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Wie gerecht ist das deutsche Bildungssystem?

In einer Studie zur Gerechtigkeit des Bildungssystems haben die Deutschen hart geurteilt. Fast die Hälfte findet das deutsche System ungerecht. Relativ zufrieden sind noch die Eltern von Realschülern und Gymnasiasten. Ihre Meinung: Wie gerecht ist das deutsche Bildungssystem?
  1. #3740

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Wieso beziehen Sie das einzig und allein auf Migranten? gesellschaftliche fehlentwicklungen gibt es in ganz vielen, auch grundständigen deutschen familien.
    Nochmal: SIE waren es, der hier endlos über die Migranten geschreibselt hat, die angeblich die Qualität des Unterrichtes aufgrund großer Defizite drückten.

    Da Sie in Bezug auf die eine Hauptschule in schwerte nie von einer öffentlichen Schule gesprochen haben, kann es auch eine in privater Trägerschaft sein.
    Es ist eine Hauptschule unter öffentlicher Trägerschaft - mit sehr geringem Migrantenanteil.

    Habe ich mich jetzt deutlich genug ausgedrückt?
  2. #3741

    Zitat von AndersSehend Beitrag anzeigen

    all das steht auf einem - für mich allerdings völlig partei- und ideologielosen - utopieblatt, ja, u.a. gilt es die föderalismus-, finanzierungs- und generelle nicht-einfluss-hürde für alle beteiligten wie schüler, lehrer und eltern zu überwinden. außerdem wird diese schulform auch das problem der umgebungsvariablen arbeitslosigkeit, definition von arbeit und leistung in unserer gesellschaft, abhängigkeit der sozialsysteme ausschließlich (bis auf diverse steuerliche querfinanzierungen) von sogenannter abhängiger arbeit etc. pp. nicht lösen können. aber es wäre ein anfang...
    Sie wollen eine Eierlegendewollmilchsau - ein Konstrukt, welches alle Probleme der Welt unter einem Dach zu lösen vermag. Meine Erfahrungen mit solchen Behörden sind eher schlechte - da verpissen sich sehr viele auf die eine oder andere Weise...

    Ihren finanziellen Vorbehalt kann ich durchaus verstehen: Wenn auf der einen Seite mehr Bildungsausgaben versprochen werden, parallel aber steigende Altersbezüge pensionierter Lehrer unter Bildungsaufwand bilanziert werden oder, wenn kleinere Klassen versprochen werden, aber - wie jetzt wieder in Schleswig-Holstein - lediglich nur Mehrarbeit für aktive Lehrer beschlossen wird statt neue Lehrer einzustellen, dann glaubt man schon nicht mehr an die Versprechungen deutscher Politiker...
  3. #3742

    Zitat von katzenjäger Beitrag anzeigen
    die gut funktionierenden Gesamtschulen
    Was verstehen Sie darunter? Dass die Abgängerzeugnisse bei Bewerbungen ungelesen in Firmenpapierkörbe wandern? Dass Leistungen/Abiturergenisse meilenweit unter denen anderer Schulformen liegen?
  4. #3743

    zu einfach gedacht

    Zitat von kamii Beitrag anzeigen
    Durchlässig wäre: Schüler ist im ersten Halbjahr der 8. Klasse so gut, dass er im zweiten Halbjahr in die 8. Klasse des Gymnasiums wechseln kann. Ansonsten herrscht hier ein äußerst unterschiedliches Bild von Durchlässigkeit, wie ich finde...
    Bedeutet aber eben auch, dass der Hauptschüler ab Klasse 6 eine zweite Fremdsprache erlernen muss, dass der realschüler in Klasse 6 nicht das Wahlpflichtfach Arbeitslehre nehmen kann.

    Wenn Sie das umsetzen wollen, was Sie vorschlagen, müssen Sie jedes neueinsetzendes Fach in jedem Schuljahr beginnen lassen oder es müssen tatsächlich alle das gleiche lernen.

    Andernfalls müssten Sie nämlich hingehen un große teile des Bildungskanons als nicht verbindlich für das Bestehen der Hochschulzugangsberechtigung erklären.

    Entweder Sie selektieren über Fächerprofile oder über nachgewiesene Leistungen.
  5. #3744

    guter Witz

    Zitat von katzenjäger Beitrag anzeigen
    ...das Ministerium legt den groben Rahmen der Lerninhalte fest - in Rücksprache mit den Schulen.
    Leiden sie an gestörtem Realitätssinn oder übertriebenen Wunschvorstellungen?

