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Deutscher Fußball: Sind Schleifer die Rettung?

Jürgen Klinsmann setzte als Bundestrainer auf neue Trainingsmethoden und psychologische Schulung. In der Bundesliga ist davon nicht viel zu sehen. Als Übungsleiter sind wieder "harte Hunde" gefragt.
Ist dies gut für den deutschen Fußball?
  1. #1

    solange nicht genug spieler vorhanden sind, die technisch und spielerisch attraktiven fussball spielen, müssen halt die guten alten "deutschen tugenden" herhalten. Und dafür braucht man viel kondition und kraft. Das gebolze, was man in der bundesliga häufig zu sehen bekommt, hat nur selten was mit schönem und attraktiven fussball zu tun. Deswegen fordern rummenigge und beckenbauer ja auch ständig von ihrem FCB, dass man "endlich wieder attraktiven fussball" sehen will.
  2. #2

    Zitat von sysop
    Jürgen Klinsmann setzte als Bundestrainer auf neue Trainingsmethoden und psychologische Schulung. In der Bundesliga ist davon nicht viel zu sehen. Als Übungsleiter sind wieder "harte Hunde" gefragt.
    Ist dies gut für den deutschen Fußball?
    Jaaaaa!

    Wir wollen unseren Werner Lorant wiederhaben!
    Rangnick, Veh, alles murks!
    Nur fuer Peter Neururer ("Wir fahren hin, hau'n die weg und fahren wieder zurück.") wird's natuerlich ganz schwer...
  3. #3

    Zitat von Reziprozität
    Jaaaaa!

    Wir wollen unseren Werner Lorant wiederhaben!
    Rangnick, Veh, alles murks!
    Nur fuer Peter Neururer ("Wir fahren hin, hau'n die weg und fahren wieder zurück.") wird's natuerlich ganz schwer...
    -> einen magath für alle sozusagen
  4. #4

    Harter Hund als Auslaufmodell

    Zitat von sysop
    Jürgen Klinsmann setzte als Bundestrainer auf neue Trainingsmethoden und psychologische Schulung. In der Bundesliga ist davon nicht viel zu sehen. Als Übungsleiter sind wieder "harte Hunde" gefragt.
    Ist dies gut für den deutschen Fußball?
    Wer sagt denn bitte, dass harte Hunde wieder gefragt sind?? Welches deutsche Top-Team wird denn heute noch von einem echten Schleifer trainiert? Magath oder Funkel sind doch schon lange nicht mehr die alten schroffen Wadenbeisser, die sie mal waren, sondern haben sich den neuen Begebenheiten angepasst. Es sind eher die Armin Vehs und Thomas von Heesens die heute gefragt sind.

    Ein harter Hund wie Heynckes hingegen fährt mit seiner Art voll gegen die Wand. Ich bin auch nicht überrascht, dass die "Anti-Kinsmänner" Lienen, Vogts oder Neururer Probleme haben eine neue Anstellung zu finden..

    Ich plädiere hingegen dafür, dass die deutsche Trainerausbildung um ein Jahr verlängert werden sollte um Taktikschulung und Technikausbildung nachzuholen. Das Ausland hat sich die sogenannten deutschen Tugenden Disiplin, Fitness und Ausdauer schon lange angeeignet, aber die deutsche Ausbildung hat es versäumt das variable Taktik-Verständnis der Italiener oder Spanier abzugucken (oder die Jugendkonzepte Frankreichs/Hollands). Neue Methoden braucht das Land und keine Uralt-Rezepte, die das Ausland schon lange perfektioniert hat. Leute wie Löw und Klinsmann haben dies verstanden, ABER die Mühlen des DFB mahlen NOCH zu langsam.
  5. #5

    Schleifer? Nicht immer...

    Zitat von sysop
    Als Übungsleiter sind wieder "harte Hunde" gefragt. Ist dies gut für den deutschen Fußball?
    natürlich sind die sogenannten Schleifer nicht die Rettung, aber ohne Klinsmann kann es für den Fussball als "Sportart" nur besser gehen. Lieber mit Heynkes, Magath, Schaaf und Co. als das ständige, um Harmonie und Anerkennung lechzende, Verkäuferlächeln des ehemaligen Bundestrainer.

    Nur ein Jammer, dass ihn die Amis nicht genommen haben...
  6. #6

    Comment?

    Zitat von edv3000
    natürlich sind die sogenannten Schleifer nicht die Rettung, aber ohne Klinsmann kann es für den Fussball als "Sportart" nur besser gehen. Lieber mit Heynkes, Magath, Schaaf und Co. als das ständige, um Harmonie und Anerkennung lechzende, Verkäuferlächeln des ehemaligen Bundestrainer.

