher wie das Amen in der Kirche, die CIA, Mossad, Palaestina und die geopolitischen Ziele der USA ins Spiel, garniert mit ein paar alten und neuen VTs. Da meinen eben die Foristen, Bescheid zu wissen und treffen jede Menge Gleichgesinnte an. Die ursprüngliche Frage ist ab Beitrag 20 vergessen.
Beim Sport muss es ähnlich sein. Da Fussball und Formel 1 die "Expertise" des deutschen Sportpublikums zu 90% auslasten, können viele Vielschreiber andernorts nur mit Doping punkten. Viel macht dabei die Reaktion der Wintersportbegeisterten und der Radlerfans aus, die sofort einschnappen, wenn wer die Dopingkeule hervorholt. Ignorieren wäre besser oder aber:
Ein Vorschlag: alle Anhänger von Langlauf, Biathlon, Radsport, Eisschnellauf, Leichtathletik, etc. blockieren die unzähligen Fussball- Handball- und Automobilthreads mit wüsten Anschuldigungen betreffend Wettbetrug, unfähigen Schiedsrichtern, Reglementschaos und überhaupt ungenügenden Dopingkontrollen. Auch wenn danach überhaupt nicht gefragt wird. Vielleicht hilfts? - #5 12.02.2010 06:36 von
Hals und Beinbruch!
Da sind wir doch endlich mal einer Meinung. Leider kann es aber nicht gelingen, wie der Artikel ja ausführt. Gut aber dennoch, dass einige etwas weniger professionelle Doper schon in der Vorbereitung beim Doping erwischt und überführt wurden und daher, abgesegnet durch ordentliche Gerichte, gar nicht erst zu den Olympischen Spielen fahren durften!
- #6 12.02.2010 06:38 von
- #7 12.02.2010 08:57 von Medien-Kritiker
Fußball??
Und Sie glauben ersnthaft, dass beispielsweise im Fußball nicht gedopt wird?
Ich schaue mir nach wie vor viele Sportarten gerne an, vielleicht nicht mehr mit dem selben Enthusiasmus wie früher aber ich genieße es trotzdem.Der Sport ist ein Spiegel der Gesellschaft, auch im normlalen Berufsalltag sind inzwischen viele gedopt und verschaffen sich so einen Vorteil gegeüber Konkurrenten.Vielleicht sogar mehr als im Leistungssport... - #8 12.02.2010 11:36 von
Natürlich wird auch im Fußball gedopt. Aber dort ist der konditionelle Anteil nicht so hoch zu gewichten, wie z.B. beim Skilanglauf oder Radfahren...
Freuen wir uns einfach auf ein großes sportliches Fest und lassen Sie uns die Diskussion so oft es möglich ist, auf die hervorragenden Leistungen konzentrieren! - #9 12.02.2010 13:17 von
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