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Fußball - sollen deutsche Spieler während der EM in Polen die Gedenkstätte in Auschwi

Die kommende Fußball-Europameisterschaft wird in Polen und der Ukraine ausgetragen. Ist es richtig und wünschenswert, wenn deutsche Nationalspieler im Rahmen dieser Veranstaltung die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers in Auschwitz besuchen? Oder böte dieser Besuch aus dem sportlichen Anlass heraus einen eher zwiespältigen Eindruck?
  1. #10

    Gerne nach der EM. Während - definitives nein.

    Aus simplen Grund - jeder normale Mensch fällt erstmal in ein tiefes Loch, nach dem er Auschwitz besucht hat. Da Fussballer auch nur Menschen sind, wird sie das sicherlich treffen.

    Wir fahren zur EM, um Erfolg zu haben. Da sollten nunmal Ereigenisse, die diesen Gefährden, einfach vermieden werden...
  2. #11

    Vorher auf keinen Fall!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die kommende Fußball-Europameisterschaft wird in Polen und der Ukraine ausgetragen. Ist es richtig und wünschenswert, wenn deutsche Nationalspieler im Rahmen dieser Veranstaltung die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers in Auschwitz besuchen? Oder böte dieser Besuch aus dem sportlichen Anlass heraus einen eher zwiespältigen Eindruck?
    Das schließt sich aus. Man kann nicht eine derartige Gedenkstätte besuchen und anschließend jubelnd über den Platz laufen und sich feiern lassen wenn man als Spieler die Kugel ins Netz knallt. Noch eignet es sich bei einem derartigen Besuch mit viel Pressebegleitung daraus eine Schowveranstaltung zu machen. Wenn der Rummel vorbei ist kann das gemacht werden, aber dann bitte in aller Stille und ohne tamtam.
  3. #12

    Zitat von bosemil Beitrag anzeigen
    Das schließt sich aus. Man kann nicht eine derartige Gedenkstätte besuchen und anschließend jubelnd über den Platz laufen und sich feiern lassen wenn man als Spieler die Kugel ins Netz knallt. Noch eignet es sich bei einem derartigen Besuch mit viel Pressebegleitung daraus eine Schowveranstaltung zu machen. Wenn der Rummel vorbei ist kann das gemacht werden, aber dann bitte in aller Stille und ohne tamtam.
    2015 anlässlich zur 100jährigen wiederkehr der Schlacht um Gallipoli wird eine Abordnung der "Australian Rugby Leauge" und "New Zealand Rugby League" die Gedenkstätte besuchen. Am Abend wird zu Ehren der gefallen ein Spiel zwischen den beiden Ländern in Istanbul ausgetragen.
  4. #13

    geht doch!

    Zitat von RugbyLeaguer Beitrag anzeigen
    2015 anlässlich zur 100jährigen wiederkehr der Schlacht um Gallipoli wird eine Abordnung der "Australian Rugby Leauge" und "New Zealand Rugby League" die Gedenkstätte besuchen. Am Abend wird zu Ehren der gefallen ein Spiel zwischen den beiden Ländern in Istanbul ausgetragen.
    Das ist cool! 100 Jahre sind natürlich weiter weg als 70. Aber dennoch: Sport kann es bringen! Ich erhoffe mir in weniger als 100 Jahren eine (freundschaftliche) Partie zwischen der Türkei und Kurdistan, eine zwischen Indien und Pakistan (gabs die ev. schon?) oder zwischen Nord- und Südkorea. BRD - DDR ging ja auch schon 74;-)
  5. #14