    Nur ein Jammer, dass ihn die Amis nicht genommen haben...
    Seit wann ist Schaaf denn bitteschön ein Schleifer?? Gerade er steht doch für Teamgeist und Harmonie..

    Ich behaupte auch mal, dass Magath ohne seine Metamorphose vom Schleifer zum offeneren Fitness-Guru nie den Durchbruch beim VFB Stuttgart geschafft hätte.

    Klinsmanns Art ist nicht jedermanns Sache, dass bestreitet hier keiner, ABER seine Methoden bildeten die Grundlage für den attraktivsten Fussball bei der WM, das ist Fakt. Vielleicht sagt ihnen der etwas nüchternere Jogi Löw ja eher zu obwohl er dieselben Inhalte vertritt???
  7. #7

    Zitat von Golden Age
    Seit wann ist Schaaf denn bitteschön ein Schleifer?
    Schaaf ist kein Schleifer, das wollte ich damit nicht sagen. Für mich stehen die drei genannten Trainer als eine gute Mischung an Charaktere in der Bundesliga. Und Löw war schon immer ein guter Taktiker, seine Handschrift prägte die Nationalmannschaft während der WM06 und trägt sie auch noch heute.
  8. #8

    Wie immer

    Zitat von sysop
    Jürgen Klinsmann setzte als Bundestrainer auf neue Trainingsmethoden und psychologische Schulung. In der Bundesliga ist davon nicht viel zu sehen. Als Übungsleiter sind wieder "harte Hunde" gefragt.
    Ist dies gut für den deutschen Fußball?
    Wie immer wird der deutsche Fussball mehr oder weniger von hochqualifizierten Trainern :-) aus der Sporthochschule in Köln kaputt trainiert. Vielleicht sollte man auch mal eine konkurrierende Institution schaffen, die sich nicht nur an den Theorien von Sepp Herberger orientiert. Klinsmann hat gezeigt, dass man in relativ kurzer Zeit mehr bewegen kann, als alle Vertreter der deutschen Trainerweisheit es jemals für möglich gehalten haben.
    Heute denken sogar Bundesligatrainer wie Veh darüber nach, ob man in Deutschland nicht falsch trainiert, weil die Spieler schon nach zwei Drittel einer Halbserie ausgepumpt sind.

    Aber Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung

    Cial

    Walter
  9. #9

    Dass eine solide physische Fitness der unverzichtbare Grundstock für fußballerische Höchstleistungen ist, dürfte unstreitig sein. Über den Weg, wie man die Fitness erlangt, dürfte es unterschiedliche Auffassungen geben. Das Fitnesstraining haben die meisten Bundesligatrainer ohnehin längst "outgecourst". Die Drecksarbeit machen Spitzentrainer nicht mehr selbst, sondern geben sie in die Hände von speziellen Fitnesstrainern. So hat auch Klinsmann den Amerikaner Verstegen und seine Crew für
    die WM engagiert.
    Felix Magath hat nach München, seinen alten Bekannten aus Stuttgarter Zeiten, Werner Leuthard, mitgebracht, mit dem er , was das Fitnesstraining anbelangt, auf einer Wellenlänge zu sein scheint. Der aus Hauzenberg im Bayerischen Wald stammende Leuthard scheint der Prototyp des Schleifers zu sein. Seit der ehemalige (Unter-)Offizier an der Säbenerstrasse in München das Kommando in Sachen Fitness hat, sind schon ab und zu mal laute Kasernenhoftöne zu vernehmen:" Lucio press die Arschbacken zusammen, dass das 2-Euro Stück seine Prägung verliert!".....usw.

    Der gute alte Medizinball gehört genauso zum Standardprogramm wie Liegestützen und Klappmänner bis zur Erschöpfung. In der Vorbereitung wurden letztes Jahr Ze Roberto, Pizzarro, Ballack und Co. durch Schnee und Eis die Chiemgauer Voralpenberge rauf und runter gejagt, dass der Dreck nur so spritzte. Heuer war zu vernehmen, dass Werner Leuthard dem neuen Jungstar Dos Santos im Training eigenhändig einen alten LkW-Reifen auf den Buckel gebunden haben soll, worauf dieser glatt zusammenbrach.

    Will eigentlich damit nur sagen, dass es offensichtlich verschiedene mehr oder weniger anerkannte Methoden gibt, mehr oder weniger verhätschelte Sportprofis zu Höchstleistungen zu bringen. Den Bayernprofis haben die etwas unkonventionellen Methoden offensichtlich nicht geschadet, immerhin sind sie lässig deutscher Meister und Pokalsieger geworden, hatten während der gesamten Saison 05/06 auffällig wenig Verletzte, haben viele Spiele nachweislich in der Schlußphase dank besserer Kondition gewonnen. Die Bayern Spieler Lahm, Schweinsteiger und Ballack waren auch bei der WM topfit.








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