Forum


 

Glauben Sie an eine unabhängige Vergabe der Fußball-WM?

Hochrangige Fußballfunktionäre stehen unter dem Verdacht, ihre Stimmen zur WM-Vergabe zu verkaufen. Schon in der Vergangenheit gab es Gerüchte um korrupte Fifa-Funktionäre. Glauben Sie, dass in der Fifa unabhängig entschieden wird?
  1. #200

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    es ist was komplizierter als wir gedacht haben.

    Eine Lex Sport gibts nicht, dafür eine Gesetzeslücke oder vielmehr ein Ermessensspielraum: Wenn es Dich wirklich interessiert, hier stehts:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/...1.8081715.html

    Vielleicht geht noch was. Ich weiss, dass auch viele Schweizer auf "Ihren" Blatter Sepp nicht besonders stolz sind!
    Sorry, hatte das aus der Paperausgabe des Tagi (Tagesanzeiger). Inhaltlich dürfte es aufs gleiche hinauslaufen. Hab auch die onlineversion gefunden: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/...story/30441582

    Da stehts deutlich weniger diplomatisch als in der NZZ (die ich persönlich allerdings auch nicht sonderlich mag. steh mehr auf die "linkere" variante)
  2. #201

    Zitat von ctulhu Beitrag anzeigen
    Sorry, hatte das aus der Paperausgabe des Tagi (Tagesanzeiger). Inhaltlich dürfte es aufs gleiche hinauslaufen. Hab auch die onlineversion gefunden: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/...story/30441582

    Da stehts deutlich weniger diplomatisch als in der NZZ (die ich persönlich allerdings auch nicht sonderlich mag. steh mehr auf die "linkere" variante)
    habs gelesen, jetzt auch im TA-online. Ich denke gleich ist die juristische Wertung (muss sie ja) selbst "linke Kräfte" wie der Grüne Vischer (nicht mit "F" ;-)) Im Parlament haben die Lücke nicht beachtet. Und wollen das jetzt nachholen. Man kann nachvollziehen, dass der einfache Politiker jetzt überrascht ist. Denn damals waren, 2004, die Korruption innerhalb der FIFA und der Sportbetrug im allgemeinen noch kein Top-Thema wie heute.

    Härter urteilt der Tagesanzeiger nur, wertend, in der Sache FIFA selbst. Auch für mich zu Recht! Diplomatischer ist die nzz schon und die online Ausgabe ist auch sachlich, international vor allem, viel besser als die Konkurrenz. Und ist TA-online nicht auch nur noch Teil eines Medienkonglomerates (tamedia), das auch schon "linker" war?

    Ich kann, von meinem auch eher linksliberalen Standpunkt aus, die "rechtskonservativen Regungen" bei der nzz schon herausfiltern. Ich find nzz-online besser als unsere deutschen "Premiummarken" wie zeit, faz und spiegel und lese sie regelmässig. Am liebsten "mische" ich sie mit dem SPON Forum ;-)
  3. #202

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    kannst Du das verlinken, mit der Lex Sport?
    Die Eingangs-Glaubensfrage dieses Threads ließe sich ja leicht mit einem einfachen "Ja" oder "Nein" beantworten...

    ... und da würde ich dann eher mit einem "Nein" antworten.

    Näher beleuchtet kommen wir dann zu Fragen der "Funktionärsmacht" - speziell - bei Organisationen mit großem Unterhaltungswert und noch größerem Medieninteresse.
    Das IOC hat ja auch schon derartige Fragen aufgeworfen.

    Die für mich zentrale Frage bei derartigen Korruptionsvorwürfen ist: "Wer hat dabei einen Schaden...?"

    Und über den "bauernschlauen Pragmatismus" unserer alemannischen Brüder südlich des Rheins und Bodensees brauchen wir ja nun wirklich nicht allzu lange zu diskutieren. ;-)
  4. #203

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    habs gelesen, jetzt auch im TA-online. Ich denke gleich ist die juristische Wertung (muss sie ja) selbst "linke Kräfte" wie der Grüne Vischer (nicht mit "F" ;-)) Im Parlament haben die Lücke nicht beachtet. Und wollen das jetzt nachholen. Man kann nachvollziehen, dass der einfache Politiker jetzt überrascht ist. Denn damals waren, 2004, die Korruption innerhalb der FIFA und der Sportbetrug im allgemeinen noch kein Top-Thema wie heute.