    Zitat von Ihr5spieltjetzt4gegen2 Beitrag anzeigen
    Das alles ist Politik, und nicht die schlechteste. Daraus resultiert für mich, dass ein Besuch der Gedenkstätte Auschwitz durch eine Delegation des DFB im Rahmen der EM angezeigt und auch im Sinne des DFB ist. Ich denke, dass aufgrund der Reiseumstände (es handelt sich um ein Turnier mit großen Reisestrecken und nicht um ein Freundschaftsspiel gegen Polen in Krakau) eine kleine, aber gewichtige Delegation angemessen wäre. DFB-Präsident, Teammanager, Bundestrainer, Mannschaftskapitän, 2 oder 3 weitere Spieler wie Klose, Schweinsteiger, Podolski oder Khedira. Wenn der Besuch gleich zu Beginn stattfände, wäre er auch organisatorisch vielleicht am besten zu integrieren.
    warum nicht...
    es soll nicht nur gedacht werden, es soll auch gemahnt werden,
    gegen Nationalismus und Rassismus und Gewalt,
    nicht nur stumpfsinnig abgelesen,
    denn ausgerechnet in Krakau sieht es so ziemlich düster aus,
    was das Fussbalalltaggeschäft angeht,
    eine Kostprobe ? Hooligans in Krakau: Mit Messern und Macheten - SPIEGEL ONLINE
    Was aber im voraus positiv stimmt, dass hoffentlich Kaczynski die EM boykotiert, auch in Polen, und keine neue Schergen für seine Aufmärsche "rekrutiert"....
  6. #15

    Zitat von RugbyLeaguer Beitrag anzeigen
    2015 anlässlich zur 100jährigen wiederkehr der Schlacht um Gallipoli wird eine Abordnung der "Australian Rugby Leauge" und "New Zealand Rugby League" die Gedenkstätte besuchen. Am Abend wird zu Ehren der gefallen ein Spiel zwischen den beiden Ländern in Istanbul ausgetragen.
    auch @ ray4912

    Eine ehrenwerte Geste, sicherlich. Hat wahrscheinlich etwas mit angelsächsischem Verständnis von Respekt vor dem ehemaligen Gegner zu tun. British sportsmanship.

    Zur Erinnerung:
    Bei der Schlacht um Gallipoli handelt es sich eben um eine Schlacht des Ersten Weltkrieges. Truppen der Entente-Mächte griffen die zum Osmanischen Reich gehörende Halbinsel Gallipoli und die darauf stationierten Truppen an, um die Kontrolle über die Dardanellen zu erlangen und somit Waffenlieferungen an ihren russischen Verbündeten zu gewährleisten. Eine hart geführte Schlacht mit vielen Verlusten auf beiden Seiten. Mann gegen Mann, Artillerie gegen Artillerie, Kriegsschiff gegen Kriegsschiff. Die Briten setzten sehr viele australische und neuseeländische Freiwilligenverbände ein. Letzten Endes mussten sich die Entente-Truppen geschlagen zurückziehen Zu Ehren der zahlreichen Gefallenen wird heute noch in Australien und Neuseeland der ANZAC Day als nationaler Feiertag begangen. Auf türkischer Seite kämpfte als Offizier der spätere große Kemal Atatürk.
    Viele Denkmäler erinnern auf der Halbinsel an die Gefallenen der verschiedenen Nationen.

    Fragen:
    Welche Schlacht wurde bei Auschwitz geschlagen? Welche Gegner standen sich im Kampf Mann gegen Mann dort gegenüber? Welche Bewaffnung gab es auf welchen Seiten? Wie fair gingen die Gegner miteinander um? Wer sollte heute zu wessen Ehren dort ein Freundschaftsspiel austragen?

    Mal darüber nachdenken:
    Auschwitz ist nicht Gallipoli, noch nicht einmal Verdun, Stalingrad oder Iwojima. Ja, noch nicht einmal Hiroshima oder Nagasaki. In Auschwitz wurde kein Krieg geführt. Kein fairer, kein schmutziger. In Auschwitz starb die Menschlichkeit.
  7. #16

