Forum: Sport
Die Tour de France - wer macht 2012 das Rennen?
Es ist wieder soweit, mit der Tour de France startet das wichtigste Radrennen der Welt. Was glauben Sie: Wird die Tour dieses Jahr ohne Doping-Skandale auskommen? Und wer triumphiert am Ende im gelben Trikot?
- #300 21.07.2012 18:31 von
Voraussichtlicher Tour-Sieger Wiggins: Der Triumph steckt im Detail
Getty ImagesAm Sonntag wird Bradley Wiggins nach seinem Triumph im Zeitfahren wohl als erster Brite die Tour de France gewinnen. Das Gelbe Trikot sei das logische Ergebnis vieler kleiner Details, sagt Edelhelfer Christopher Froome. Doch auch die konsequente Strategie des Teams brachte den Erfolg.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,845637,00.html - #301 21.07.2012 19:25 von
Wer zwingt Sie, die Tour zu verfolgen? Und wie halten Sie es mit den anderen Sportarten? Wenn Sie dopingfreien Sport verfolgen wollen, dann sollten Sie Tonscheibenschiessen anschauen. Bei Synchronschwimmen bin ich mir schon nicht mehr ganz sicher. Ob das spannend ist, bleibt Ihnen überlassen.
Mich ödet diese Stigmatisierung des Radsports ziemlich an. Diese Kommentare von kartoffelchipsessenden Chouchrittern sind arrogant und selbstgefällig. In jedem Leistungssport wird gedopt. Nur gibt es dort keine Hexenjagd wie im Radsport. Oder wurden Fussballprofis schon mal um 5 Uhr morgens aus dem Hotelzimmer abgeholt? - #302 21.07.2012 20:18 von
Eben nicht!
Dieser Sport ist keinesfalls heruntergekommen, allenfalls die Tour! Sie können unmöglich den gesamten Radsport über einen Kamm scheren. Im Gegenteil, Jedermannrennen boomen wie nie zuvor, noch nie sind so viele Räder verkauft worden wie in den vergangenen 10 Jahren. Wenn man sich die Begeisterung hier in Hamburg heute beim Triathlon anschaut, bei den Cyclassics oder dem Velothon in Berlin, den hunderten RTFs, die jährlich in Deutschland stattfinden, dann liegen Sie total daneben. Halb Fahrrad-Deutschland reist inzwischen mindestens einmal im Jahr zum Biken nach Mallorca und der ganze Boom wurde hierzulande ausgerechnet von einem gedopten Radler aus Rostock ausgelöst. Mich hat der Virus vor 12 Jahren ebenfalls erwischt. Es ist traurig, dass der Profi(!)-Radsport ist, wie er ist, keine Frage. Aber wenn ausgerechnet die dunkelsten Jahre der Tour tausende Menschen aufs Rad gebracht haben, dann war das nicht schlechter als die Langweiler-Tour 2012. Die haut beileibe keinen Chipsfresser vom Sofa.
- #303 21.07.2012 20:39 von
Wer wen?
Wen Sie da anböbeln, sind die Konsumenten, die diesen Doping-Sport durch ihr Geglotze finanzieren. Im übrigen stigmatisiert sich der Radrennsport selbst. Nicht die chipsfressenden Couchritter sind schuld, sondern die Protagonisten des Radsports, die offenbar fast ohne Ausnahme dopen. Dieser Sport ist kaputt. Das gilt - da gebe ich Ihnen Recht - natürlich auch für Leichtathletik und Co. Es ist lächerlich, dass auch die bald beginnenden Doping-Spiele überhaupt im Fernsehen übertragen werden.
- #304 21.07.2012 20:45 von
Ziemlich arrogant und selbstgefällig, Ihr Kommentar! Woher wissen Sie denn, dass diese Kritiker "Kartoffelchips essende Couchritter" sind?
Zum "Sport": Ich sehe keine Stigmatisierung seitens Aussenstehender. Viele direkt Beteiligte des Profi-Radsports haben selbst für diese Fokussierung gesorgt. Bereits in einem anderen Kommentar habe ich mich zum Thema Doping wie folgt geäußert: Wenn der Sport angeblich wirklich sauber geworden ist, dann sollte es doch kein Problem sein (logistisch und finanziell schon gar nicht), VOR und NACH jeder Etappe, von JEDEM Fahrer Urin- und Blutproben zu nehmen. Diese werden dann in A-, B- und C-Proben unterteilt. Die C-Probe wird mindestens 10 Jahre aufgehoben, um mögliche "Neuentwicklungen" später noch entdecken zu können, bzw. mit verbesserten Messmethoden später noch einmal zu prüfen. Wer erwischt wird, bekommt lebenslange Sperre und muss, ALLE Prämien, Kosten und Zuwendungen aus eigener Tasche zurückzahlen. Ebenso darf es bzgl. Siegerlisten keine Zeitbeschränkungen/Verjährungsfristen mehr geben. Wer 20 Jahre nach einem Sieg erwischt wird, dem wird öffentlich mit möglichst großem Rummel ALLES aberkannt. Das soll von mir aus auch beim Schwimmen, bei der Leichtathletik und sonst wo gelten. Wenn alle plötzlich 3 cm tiefer stehen, sieht auch keiner besser - es sei denn, es gibt wirklich noch Menschen, die ohne jegliche Hilfsmittelchen sportliche Höchstleistungen vollbringen - aber es fördert die Glaubwürdigkeit an einen idealistischen Sportsgeist. - #305 22.07.2012 07:36 von
Sie haben garnichts verstanden von dem, was ich gesagt habe.