    Härter urteilt der Tagesanzeiger nur, wertend, in der Sache FIFA selbst. Auch für mich zu Recht! Diplomatischer ist die nzz schon und die online Ausgabe ist auch sachlich, international vor allem, viel besser als die Konkurrenz. Und ist TA-online nicht auch nur noch Teil eines Medienkonglomerates (tamedia), das auch schon "linker" war?

    Ich kann, von meinem auch eher linksliberalen Standpunkt aus, die "rechtskonservativen Regungen" bei der nzz schon herausfiltern. Ich find nzz-online besser als unsere deutschen "Premiummarken" wie zeit, faz und spiegel und lese sie regelmässig. Am liebsten "mische" ich sie mit dem SPON Forum ;-)
    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaub, der Artikel betraf auch den IOC. Schließlich siedeln die in Lausanne. Und diverse andere Dachverbände, die hier ihr zuhause haben.

    Was die Unwissenheit anbetrifft, kann man es getrost vergessen. Daran glauben die wenigstens Schweizer. Iss eh nur ein Ritual der Politiker. Oder warum hat man ausgerechnet den Sport "vergessen" miteinzubeziehen?

    Kann bzgl. des Onlineauftrittes beider Zeitungen wenig sagen. Bei der Papervariante iss mir der TA klar lieber. Auch, weil er nen Sportteil hat :D
  5. #204

    Korruption gehört zum Tageschäft, auch in der FIFA und OK, leider

    Gruezi! Seit Jahren umwabern die FIFA Korruptionsvorwürfe. Als in Zug die Sportvermartfirma ISSL pleite ging, kam ans Tageslicht, dass Schmiergelder weit über 100 Millionen SFR (!) an Funktionäre bezahlt wurden.
    Irgend eine Reaktion seitens der FIFA unter ihrem Chef Blatter? Fehlanzeige auf der ganzen Linie. Heute erfahren wir aus den Medien, dass auch das OK (Olymp. Komitee) von Korruption betroffen ist.

    Wir können nur Kopfschüttelnd zusehen, wie die Herren ausserhalb Europas die schwarzen Moneten einkassieren. Betrüblich oder logisch dass ausgerechnet die FIFA-Zentrale in Zürich ist, und der Chef ein waschechter Walliser ist? Nachvollziehbar, Geld zieht Geld an, von dieser Warte aus betrachtet ist die FIFA schon am richtigen Ort plaziert. Unser kleines Land ist die Schalt- und Machtzentrale globaler Finanzströme, Tendenz zunehmend. CH-Banken verwalten volle 25% weltweiter Vermögen, unvorstellbar aber wahr. Nicht D- nein- in der CH fallen die Würfel der FIFA, weil König Fussball ein Milliardengeschäft geworden ist.

    Wie immer und überall, wo derartige Gewaltssummen, (MILLIARDEN Euros) in Sachen Sport auf Konten fliessen, ist die Korruption nicht weit. Vergessen wir eins nicht: nur gerade in Europa verhalten sich die Fussballverbände einigermassen korrekt. Das heisst jedoch bei weitem nicht, dass keine Schmiergelder bei uns bezahlt wurden oder werden. Die EM in Polen und der Ukraine wurde offenbar auch nicht ganz sauber vergeben, aber wo kein Kläger, auch kein Richter.

    Völlig naiv, wer daran glaubt, dass ein neuer FIFA-Präsident über Nacht den Augiasstall ausmisten könnte. Kann er niemals, weil 208 Landesverbände andere moralische Wertvorstellungen haben,als unsereins. Wer je einmal in seinem Leben Afrika bereiste, wie meine Wenigkeit, weiss genau, dass schmieren und salben am richtigen Ort alle Türen öffnet.

    Das war schon immer so und wird es auch bleiben. Narr, wer Dritte-Welt Ländern mit dem Moral-Zeifefinger droht. Das ist nicht schön, ist aber eine Tatsache.
  6. #205

