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Hat der Radsport eine Zukunft?

Die WM in Stuttgart endete in einem peinlichen Desaster. Paolo Bettini siegte im Straßenrennen, dabei sollte der Italiener gar nicht starten dürfen. Kann man den professionellen Radsport noch retten? Wie müsste eine Neuanfang aussehen? Diskutieren Sie hier mit anderen Lesern.
  1. #1

    Klar, im Privatfernsehen zusammen mit anderen seriösen Sportarten, wie Bodybuilding, Wrestling, Poker, usw.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die WM in Stuttgart endete in einem peinlichen Desaster. Paolo Bettini siegte im Straßenrennen...
    Will doch wirklich niemand wissen, wer dieser Tage ein Radrennen gewinnt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann man den professionellen Radsport noch retten?
    Im klassischen "Radsport"-Sinne ganz klar nicht. Das letzte bisschen Vertrauen, das die sogenannten Profis, Offiziellen und Veranstalter den Ernst genossen, ist laengst verspielt worden.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie müsste eine Neuanfang aussehen?
    Indem man Radsport den "Sport"-Moniker aberkennt und ihn endlich zu dem erklaert was er schon lange ist: Entertainment, in dem alle Mittel erlaubt sind, aehnlich des US-Profi-Wrestling. Das haette zwar zur Folge dass der Radsport nicht laenger als Disziplin bei den olympischen Spielen gefuehrt werden kann, aber es hat andere Vorteile. Die Athleten koennen dopen bis ihnen die Medikamente aus den Ohren laufen, Veranstalter und Verbaende koennen sich ein Vermoegen an Doping-Tests sparen, und die Sponsoren brauchen sich keine Sorgen mehr um verlorene Glaubwuerdigkeit mehr machen.

    Aber es ist fuer alle Beteiligten ja einfacher zu glauben dass sich alles von selbst regeln wird. Deswegen wird auch nix passieren. Und naechstes Jahr, bei der Tour de France geht der gleiche Klamauk wieder von vorne los. Der einzige Unterschied ist, dass die Betroffenheitsphrasen besser sitzen, da sie ja dieses Jahr schon gut geprobt wurden.

    Wenn ich noch das geringste Interesse am Radsport haette, wuerd' ich mich echt aergern.
  3. #3

    The show mustn't go on anymore

    Nachdem der Radsport anscheinend unfähig ist, sich selbst zu reinigen, wäre es an der Zeit, daß wir, die Konsumenten, ihm eine Denkpause verordnen. Aber auch daran mag ich nicht mehr glauben, daß ein kommerziell signifikanter Prozentsatz von Fans existiert, der es so wie's läuft nicht haben will und daraus vor allem auch die Konsequenzen zieht.

    Für mich sind Radsportübertragungen passé und ob Scharping/MacQuaid/Stapleton und wie all diese Lichtgestalten heißen wirklich nicht können oder nur nicht wollen - es geht mir mittlerweile am Enddarm vorbei.
  4. #4

    bei der inoffiziellen Bodybuilding-Weltmeisterschaft, dem Mr. Olympia 2007, hat der Sieger gestern $155.000 eingestrichen, der 2. $90.000 und der dritte noch immer $60.000. Zusammen mit Gastauftritten, Sponsorverträgen und DVD-Deals verdient Ron Coleman mehr als eine Million Dollar im Jahr und in den Top 10 geht auch keiner unter einer 6stelligen Gage nach Hause. Da können die meisten olymp. Sportarten einpacken.
    Die bekanntesten Wrestler der WWF haben ihre Villen und Corvettes auch nicht geleast.

    Also sollen die "seriösen" Sportarten weiter ihre Athleten menschenunwürdigen Behandlungen aussetzen. Wer sich das gefallen läßt, hat es nicht besser verdient. Sollen die Doping-Fuzzis doch mal versuchen, bei einer der Profi-Bodybuilder eine Blutprobe zu nehmen ... ich glaube, die würden nachher einige Wochen aus der Schnabeltasse trinken.

