Ich hab grad in das Spiel Mexico - England reingeschaltet. Ab der 75. Minute war ich dabei.
Ich habe versucht mich dem Thema vorurteilsfrei zu nähern, obwohl das schwer fällt. Die Berichterstattung ist auf einem wahnsinnig hohem Niveau. Klar ist sie das bei den Männern auch, aber geschätzte 40% der Deutschen mögen den Sport. Das kann man über Frauenfußball so sicher nicht sagen. Naja, wie auch immer.
Diese gut 15 Minuten waren wahrhaftig nicht ernstzunehmen. Kein Paß kam bei den Mitspielerinnen an. Mich hat es persönlich etwas an Flipper erinnert. Die englische Torwärtin kriegt nichtmal eine absolut fehlgegangene Flanke mit beiden Händen gefangen, sondern lässt ihn fallen und fällt noch selber halb über den Ball.
Es war spielerisch einfach nicht gut. Von mir aus ist Frauenfußball ein anderer Sport. Aber man weiss wie die Pässe und Schüsse gemeint sind und sieht, wo sie in Wirklichkeit hingehen. Ich war immer zwischen Lachen und Weinen hin- und hergerissen.
Fazit:
A: Die ersten 75 Minuten sind viel besser gewesen und es ist irgendwie konditionell bedingt. -> Spielzeit sollte gekürzt werden.
B: Frauenfußball hat noch einen weiten! weiten! Weg vor sich, bis er eine wirklich interessante Sportart wird. Ich werde dem nicht im Wege stehn...
PS: Auch die Frauen fassen sich bei leichten Luftzügen von Extremitäten der Gegenspielerin ins Gesicht und fallen vom Blitz getroffen zu Boden (zumindest eine). Das ist also kein rein männliches Phänomen.



