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Was bringt die Tour de France 2009?

Jubelnde Massen an der Strecke, packende Duelle in den Bergen und Millimeter-Entscheidungen im Sprintfinale - so könnte die Tour '09 aussehen. Oder versinkt die Frankreich-Rundfahrt einmal mehr im Doping-Chaos? Wie ist das Comeback von Lance Armstrong zu bewerten?
  1. #140

    Zitat von gelbfüßler Beitrag anzeigen
    Soll das etwa heißen, daß Sie durch Legalisierung des Betrugs Betrüger straffrei stellen wollen? Das kann ja wohl nicht wahr sein?!
    warum nicht? dann hätte man wenigstens offene und gleiche verhältnisse.
    das doping-verbot nutzt in erster linie gut vernetzten athleten und sportverbänden, die sich auf diese weise vorteile verschaffen.
    wo ist da das fair play?
    wenn eines unhaltbar ist, dann die derzeitige bigotterie. einerseits wird offiziell der große kampf gegen das doping beschworen, andererseits in vielen sportarten leistungsnormen durch verbände gesetzt, die auf saubere art und weise gar nicht erreichbar sind.
    die deppen sind am ende nur die athleten.
  2. #141

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch nicht die (oder eine ganz andere) ob der Armstrong zu alt sei mit 37! Sondern ob er gedopt ist oder nicht. Genau wie der von Ihnen genannte "25 jährige" auch.
    die frage beantwortet sich mit einem blick auf die gefahrenen schnitte von selbst.
    das feld ist nicht langsamer geworden, als in den jahren zuvor...

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    Die Dopingfrage ist also am wenigsten eine des Alters, nicht nur eine des Radsports sondern eine nach der Selbstreinigungskraft des Berufssports an sich. Und da sind selbst die strengeren Regeln der Tour noch längst nicht konsequent genug, resp. nach wie vor nicht von absolut überzeugender Wirkung. Leider!
    weil in wahrheit überhaupt kein interesse von seiten der verbände an einem sauberen sport besteht, sondern nur an einem erfolgreichen.
    wie diese erfolge zustandekommen, interessiert keinen.
    wird dann einer erwischt, geht die allgemeine heuchel-show auf allen seiten los: "entsetzte" politiker, "entsetzte journalisten", "tief enttäuschte sportfans", etc etc
  3. #142

    Zitat von Pinarello Beitrag anzeigen
    Sie sollten allerdings auch mal zur Kenntnis nehmen, daß lediglich im Radsport inzwischen ein fast lückenloses Kontrollsystem existiert,
    Ich glaube dieses fast lückenlose Kontrollsystem ist immer noch ein Netz mit riesen Löchern. Haben Sie nicht das Statement von Bernhard Kohl gehört, dass er immer unter Doping-Substanzen gefahren sei und bis auf das letzte Mal ist ihm keiner auf die Schliche gekommen.

    Zitat von Pinarello Beitrag anzeigen
    Mal zurück zum Doping, ich plädiere ganz eindeutig für folgende Strafen, beim erstmaligen Doping 2 Jahre Sperre und beim nächsten Doping automatisch lebenslange Sperre.
    Das sollte Abschreckung genug sein, die eingeführt bei allen Sportarten und die Dopingmafia hätte viele viele Kunden weniger.
    Täusch ich mich oder ist das nicht jetzt schon so?
  4. #143

    Doping

    [QUOTE=freqnasty;4001335]warum nicht? dann hätte man wenigstens offene und gleiche verhältnisse.

    Das ist genau der Punkt, auf den es ankommt! Die Betrugs- und Kriminalitätsvorwürfe basieren doch rein logisch ausschließlich darauf, dass die Einnahme leistungssteigernder Substanzen verboten ist, und sich derjenige, der sie verwendet, gegenüber denjenigen einen "betrügerischen" Vorteil verschafft, die sich an die Regeln halten.

    Wäre Doping freigegeben (unter ärztlicher Kontrolle!), dann könnte es auch keinen "Betrug" geben.

    Und im Moment ist es doch wohl so, dass die Teams, die über ausreichend Geld und über die ausgefuchstesten Ärzte verfügen, im Vorteil sind. Diese Ärzte werden den besten Kontrollen immer einen Schritt voraus sein. Der ganze Kontrollaufwand bringt also relativ wenig, weil immer nur diejenigen auffliegen, die (oder deren Ärzte) Fehler beim Dopen machen.

    Was aber wirklich am meisten nervt, sind die moralinsauren und scheinheiligen Kommentare bei den öffentlich-rechtlichen Sendern! Ich halte es daher so, dass ich mir die Tour nur noch bei Eurosport anschaue. Die haben da auch noch obendrein die kompetenteren Kommentatoren.
  5. #144

    Zitat von klumpenhund Beitrag anzeigen

    Wenn man ernsthaft darüber diskutieren möchte, wie man den Radsport retten kommt man nur auf zwei Lösungswege: Doping legalisieren oder Radsport boykottieren.
    Egal welcher Lösungsweg: vorher bitte Scharping abwählen!
  6. #145

    Zitat von Voll Mann Beitrag anzeigen
    Seht euch mal Cristiano Ronaldo an, sprziell wie sich seine Gesichtshaut verändert hat in den letzten Jahren.
    Wenn der nicht voll ist wie ne Haubitze fress ich meinen Hut.
    Ich hab zwar keinen Hut, nehme "Voll Mann" aber eine Portion von seinem ab, bin nämlich genau der gleichen Meinung.

    Es wird ja immer wieder die Meinung gepusht, Doping im Fußball würde nichts bringen weil da Technik usw. als erstes zählt. Meiner Meinung nach Schwachsinn. Wenn ich als Stürmer meinem Verteidiger in der 88. Minute davonrennen kann weil der platt ist bringt das sehr wohl was. Andersrum geht auch, wenn ich als Verteidiger meinen Stürmer in der 88. Minute nicht davonrennen lasse usw.