    Nicht zur EM

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die kommende Fußball-Europameisterschaft wird in Polen und der Ukraine ausgetragen. Ist es richtig und wünschenswert, wenn deutsche Nationalspieler im Rahmen dieser Veranstaltung die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers in Auschwitz besuchen? Oder böte dieser Besuch aus dem sportlichen Anlass heraus einen eher zwiespältigen Eindruck?
    Erstaunlich, dass diese Frage gestellt wird. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sollte aufgrund der aktuellen Entwicklung in der Ukraine auf ihre Teilnahme an der gesamten Europameisterschaft verzichten. Das hätte tiefgreifende Wirkung.
  8. #17

    Hähh?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die kommende Fußball-Europameisterschaft wird in Polen und der Ukraine ausgetragen. Ist es richtig und wünschenswert, wenn deutsche Nationalspieler im Rahmen dieser Veranstaltung die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers in Auschwitz besuchen? Oder böte dieser Besuch aus dem sportlichen Anlass heraus einen eher zwiespältigen Eindruck?
    Ich sehe Khedira, Özil, Boateng, Cacau und Mario Gomez bereits, wie sie sich in Auschwitz für die Sünden und Schlechtigkeit ihrer Väter entschuldigen.
    Bemerkt eigentlich noch jemand die Absurdität dieses Vorschlags?
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die kommende Fußball-Europameisterschaft wird in Polen und der Ukraine ausgetragen. Ist es richtig und wünschenswert, wenn deutsche Nationalspieler im Rahmen dieser Veranstaltung die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers in Auschwitz besuchen? Oder böte dieser Besuch aus dem sportlichen Anlass heraus einen eher zwiespältigen Eindruck?
    Die sollen Fussball spielen, verdammt noch mal.
    Wie masslos überhöht der Fussball mittlerweile in der Gesellschaft ist, sieht man doch daran, dass der G8 Gipfel, statt Politik zu machen Fussball gesehen hat. Warum machen wir den Schmierenkönig
    S. Blatter nicht zum Weltenklenker Nummer 1?
    Journalisten müssten sich langsam mal zurückhalten bei der Berichterstattunng, das gilt selbstverständlich auch für den Spiegel.
    Es ist der Wahnsinn wie sich Hartz IV Empfänger an Erfolgen von kickenden Millionären derart hochziehen können. Das hat mit "Brot und Spiele" nichts mehr zu tun, das grenzt schon an Götzenanbetung.
    Es wird Zeit, dass dieser Sport wieder auf den Boden zurückkommt.
    Deshalb gibt es für den DFB auch nur zwei Möglichkeiten für das Relegationsspiel D-dorf vs. Hertha. Entweder Wiederholung auf neutralem Platz ohne Zuschauer oder, noch besser, beide Mannschaften in die zweite Liga und Aufstieg des Vierten der zweiten Liga.
  10. #19

    Keine Verknüpfung mit Politik

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    Nein. Es wäre/ist m. M. n. nicht richtig. Sport muss für sich gelten dürfen, und es darf keine Verknüpfungen mit Politik, Historie oder Gesamtgesellschaftlichen Themen geben!
    Aber es gibt auch den "zivilen" Sportler, der durchaus, seinem Wunsche folgend, dorthin gehn kann, nicht muss. Ich bin davon überzeugt, dass man in Polen auch nicht derartiges Verhalten wünscht.
    M.E. ist diese Ansicht naiv, denn Sport findet nicht im Vakuum statt.

    Es dürfte kein Politiker einem wichtigen Spiel bewohnen, kein Staat dürfte eine Bewerbung seines Landesverbandes für Welt- und Regionalmeisterschaften in irgendeiner Sportart unterstützen, Sportförderung würde isch permanent in einer moralischen Grauzone bewegen...

    Und der "zivile" Sportler, der also für bestimmte Zeiträume seine Eigenschaft, Nationalspieler zu sein, "wegzaubern" kann, wäre ja eine gespaltene Persönlichkeit.
    Genauso wie z.B. Ex-BuKa Schröder, der ja wahrscheinlich als "Privatmann" für Gazprom arbeitet und dessen Anstellung natürlich überhaupt nichts mit seiner Arbeit als Bundeskanzler zu tun hat.


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