Nein, das sind sie nicht. Jedenfalls nicht diejenigen, die wegen der immensen Kosten (Schulgeld, Internatskosten etc.) für die Eltern nicht allen offen stehen.
Eine echte Alternative zu den öffentlichen, von den Kommunen getragenen und den Ländern mit Lehrern ausgestatteten Schulen sind aber die freien Schulen in privater Trägerschaft, die prinzipiell für alle zugänglich sind, und sich ihre Schüler (m/w) selbst aussuchen dürfen.
Hier sind besonders die Schulen in der Trägerschaft der katholischen und evangelischen Kirche zu nennen.
Diese Schulen haben schon seit Jahren das Privileg, sich neben den Schülern (m/w) auch ihre Lehrer (m/w) selbst aussuchen zu dürfen. Deshalb ist dort die "Flachpfeifen-"Quote auch bei weitem nicht so hoch.
Sicher ist festzustellen, dass diese Schulen i.a. Schüler (m/w) anderer Konfessionen oder Glaubensbekenntnisse und solche ohne Bekenntnis nicht per se aufnehmen. Aber das ist kein Dogma. So nehmen fast alle Schulen in katholischer Trägerschaft auch einen gewissen Prozentsatz Schüler (m/w) evangelischer Konfession auf, und an der Schule dieser Art, die ich am besten kenne, werden auch zahlreiche Schüler (m/w) anderer Glaubensrichtungen unterrichtet.
Diese Schulen genießen einen guten Ruf, weil sie neben den guten bis sehr guten Ergebnissen, die ihre Schüler (m/w) in den zentralen Prüfungen ihres jeweiligen Bundeslandes erzielen, auch großes Gewicht auf die Erziehung der Schüler (m/w) legen. Dabei bedeutet Erziehung auch (!) Erziehung im Glauben.
Und sie sind auch deshalb begehrt, weil die Träger (oft sind es die Bistümer) (noch) nicht an der Ausstattung sparen (müssen). Hier wird eine Menge an Kirchensteuergeldern eingesetzt.
So etwas wissen Eltern zu schätzen. So sehr, dass sie sich oft auch bei verschiedensten Gelegenheiten in der Schule mit engagieren, indem sie bei Renovierungen, Schulfesten, Mensa-Betreung etc. mitarbeiten.

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