Der Schulbesuch ist in Deutschland für die Schüler kostenlos. Die öffentlichen Schulen erfüllten ihren Auftrag über lange Zeit ohne Tadel, bis die Pisa-Tests der Zufriedenheit einen Dämpfer verpassten. Manche Eltern suchten nach besseren Möglichkeiten. Aber sind die teuren Privatschulen eine echte Alternative zum öffentlichen Schulsystem?
Ohne Zweifel ist der Pisa-Test ein Indikator für eine "Volksklugheit". Wer klug ist, weiss viel. Nur wer intelligent ist, kann neue Kluge füttern.
Privatschulen kosten Geld. Wer das hat, kann selbst die unintellgentesten Kinder zum Abitur führen. Diese versuchen dann später die Geschicke unseres Landes zu lenken, oder aber, wenn es dazu nicht reichen sollte, anderweitig und mit Unterstützung der Eltern beruflich Fuß zu fassen.
Die Privatschulen sind weder eine teure Abzocke (keine "private Schulpflicht"), noch eine echte Alternative zum öffentlichen Schulsystem. Wohlhabende, die ihre Kinder aus bestimmten Gründen auf diese Schulen schicken "müssen", werden nicht "abgezockt", sondern unterstützt. Viele privaten Schulen dienen nur denjenigen, deren Kinder zu dumm sind, keinerlei Intelligenz zeigen, und die normalerweise nicht in verantwortliche Positionen gehen dürfen.
Fazit: Wenn Klugheit nicht reicht ist Intelligenz gefragt. Und diese ist durch Geld nicht zu ersetzen...
Hallo Blaue Fee,
Danke für die Antwort.
Nun, von "Vorurteilen" halte ich gar nichts !
Deshalb schrieb ich ja auch nicht "alle" sondern "viele" Privatschulen...
In der Tat habe ich da so meine Erfahrungen.
Was die deutschen Privatschulen im Ausland angeht, so kann ich da, mangels eigener Erfahrung, nicht mitreden. Falls sie in diesem Zusammenhang allerdings auf die Schulen für Kinder deutscher Diplomaten oder Firmenvertreter in exponierter Stellung anspielen wollen, muss das allerdings relativiert werden: Diese Kinder haben Glück gehabt... (kleine Klassen, evtl. Einzelunterricht, auf Kosten der Bundesrepublik Deutschland).
Schön wär's, wenn diese Schulen ganz auf Kosten der Bundesrepublik laufen würden.
Bei uns gibt es 3 Dependancen der Deutschen Schule Alexander von Humboldt und in der mit der höchsten Deutschendichte gibt es vielleicht 20% deutsche Schüler. Zu meiner Zeit waren es mehr als 35 Schüler pro Parallel-Klasse (nach Fremdsprache, Billingual sowie Muttersprache getrennt) und auch heute sind es nicht viel weniger. Eine Bekannte hat ihre Tochter im Kindergarten und alleine die Schulanmeldung kostete mehr als 700 EUR, dazu noch die Jahresanmeldung und die monatlichen Gebühren von ca. 400 EUR. Ohne ihre Mutter könnte sie diese nicht stemmen.
Ach ja, und das Niveau ist NRW, weil früher Bonn für diese Schulen zuständig war. (Wenigstens ist es noch nicht Berlin.)
Die deutschen Lehrer bekommen eine saftige Auslandszulage, die einheimischen Lehrer gerade mal das national übliche Gehalt, welches gerade mal ein Fünftel der deutschen Lehrer beträgt.
So ist es !
Und gerade weil das von dir Dargestellte so ist, gibt es z.B in D ja auch so viele private Schulen, weil es genug Leute gibt, die ihren Kids genau diesen "Service" bezahlen können. Das ist meiner Meinung nach keine Abzocke, da auch hier die Nachfrage das Angebot bestimmt. Welche Kinder dann dorthin geschickt werden, bzw. welche "Qualität" dann dort vorhanden ist bestimmt nicht das Leistungsvermögern oder "Intelligenz", sondern nur das Geld...
Wie hoch ist denn der Prozentsatz an echten Privatschulen und nicht nur Ersatzschulen?
Bei uns sind von 3000 Grundschulen im Stadtgebiet 2000 staatlich und der Rest rein privat. Laut ENLACE (dem jährlichen nationalen Schulen und Schüler Assessment, welches allgemein via Internet einsehbar ist) kommt unter die ersten 20 Schulen keine einzige staatliche städtische, geschweige denn eine aus den marginalisierten Zonen in der Provinz.
Dabei sollte man doch davon ausgehen dürfen, dass gerade die staatlichen Stellen mit den staatlichen Vorgaben vertraut sein sollten.
Die Schule meiner Tochter übt noch nichtmal auf ENLACE oder PISA, weil den Leitern das zu blöd ist, und kommt trotzdem auf anständige Ergebnisse.