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Privatschulen - teure Abzocke oder echte Alternative zum öffentlichen Schulsystem?

Der Schulbesuch ist in Deutschland für die Schüler kostenlos. Die öffentlichen Schulen erfüllten ihren Auftrag über lange Zeit ohne Tadel, bis die Pisa-Tests der Zufriedenheit einen Dämpfer verpassten. Manche Eltern suchten nach besseren Möglichkeiten. Aber sind die teuren Privatschulen eine echte Alternative zum öffentlichen Schulsystem?
  1. #140

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Die Quellen können Sie massenweise im Internet finden. Am schlimmsten ist aber die Verschulung des Studiums, weg von wissenschaftlicher Arbeit. Möglichst schnell einen akademischen Abschluss, denn die Großkonzerne möchten es gerne so. Das damit ein akademisches Proletariat geschaffen wird, das letztendlich inkompetent ist, hat man wohl völlig übersehen. Oder warum werden für Ingenieurswissenschaften wieder Diplomstudiengänge angeboten ?!
    Verschulung, Ökonomisierung, Nutzwert-"Kompetenzen", Testeritis, Normitis das alles zusammen ist das Gegenteil von akademisch.
    Aber es regt sich auch in der Wirtschaft schon Widerstand, weil man das Ergebnis sieht:

    Wider die Ökonomisierung der Bildung : Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

    --> Siehe Artikel von v. Kuenheim

    http://bildung-wissen.eu/kommentare/...-bachelor.html
  2. #141

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Sehe ich ebenso; einerseits wird nach einer Elite gerufen, andererseits sollen alle Kinder das Gymnasium besuchen. Das passt irgendwie nicht ! Die Gymnasien sollten nach 13 Schuljahren die AHR erteilen dürfen. Wer das nicht schafft, sollte die Möglichkeit über die Gesamtschule haben. Vor allem sollte die Wirtschaft mit ihrer Forderung aufhören, dass für eine Lehre das Abitur notwendig ist. In meinen Augen ist das Blödsinn.
    Die Hauptschule hat man so lange diffamiert, bis sie tatsächlich zum Problem wurde.

    Das wiederum setzte Realschulen und Gymnasien unter Druck.

    Der Wertverlust von inzwischen allen Schulabschlüssen (zumindest in NRW) führt einerseits dazu, dass Arbeitgeber (selbst im Bereich des hadwerks) sich von Abiturienten noch am ehesten das erhoffen, was früher auch für Hauptschüler normal war.

    Parallel dazu müssen die Unis schauen, wie sie mit der geballten Ladung untauglicher Studenten fertig werden.

    Die Wurzeln des Übels sind
    a) die alte Ideologie, jeder könne alles und habe Anspruch auf den Chefsessel, wobei gleichzeitig suggeriert wird, dass alles darunter weniger wert sei.
    b) eine Kuschel- Erziehung zu dem, was Gauck mit Freiheit ohne Verantwortung für sich und die Gesellschaft meint. Der Ex-Forist Peter Freimann brachte es auf den Punkt: "Es gibt in Deutschland keine Bildungsferne. Die nächste Schule oder Bücherei sind selten mehr als hundert Meter weit entfernt."
  3. #142

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Verschulung, Ökonomisierung, Nutzwert-"Kompetenzen", Testeritis, Normitis das alles zusammen ist das Gegenteil von akademisch.
    Aber es regt sich auch in der Wirtschaft schon Widerstand, weil man das Ergebnis sieht:

    Wider die Ökonomisierung der Bildung : Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

    --> Siehe Artikel von v. Kuenheim

    http://bildung-wissen.eu/kommentare/...-bachelor.html

    Wer wie die Gesellschaft für Bildung und Wissen mit Begriffen wie :

    „Demokratie setzt aus“,

    Studium unter: Sich bei vorzeitigem Hirntod »auf hohem Niveau« selbst zu beobachten,
    abhandelt, Sogar „Kein Hauch von 68“ beklagt, (obwohl die 68 bzw. rot/grün doch sonst für alle Übel dieser Welt ,einschliesslich Wetter in Hamburg, verantwortlich sind)

    hat ja durchaus Unterhaltungswert.