    FIFA als Monopolist des weltweiten Fußballs - ein Autokrat

    Klar ist, dass der Sport bei der FIFA seit längerem zur Nebensache geworden ist und der Kommerz an erster Stelle steht. Auch bei der aktuellen Weltmeisterschaft in Südafrika ist dieser Status quo deutlich zu erkennen. Sämtliche Einahmen aus Sponsorenverträgen und TV-Übertragungsrechten fließen nicht in den südafrikanischen Haushalt und sozialen Projekten des Ausrichterlandes, sondern ausschließlich in die Kassen der FIFA nach Zürich. Die Kriterien eines WM-Zuschlages sind daher mehr fragwürdig als transparent. Anbei möchte ich einen Artikel empfehlen, der schon die ungerechten Rahmenbedingungen erläutert. Denn wenn es extern bereits unausgewogen ist, dann ist es intern umso stärker der Fall: http://2010sdafrika.wordpress.com/20...ifa-verarscht/.
  7. #206

    Die Verbände geben doch selbst zu, dass sie sich gegenseitig unterstützen um so selbst stimmen zu bekommen.
    Eine unabhängige Bewertung gibt es nicht.
    Ich hoffe dennoch, dass letztendlich pro Fans entschieden muss. Dann kann die WM nur nahc England gehen:
    Fußballbegeisterung im Land, Weiternutzung der Stadien nach der WM, Infrasrkuktur, gutes Klima, Tradition und humane Anstoßzeiten!
    Fußballherz was willst du mehr?

    Nur sein Bier muss man sich selber mitbringen.;-)
  8. #207

    Ich lese von vier unterschiedlichen Wettanbietern, dass der Favorit für die Ausrichtung der WM 2018 England sein soll. Mit Abstand. Gefolgt von Russland. Dann erst die iberische Kombi und zu guter letzt und weit abgeschlagen die Gutlichter.

    Trotzdem sagt mir mein Bauchgefühl, dass es anders kommen wird und dass Herr Villar alles daran gesetzt haben wird, dass die WM auf die iberische Halbinsel gelangt. Es ist ein offenes Geheimnis, dass da insbesondere in Qatar nachgeholfen wurde, in Südamerika sowieso. Villar cum laude. Hier kennt man ihn. Es ist zwar nicht anzunehmen, dass die anderen Kandidaten das Votum gänzlich dem Schicksal überlassen, da haben sicherlich alle einigen Dreck am Stecken (womöglich mit Ausnahme der Gutlichter), aber es verwundert mich trotzdem, dass die Wettquoten für eine WM 2018 in England etwa 2,5-mal so schlecht sind wie die für Spanien (etwa 2,1:1 für England versus etwa 5:5:1 für Spanien). Dazwischen noch etwa 2,5-3,5:1 für Russland. Mich überrascht das. Ab 16 Uhr live auf den Heimatsendern unseren Vertrauens wissen wir mehr.

    Ich kann mir ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen England und Russland jedenfalls nicht vorstellen. Für mich steht fest, dass erst Holland/Belgien den Hut nehmen, dann Russland und dann ein Schlagabtausch zwischen England und Spanien stattfindet. Und für 2022? Australien? Mit schicker, beinahe maximaler Zeitverschiebung, Gottlob.
  9. #208

    Zitat von Schwabenpower Beitrag anzeigen
    Ich lese von vier unterschiedlichen Wettanbietern, dass der Favorit für die Ausrichtung der WM 2018 England sein soll. Mit Abstand. Gefolgt von Russland. Dann erst die iberische Kombi und zu guter letzt und weit abgeschlagen die Gutlichter.

    Trotzdem sagt mir mein Bauchgefühl, dass es anders kommen wird und dass Herr Villar alles daran gesetzt haben wird, dass die WM auf die iberische Halbinsel gelangt. [...]
    Bewarb sich der englische Verband nicht schon für 2006? Erfolglos, wie wir ja wissen. Für England könnte auch sprechen, dass dessen letzte und einzige WM jetzt immerhin schon 44 Jahre zurückliegt, diejenige Spaniens aber "nur" 28 Jahre, England also eher mal wieder dran wäre. Könnte diese einfache Erwägung für die Wettquoten verantwortlich sein?
  10. #209

    Zitat von ray05 Beitrag anzeigen
    Bewarb sich der englische Verband nicht schon für 2006? Erfolglos, wie wir ja wissen. Für England könnte auch sprechen, dass dessen letzte und einzige WM jetzt immerhin schon 44 Jahre zurückliegt, diejenige Spaniens aber "nur" 28 Jahre, England also eher mal wieder dran wäre. Könnte diese einfache Erwägung für die Wettquoten verantwortlich sein?
    Mit Sicherheit auch. Und die Tatsache, dass Blatter eigentlich keine Gemeinschaftsbewerbungen (zwei Länder als Ausrichter) haben möchte.


TOP



TOP