    Wie man es richtig macht:
    * offiziell gleich keine Dopingtests wie im Bodybuilding
    * zwar grundsätzlich so tun als ob, aber die WADA-Kontrolleure gar nicht erst ins Land lassen so wie es China macht
    * oder hin und wieder für Alibi testen wenn die Athleten eh in der Trainingspause sind, so wie im Fußball.

    wer sind eigentliche diese "Doping-Jäger"? ehemalige Stasi-Mitarbeiter?
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die WM in Stuttgart endete in einem peinlichen Desaster.
    Peinlich ist nur, daß es noch Redakteure gibt, die dem Kindergartenalter nicht entwachsen sind und noch immer daran glauben, daß es dopingfreien Sport jemals geben könnte. Träumt weiter, das wird nie der Fall sein. Daher ist es blanke Heuchelei sich über Dopingfällen in irgend einer Sportart aufzuregen, das ist Teil des Geschäfts. Oder wollt Ihr belogen werden? (So wie es etwa im Fußball abläuft?)
  6. #6

    Ich verstehe diese Heuchelei mit dem Doping nicht, mit Traubenzucker und Wasser kommt man nicht mit 37 kmh über die Alpen oder mit fast 40 kmh durchs Schwabenländle!
    Es sollte jedem volljährigen Menschen freiestellt sein ob er unter ärztlicher Aufsicht dopen möchte, ansonsten sollte man alle Rekordlisten löschen!
  7. #7

    ... Bettini? das ist jetzt aber keine Marke für Abfalltüten.
  8. #8

    Zunächst mal : Der Radsport gliedert sich in viele Sportarten auf, die wenigsten Mountainbiker können etwas mit einem Rennrad anfangen und umgekehrt. Man sollte wenn dann vom Straßenradsport sprechen...

    Diese WM hat dem angeschlagenen Straßenradsport ungemeinen Schaden zugefügt, nachdem er sich nach der desaströses Tour de France schon nicht erholen konnte.
    Derzeit sind nur noch 3% aller neu verkauften Fahrräder in Deutschland Rennräder und die werden zumeist über den Fachhandel verkauft und sportlich genutzt. Diese Verkaufszahl sehe ich schon im Keller, wenn man sie mit den Verkaufszahlen übriger Typen vergleicht. 133.000 Stück in einem Jahr sind nicht viel und zum Vorjahr ist diese Zahl bereits um 7% gesunken. Die Zahlen sind zu 1997 kaum zu vergleichen, als durch Jan Ullrich und seinen Toursieg ein wahrer Boom ausgelöst wurde.

    Mit der Tour de France, Dopinggeständnissen und der hakeligen WM hat der Straßenradsport einen solchen Schaden erlitten, daß selbst viele Hobbyradsportler sich abwenden und auch auf die "Profi-Team-Editionen" der Rennräder verzichten werden und auch keine Teamtrikots usw. kaufen werden. Die UCI gerät immer mehr in die Kritik und das angesichts der Betonkopfmentalitäten vollkommen zurecht.

    Die Eurobike als Barometer fiel dieses Jahr verhalten gesagt mager aus, das zeigt ein weiter zurückgehendes Interesse beim Verbraucher (Hobbyradsportler).

    Es ist auch absehbar, das es in Zukunft durch den Imageschaden ein vorhandenes Nachwuchsproblem sich verschärfen wird. Das wird vielleicht nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre spürbar, aber sicherlich innerhalb der nächsten zehn Jahre sehr gravierend werden.

    Die Zukunft sieht alles andere als rosig aus. Dabei ist Radfahren eine der schönsten Sportarten überhaupt und zudem eine ideale Ergänzung der eigenen Mobilität.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die WM in Stuttgart endete in einem peinlichen Desaster. Paolo Bettini siegte im Straßenrennen, dabei sollte der Italiener gar nicht starten dürfen. Kann man den professionellen Radsport noch retten? Wie müsste eine Neuanfang aussehen? Diskutieren Sie hier mit anderen Lesern.
    Nein, die Chance für einen Neuanfang wurde komplett verspielt. Statt jungen Nachwuchs haben ALLE Länder wieder ehemalig Doper und solche mit schwebenden Verfahren starten lassen.
    Es wird bekannt, dass Spitzenfahrer mit den neuesten EPO-Varianten dopen, der UCI das entsprechende Testverfahren noch nicht anerkennt!

    Geht's nicht noch dümmer? Sind diese ganzen Protagonisten (Profis UND Funktionäre) so saudämlich oder so unglaublich arrogant? Dann sollte sie kein Unternehmen mehr sponsern!








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