Schön, dass hier auch mal zu lesen. Es ist generell aufgefallen, dass die Dortmunder die Leichtigkeit der letzten Saison nicht mehr an den Tag legen konnten, obwohl diese Meisterschaft letztlich ein größerer Kraftakt war, weil man einen Rückstand aufholen musste. Aber es war in dem ein oder anderen Spiel schon zu sehen, dass die Dortmunder es teilweise scherer hatten als letzte Saison.
Man muss vor allem mit mehr Effinzienz an die Sache herangehen. Solche Spiele, wie in Marseille gesehen, sollten nicht zu oft vorkommen. Wobei hier Pech und mangelnde internationale Erfahrung den Ausschlag gegeben haben. Das einzig wirklich schlechte Spiel war in meinen Augen das Rückspiel gegen Marseille. Die Art und Weise, wie man hier den Sieg noch hergeschenkt hat, war schon haarsträubend.
Wenn man Klopp und Co. auch zugesteht, dass es auch einen Schritt zurück gehen kann (davon gehe ich aus, also vom Zugestehen), denke ich, dass sie noch eine ganze Weile bleiben werden.
Jein. Der schöne Spruch: "Die Zeiten waren andere." passt hier glaube ich ganz gut. Dortmund wollte damals alles - und das viel zu schnell. Man dachte mit einer Reihe Superstars, dem Börsengang und ordentlich Ellenbogen bringt man es zu was. Nach der "Beinahe"-Pleite hat man aber eine Menge gelernt, denke ich. Gut, im Erfolg ist es einfach zu sagen, Watzke und Klopp vermitteln den Eindruck, sie seien keine Draufgänger. Außerdem wird man in Dortmund nicht erneut aus dem Mittelfeld angreifen wollen, wenn diese Mannschaft mal nicht mehr ist. Das führt zwangsläufig dazu, dass man ein gewisses Niveau halten muss. Aber momentan denke ich, dass man auf einem sehr guten Weg ist und ich könnte mir vorstellen, dass iin Dortmund noch genug warnende Stimmen vorhanden sind, die ein Abheben verhindern.
Das muss mittelfristig das Ziel von Borussia Dortmund sein um länger als 5 Jahre ein ernsthafter Konkurrenz für Bayern München zu werden. Aber ich finde es schön, dass Du das hier ansprichst, weil man bei aller Kritik an der Anspruchshaltung der Bayern, dem Verein, wie den Fans, eins nicht vergessen darf: Das Niveau, auf dem der gesamte Verein sich bewegt, ist ein anderes, als das vieler anderer Bundesligisten. Die Bayern sind in der Position, ihre Worte oft auch mit den entsprechenden Ergebnissen zu unterfüttern. Und es ist das eine zu sagen: "Wir wollen nach oben." und etwas ganz anderes, dass über Jahre auch relativ konstant hinzubekommen.