    Das Ministerium dekretiert, die Bezirksregierungen wachen über die unverzügliche Ausführung. Sich diametral gegenüberstehende Zielvorgaben alle fünf Jahre (Legislaturperiode) sind die Regel und müssen innerhalb des gerade laufenden Schuljahres von den Schulkollegien umgesetzt werden. Die jeweiligen Parteigänger in den Kollegien berichten den Parteizentralen unverzüglich über die Umsetzungsfortschritte an den Schulleitungen vorbei.

    Obige Aussage - Rücksprache mit den Schulen - diskretitiert Ihre ernsthaftigkeit, mein Bester.
  6. #3745

    Interna

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Normaler Alltag in einer Gymnasialklasse, Stufe 7, 31 Kinder, Namen geändert:

    Karl-Leo: Sehr guter Schüler, im Unterricht unterfordert, nimmt aber an diversen Wettbewerben teil, Eltern sorgen darüber hinaus für sinnvolle Freizeitgestaltung, haben aber wenig Zeit, sich dauernd persönlich zu kümmern (5 Kinder), Junge hat ständig weiterreichende Fragen.

    Justin: Wurde von der Grundschule nur bedingt empfohlen, sehr schlechtes Arbeitsverhalten, rüpelhaftes Sozialverhalten, in der Nachmittagsbetreuung der Schreck der aufsichtsführenden Lehrer, Eltern zucken hilflos mit den Schultern, sehen nicht ein, dass die Schulleistungen auch von ihrer Mithilfe abhängen, z.B. durch Abschalten des Fernsehers.

    Mali: Spricht fließend Englisch und Französisch, langweilt sich im Sprachunterricht.

    Leon: Clever, aber leidet unter ADHS bzw. lässt seine Mitschüler darunter leiden, ständiger Störfaktor, v.a. bei Partner- und Gruppenarbeit.

    Lisa: Zart, sensibel, wird von 3 pseudo-siamesisch verschwisterten Mitschülerinnen –einer Art Natterngezücht- ständig geärgert. Fehlt oft wegen psychosomatischer Störungen

    Paul: Genialer Maler, aber null Bock auf Mathe und Naturwissenschaften

    Sabrina: fleißig, aber geistig ständig an den Grenzen, frustriert über Noten, die trotz Fleiß, Nachhilfe und Einschränkungen in der Freizeit nie über den Viererbereich hinausgehen. Zwei alte Freundinnen aus der Grundschule haben sich zurückgezogen, weil die Interessen und Fähigkeiten inzwischen zu sehr auseinanderweichen.

    Marco: Gut im Schriftlichen, aber obermaulfaul. Mündliche Äußerungen nur auf Antrag, am besten 3 Tage im Voraus. Vater: „So war ich auch“. Noten daher unter den Möglichkeiten.

    Bastian: Hinterfotziger Geselle, der gern im Verborgenen agiert und zündelt, um sich dann über das von ihm lancierte Fehlverhalten der Mitschüler zu freuen. Schwänzt, betrügt bei Arbeiten, lügt, wenn es ihm an den Kragen geht. Mutter unterschreibt getürkte Entschuldigungen.

    Marlene: Keine große Leuchte, erfolglos überbereifrig, sehr ehrgeiziges Elternhaus, Mutter taucht alle Naselang in der Schule auf und beschwert sich über dies und das. Alle sind schuld, nur Marlene nicht.

    Manni: Sportskanone, fehlt oft wegen sportlicher Veranstaltungen, bräuchte dringend kontinuierlich Nachhilfe, um Defizite aufzuholen, aber an Kontinuität ist nicht zu denken. Eltern Sportinternat empfohlen, abgelehnt.

    Steffi: Heulsuse, Dramaqueen, schwärzt alle 5 Minuten irgendjemanden an.

    Corinna: Naturwissenschaftlich interessiert, aber so schwach in Deutsch, dass kein Text inhaltlich klar formuliert werden kann.

    Malte: Vergisst ständig alles, Eltern nicht verfügbar.

    Gül: Darf nachmittags nicht mit deutschen Kindern zusammen sein, was bei Referaten zu bedenken ist.

    Simon: Kommt ohne Frühstück und schläft erst mal eine Runde

    Michael: intelligent, aber Asperger-Kind

    Sie alle sollen Abitur machen und darüber die Studierfähigkeit erwerben, das Ministerium will ab Herbst das Sitzenbleiben ganz untersagen, mehr Personal werden wir nicht bekommen.

    Wie stellen wir uns das in der Einheitsschule vor?
    Woher haben Sie so detaillierte interne Kenntnisse meiner Klasse? Haben sie eine Kamera in meinem Klassenraum installiert? Geht der überwachungsstatt jetzt doch schon soweit?
  7. #3746

    gut funktionierende Gesamtschule

    Zitat von katzenjäger Beitrag anzeigen
    ...was ist denn eine Einheitsschule?

