DFB contra Bundesliga-Clubs?

Die Nationalmannschaft ist endlich wieder konstant erfolgreich, doch die deutschen Clubs geben in den europäischen Ligen ein schwaches Bild ab. Ist der Vorstoß von Oliver Bierhoff, einen runden Tisch anzuregen, richtig oder vermessen? Ist es die Aufgabe des DFB-Trainerstabs, die Nationalspieler für Ihre Vereine moralisch aufzubauen, wie zuletzt im Fall Podolski? Was könnten die Clubs zu einem entspannteren Verhältnis mit dem DFB beitragen?
  1. #1

    Ich weiß nicht ewas Oliver Bierhoff mit seinem runden Tisch bewirken will. Glaubt er im Ernst daß die Vereine hingehen, von ihm belehren lassen und dann mit einer gemeinsamen Philosophie die Bundesliga praktizieren ? Werden kein Trainer mehr entlassen, wenn er ein Paar mal offensiv spielen läßt und verliert ? Selbst wenn Bierhoff recht hätte, und selbst wenn der DFB-Trainerstab mit dem Serien-Gewinn der EM und WM Titel als Argument in die Runde gehen würden, werden die Vereine nie öffentlich belehren lassen. Wenn überhaupt, dann tun sie heimlich dies anwenden.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was könnten die Clubs zu einem entspannteren Verhältnis mit dem DFB beitragen?
    Sicherlich nicht mit der Taktik, die Rudi Völler gerade versucht.
  3. #3

    Der DFB hat gute Leute. Die Vereine sind gut beraten, mit Löw und Co. zusammenzuarbeiten.
  4. #4

    Zitat von nephrom Beitrag anzeigen
    Sicherlich nicht mit der Taktik, die Rudi Völler gerade versucht.
    Und da reden alle immer über den Uli...

    Zum Thema: Ein Herr Bierhoff und ein Herr Löw sollten und dürfen sich nicht in die Belange der Vereine einmischen.
  5. #5

    Zitat von Mike_D Beitrag anzeigen
    Und da reden alle immer über den Uli...

    Zum Thema: Ein Herr Bierhoff und ein Herr Löw sollten und dürfen sich nicht in die Belange der Vereine einmischen.
    Wer redet denn von einmischen?
    Unter einem "runden Tisch" verstehe ich eine Gesprächsrunde in der man bestimmte Dinge analysiert und versucht Verbesserungsmöglichkeiten und neue Wege zu suchen, von denen alle Parteien (DFB+Vereine) profitieren können.
  6. #6

    Konzepte sind gefordert

    Rudi Völler hat erneut bewiesen, dass komplexe Aufgaben und ihre Diskussion seine Sache nicht sind.
    Seine stratgegischen, konzeptionellen und visionären Fähigkeiten sind begrenzt.
    Das Einzige, was Bierhoff vorgehalten werden kann, ist, dass er seine Forderungen über die Presse geäußert hat. Dies ist taktisch unklug und für sein Ansinnen kontraproduktiv.
  7. #7

    Rudi Völler

    Da hat die weisse Feder mal einen neuen Kriegsschauplatz. Der eigene Verein dümpelt seit Jahren im Nirwana. Welchen Job füllt R.V. bei Bayer eigentlich aus? Ist er für die sportliche Leistung nicht verantwortlich? Mit seinen Sprüchen schafft er es noch nicht einmal, seinen verbiesterten Trainer zum Lachen zu bringen. R.V kann es nicht verknusen, das die Nationalmannschaft mit herzerfrischendem Fußball begeistert. Dabei war er doch mit seinem Angsthasenfußball (Vizeweltmeister) sogar noch erfolgreicher!
  8. #8

    Zitat von le67 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht ewas Oliver Bierhoff mit seinem runden Tisch bewirken will. Glaubt er im Ernst daß die Vereine hingehen, von ihm belehren lassen und dann mit einer gemeinsamen Philosophie die Bundesliga praktizieren ? Werden kein Trainer mehr entlassen, wenn er ein Paar mal offensiv spielen läßt und verliert ? Selbst wenn Bierhoff recht hätte, und selbst wenn der DFB-Trainerstab mit dem Serien-Gewinn der EM und WM Titel als Argument in die Runde gehen würden, werden die Vereine nie öffentlich belehren lassen. Wenn überhaupt, dann tun sie heimlich dies anwenden.

    Ich bin sicher nicht mit allem einverstanden, was Bierhoff sagt, aber angesichts des krassen Unterschieds (vom Erfolg und vor allem von der Spielweise her) zwischen der Nationalmannschaft und den Bundesliga-Teams, ist eine engere Abstimmung zwischen den beiden Seiten doch durchaus sinnvoll. Und von "belehren" hat Bierhoff nun wirklich nicht gesprochen...

    Abgesehen davon geht der Ausfall Völlers weit unter die Gürtellinie. Was haben Bierhoffs fußballerische Qualitäten (die so schlecht nun auch wieder nicht waren, siehe Torschützenliste in Italien oder EM-Endspiel 1996) damit zu tun? Der ehemalige Sympathieträger Völler macht sich für mich mit solchen Angriffen nur noch lächerlich.

    Seit Bierhoff Manager der Nationalelf ist, macht es jedenfalls wieder Spaß, dieser Mannschaft zuzuschauen. Was man von dem Team unter Völler und auch von Leverkusens internationalen Auftritten der letzten Jahre nun wirklich nicht behaupten kann.
  9. #9

    Man sollte die dt. Nationalmannschaft jetzt sicherlich nicht überbewerten, aber im Gegensatz zu den dt. Vereinsmannschaften ist sie international konkurrenzfähig und muss nicht befürchten wie 2004 in der EM-Vorrunde auszuscheiden. Insofern sollte sich der Funktionär Völler in Bezug auf den Funktionär Bierhoff mal ein wenig zurücknehmen. Die Begeisterung für "Uns Rudi" kommt doch größtenteils nur daher, weil er mit einer - im übrigen von ihm auf- und eigestellten - minderbegabten Nationalelf mit zum Teil grottenschlechten Fussball bis ins Finale der WM 2002 gekommen ist. Auch hier wurde doch sogar mit einem Scheitern in der Vorrunde gerechnet.
    Man sollte die Einschätzung Rudi Völlers vielleicht ein wenig realistischer sehen. Trotz diese "Lichtgestalt" ist es Leverkusen bis heute nicht gelungen wieder konstant den Anschluss an die deutsche Spitze herzustellen. Er sollte daher mal lieber ganz ruhig sein.
    Ich halte es für sinnvoll, wenn die Liga und die Nationalmannschaft sich mal gemeinsam abstimmen. Das wäre für beide Seiten positiv.