Natürlich wird im Radsport gedopt ohne Ende. Das weiss jeder, der selbst Rad fährt. Auch Wiggins hat seine Mittelchen intus. Sind Sie schon mal bis 200km mit einem 44er Schnitt gefahren? Und das 3 Wochen lang? Das hält kein Mensch aus. Die wenigen, die sauber sind, steigen nach einer oder zwei Wochen aus. Und nicht immer nur wegen Verletzungen, sondern weil sie platt sind.
Sie sagen, so ganz nebenbei: "Das soll von mir aus auch beim Schwimmen, bei der Leichtathletik und sonst wo gelten". Ja, genau darum geht es. Das soll genau dort auch gelten. Was glauben Sie, warum es immer häufiger vorkommt, dass ein Fussballspieler mal so umfällt im Spiel oder beim Training und reanimiert werden muss? Die sind alle abgefüllt.
Aber nein, jedes Jahr bei der Tour geht es nur und ausschliesslich um Doping. Alle anderen "zufällig" entdeckten Dopingfälle in anderen Sportarten sind natürlich Einzelfälle.
Und ja, der chipsfressende Couchritter macht da gerne mit. Man schwimmt mit dem Strom und darf was sagen, von dem man anscheinend keine Ahnung hat. - #306 22.07.2012 08:07 von
Details
Herzlichen Glückwunsch zum Artikel "Der Triumph steckt im Detail" - er ist sehr aufschlussreich.
"...bessere Regenrationsmethoden,..." - werden unerlaubte Substanzen genutzt, um die Regenerationsfähigkeit der geschundenen Körper zu beschleuingen?
Zu Stahlfeuer:
Effektiver wären in dem Zusammenhang mehrmalige tägliche Kontrollen (eine Mittags und eine um Mitternacht) in den Pahsen der Saisonvorbereitung und in den Zeiträumen zwischen den Rennen. Die Proben sollten lebenslang eingelagert werden und jederzeit mit neuesten wissenschaftlichen Methoden analysiert werden können, was die von Ihnen skizzierten Konsequenzen nach sich ziehen sollte.
Zum Thema Jedermannrennen: Jedermann kann doch unkontrolliert dopen, wie er möchte. Welcher Anfang 40-Jährige ist nicht ehrgeizig und möchte eine respektable Zeit beim Marathon, Jedermann-Radrennen oder Ironman erlangen? Und gibt es keine Ärzte, die auch für Jedermann (und für Jedermanns Geld) einen Trainingsplan unter Berücksichtigung von Dopingkuren erstellen? Fast die gesamte EPO-Produktion weltweit wird NICHT für Kranke verwendet - wo bleibt der Rest?
Ausdauersportarten sollten nur noch von Pharmaunternehmen gesponsort werden. - #307 22.07.2012 09:22 von
Das sind zwar hilfreiche Ansätze, reichen aber lange noch nicht.
Um diese ständigen Kontrollen (mehrmals täglich) garantieren zu können, sind natürlich alle Leistungssportler in geeigneten Lagern zu internieren. Vielleicht wird ja demnächst doch noch eine geeignete Immobile auf Kuba frei. Ansonsten haben die Deutschen und die Russen da einschlägige Erfahrungen.
Und um den Nachweis von Dopingmitteln wirklich ordentlich durchführen zu können, sollten die drei Erstpltzierten jeder Tour-Etappe einer vollständigen Autopsie unterzogen werden.
Auch bei der Bestrafung, die ja auch abschreckend wirken soll, könnte man sich an Vorbildern aus der Geschichte orientieren. Im Film "Fluch der Karibik" wird da ziemlich am Anfang ein gutes Beispiel gezeigt. Genauso wie damals die erwischten Piraten sollte man die Körper überführten Doper an geeigneten Orten, z.B. Stadien, Zielschildern der Tour, öffentlich zur Schau stellen. Denn schließlich handelt es sich ja beim Doping um das schrecklichste, abscheulichste vorstellbare Verbrechen, das man sich vorstellen kann. Da muss schon mit aller Härte dagegen vorgegangen werden, ohne jede Rücksicht auf so lächerliche Weicheier-Einfälle wie Menschenrechte, Rechtsstaat oder so. - #308 22.07.2012 09:28 von
Sorry
Aber die die hier nach noch mehr Kontrollen schreinen zeigen mal wieder das sie keine Ahnung haben. Ich glaube es keinen Leistungsport der so detailiert und oft Kontrollen unterliegt wie der Radsport. Sowohl angemeldete als unangemeldet. Der Athlet muss anfang des Jahres einen Zeitplan der UCI vorlegen wo er an angeben muss an welchen Tag er wo anzutreffen ist. Ausserdem werden die Sportler unangemeldet auch Nacht oder früh aus den Schlaf gerissen. Wir sollten doch nicht vergessen das wir es mit Menschen zu tun haben und ihnen noch einen Rest Würde lassen.
- #309 22.07.2012 09:54 von
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