    Haben Sie die gerade neu erfunden oder meinen sie die gut funktionierenden Gesamtschulen - an denen Ihrer ideologisch-verbohrten Einsicht nach unterrichtlicher Einheitsbrei vermittelt wird?

    Geht's auch mal sachlich?
    Sie reden jetzt aber nicht über Gesamtschulen in Deutschland? Unbestritten ist ja, dass es Gesamtschulen in einigen Bundesländern gibt. Aber dass die im Vergleich zum Ausland gut funktionieren habe ich noch nicht feststellen können.
  8. #3747

    Ministeriale-Kommunismusparanoia

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Zitat von katzenjäger Beitrag anzeigen
    ...das Ministerium legt den groben Rahmen der Lerninhalte fest - in Rücksprache mit den Schulen.
    Rücksprache? Witz des Tages. Mann, Sie träumen.
    Schule ist nicht die One-man/woman-show, die populistisch gerne dargestellt wird.

    Darf man fragen, welcher Art von "Bildung" Sie sich rühmen, bei der Umgangsformen offenbar gar keine Rolle spielten?
    Die mit dem "Ein" davor trifft wohl eher auf Sie zu. Wer tritt hier seit zig-Beiträgen auf wie jemand, an dessen Einbildung das deutsche Schulwesen genesen soll?

    Was ich aber nicht verstehe: Wie ist es bloß möglich, dass Ihr Bekannter ganz ohne Einheitsschule so hoch kommen konnte?! Tztz!
    Er ist ehemaliger DDR-Bürger. Noch Fragen?

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Was verstehen Sie darunter? Dass die Abgängerzeugnisse bei Bewerbungen ungelesen in Firmenpapierkörbe wandern?
    Welche Zeugnisse wandern ungelesen in die Rundablage der Personalabteilungen der Unternehmen?

    Die von Gesamtschülern?

    Wie oft, wie oft muß ich Ihnen noch erklären, daß Unternehmen inzwischen auf die Zeugnisnoten pfeifen. Kein Interesse.

    Was nutzt ein Streberling mit Bestnoten, wenn er im Unternehmensalltag, als Auszubildender, im Team ein absoluter Versager ist.
    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Die jeweiligen Parteigänger in den Kollegien berichten den Parteizentralen unverzüglich über die Umsetzungsfortschritte an den Schulleitungen vorbei.
    Und diese Ihre Äußerung stellt Ihre Ernsthaftigkeit nicht nur in Frage, sondern außer Frage.
  9. #3748

    Zitat von katzenjäger Beitrag anzeigen
    ...was ist denn eine Einheitsschule?

    Haben Sie die gerade neu erfunden oder meinen sie die gut funktionierenden Gesamtschulen - an denen Ihrer ideologisch-verbohrten Einsicht nach unterrichtlicher Einheitsbrei vermittelt wird?

    Geht's auch mal sachlich?
    gesamt- und einheitsschule haben nicht wirklich viel miteinander zu tun. witzig, dass sie als jemand, der hier lehrern mal schnell erklärt, was an einer schule so abgeht, das nicht weiss. googeln sie sich doch mal schlau, dann müssen sie diskussionsteilnehmern auch nicht ideologisch verbohrte einsichten unterstellen.

    mit freundlichen grüßen
  10. #3749

    Übersetzung

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Nochmal: SIE waren es, der hier endlos über die Migranten geschreibselt hat, die angeblich die Qualität des Unterrichtes aufgrund großer Defizite drückten.



    Es ist eine Hauptschule unter öffentlicher Trägerschaft - mit sehr geringem Migrantenanteil.

    Habe ich mich jetzt deutlich genug ausgedrückt?
    Es geht nicht um Migranten in toto, es geht einzig und allein um bestimmte türkischstämmige oder arabische Jugendliche, die die westliche Gesellschaft ablehnen, Gesetze und Regeln brechen und keinerlei Interesse an schulischer leistung bzw. einem schulischen abschluss haben. Die Eltern dieser Jugendlichen sind zu einer Zusmmenarbeit mit der Schule nicht bereit oder in der Lage, da sie häufig die Amtssprache Deutsch nicht beherrschen und die von der Schule gestellten Dolmetscher ablehnen.

    Spannend ist immer, wenn man sich nach den Elterngesprächen bei denen ein Dolmetscher dabei war, sich mit diesem über seine eigenen Eindrücke des Gespräches unterhält.

    By the way, jetzt hat die Schwerter Hauptschule doch einen geringfügigen Migrantenanteil?


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