    Man schaue sich an wie die Türkei die letzte EM gespielt hat, die haben ihre Spiele in den letzten 4 Minuten gedreht. Die nationale türkische Antidopingagentur heißt...., sorry, komme ich gerade nicht drauf.

    Ich will hier nichts gegen die Türkei oder gegen die Sportart Fußball sagen, nur dagegen etwas, dass der Radsport alle Doper vereinen soll. Jeder Profisportler weiß, was er tut und ist in der Regel über 18, also voll geschäftsfähig und für sein Handeln verantwortlich. Da kann er sich dann auc die Cocktails reinpfeifen die ihm genehm sind, er sollte sich eben nicht erwischen lassen. LA hat Erfahrung mit Medikamenten und ist den Fahndern schon immer ein Stück voraus gewesen, mit ganz großer Wahrscheinlichkeit jetzt auch wieder. Soll er doch machen.

    Böse wird es, wenn andere Geschöpfe ohne ihr "Wissen" da hineingezogen werden, z.B. Pferde. Die "wollen" das nämlich eigentlich nicht.

    Man kann ja mal drüber nachdenken....
  7. #146

    Das Normalste der Welt

    Hört doch auf, auf den Dopern rumzuhacken. Überall, wo Leistung gefordert wird, greifen Menschen zu Stimulanzien. Ob im Sport oder in den klassischen Berufen. Ob beim Radfahren, beim Schreiben oder beim kreativen Arbeiten. Ob es Epo ist, oder ob sich der Werber, Manager oder Firmenchef mit Koks oder Alk pusht. Es ist immer das Gleiche.

    Es muss jeder selber wissen, ob er mitmacht, zuschaut oder außen vor bleibt. Ich finde die TDF interessant und schaue gerne zu. Vielleicht weil ich selbst ein angefressener Hobby-Radsportler bin und weiß, wie es sich anfühlt, nach 180 KM noch im Sattel zu sitzen. Mein Doping ist höchstens eine Dose Red Bull, die dann tatsächlich noch mal flott macht. Mehr würde ich nicht machen. Andere schon. Lasst sie einfach machen.
  8. #147

    Zitat von docmatthew Beitrag anzeigen
    Wäre Doping freigegeben (unter ärztlicher Kontrolle!), dann könnte es auch keinen "Betrug" geben.
    Mit dieser Methode könnte man nen sehr bedeutenden Teil der Kriminalität "heilen". Man muss Dinge nur legal machen und schon sind sie nicht mehr strafbar :-)
  9. #148

    Zitat von Brieli Beitrag anzeigen
    Mit dieser Methode könnte man nen sehr bedeutenden Teil der Kriminalität "heilen". Man muss Dinge nur legal machen und schon sind sie nicht mehr strafbar :-)
    Man kann aber auch Kriminalität erzeugen durch Schaffung willkürlicher Tatbestände.
    Aber machen wir uns nichts vor. Doping ist ein Begriff aus dem Sport den es in der Justiz nicht gibt. Doping in das Strafgesetz zu integrieren würde bedeuten das die meisten Grippemittel unter das Beteubungsmittelgesetz fallen und nicht mehr verschrieben werden dürften. Jedes Mittel welches von den Verbänden neu auf die Liste gesetzt wird müsste dann auch verfolgt werden, Haarwuchsmittel würde zur Verurteilung führen.
    Das ist ja auch das Problem der ganzen Diskussion, es wird nicht differenziert nach Schädlichkeit, Gefährlichkeit und Folgeerscheinungen.
    Totsaufen und Totrauchen darf sich jeder, seinen Körper durch verbesserte Sauerstoffaufnahme zu stärken soll Kriminell sein, na ja....
    Der Begriff Doping, man muß es immer wiederholen, ist ein Kunstbegriff aus dem Regelwerk des Sports. In der natürliche Welt gibt es kein Doping, jemand der in keinem Verein ist kann auch nicht dopen.
    Ein Doper verhält sich unsportlich, Unsportlichkeit ist weder Verbrechen noch Betrug. Betrogen kann sich nur jemand fühlen der die Regeln nicht kennt, von denen gibt es scheinbar reichlich hier.
    " Die Hand Gottes " war kein Betrug, eine Schwalbe ist kein Verbrechen und Doping keine Straftat.
    Wer das Arzneimittelgesetz verschärfen will, soll das fordern, wer Regelverstöße im Sport kriminalisieren will,bitte. Wer aber wegen eines "gefühlten" Verbrechens Sportler kriminalisiert ist moralisch kein Deut besser als der Athlet.
  10. #149

    Zitat von Brieli Beitrag anzeigen
    Mit dieser Methode könnte man nen sehr bedeutenden Teil der Kriminalität "heilen". Man muss Dinge nur legal machen und schon sind sie nicht mehr strafbar :-)
    So einfach ist das natürlich nicht, grins, aber es gibt schon eine Reihe von Rechtsbereichen, wo die Kriminalisierung den Hauptgrund für die Entstehung von Kriminalität liefert. Denken Sie mal z.B. an die hiesige Drogenszene: Ein guter Teil der Banden- und Beschaffungskriminalität, die sich dort breit gemacht hat, kann sich als solche doch nur halten, weil hier die lächerlichsten Dinge als kriminell verfolgt werden.

    Ähnlich ist das mit der Dopingproblematik auch. Die Hysterisierung und Kriminalisierung fördert im Grunde die Entstehung einer schmierigen "Dunkelmännerszene", wie wir sie z.B. um den obskuren Dr. Fuentes erleben durften.








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