    Mir leuchtet auch durchaus ein, dass Vetreter einer humanistischen Bildung bei der Latein und Griechisch Zugangsberechtigung zur Hochschule waren mit dem heutigen Gymnasium nichts anfangen können.

    Auch das Waldorfschüler, die ja in ihrer Schulzeit lernen, dass Pflanzen eine Seele haben, einen Schock erleben, wenn sie Biologie studieren, kann ich nachvollziehen, Herr "HaPeGe".

    Nur : Dies ist ein Problem der Betreffenden, nicht umgekehrt.

    Das Problem ist, das die normale, reale Welt heute, zumindest in der Arbeitswelt ein Streben nach ständiger Verbesserung beinhaltet.

    Und das geht nicht auf Bertelsmann zurück, da sollte die „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ vielleicht einfach mal ihre Hausaufgaben machen. es kommt noch nicht einmal aus dem westlichen Kulturkreis.

    Und wenn es heute noch eine deutsche Autoindustrie gibt, dann, weil man die Produktionsmethoden der Japaner (Kaizen) übernommen hat.
    Also z.B. das auftretende Fehler soweit wie möglich sofort beseitigt werden , dazu notfalls das Band gestoppt und nicht erst in der Nacharbeit ausgebessert werden.
    Wobei jeder in der Gruppe berechtigt ist , das Band zu stoppen(Gruppenarbeit).

    Wieso soll es dann zuviel verlangt sein, Gruppenarbeit auch in der Schule zu trainieren ?
    Wieso sollte bspw. ein betriebliches Vorschlagwesen für Lehrer nicht sinnvoll sein ?

    Und um ein Dilemma Piri, kommen Sie nicht so ganz herum:

    Wenn also alles in ständiger Weiterentwicklung begriffen ist, warum sollte das für den Bildungsbereich nicht auch gelten ?

    Ausser Religion vielleicht ( wo sich ja die zentralen Dogmen seit mehr als 2000 Jahren nicht ändern) lebt doch nun gerade Wissenschaft davon sich ständig weiterzuentwickeln.

    Das soll nun ausgerechnet für die Vermittlung von Wissen nicht gelten ?
  4. #143

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    ....da sollte die „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ vielleicht einfach mal ihre Hausaufgaben machen. es kommt noch nicht einmal aus dem westlichen Kulturkreis.

    ?
    Klar, alles nur Deppen, die einem IB_31 das Wasser nicht einmal auf Gesäßhöhe reichen können:

    Vorstand : Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

    Dass Ihnen der Unterschied zwischen den Begriffen "Wissen" und "Bildung" nicht geläufig ist, weiß ich ja. Aber manchmal sieht es so aus, als seien auch die Konturen zwischen Bildung und Einbildung ziemlich verschwommen.

    Tröstlich ist: "Kompetenzen" reichen überall dort, wo mehr gefordert ist, als ökonomische Neusprechblasen, eben nicht.
  5. #144

    Der Nagel auf dem Kopf !

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Verschulung, Ökonomisierung, Nutzwert-"Kompetenzen", Testeritis, Normitis das alles zusammen ist das Gegenteil von akademisch.
    Aber es regt sich auch in der Wirtschaft schon Widerstand, weil man das Ergebnis sieht:

    Wider die Ökonomisierung der Bildung : Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

    --> Siehe Artikel von v. Kuenheim

    http://bildung-wissen.eu/kommentare/...-bachelor.html
    v. Kuenheim sagt es klar und deutlich: die Ökonomisierung des Lebens ! Bisher hat sie uns nur Mist gebracht. Aber langsam merkt sogar die "Ökonomie", dass das so nicht geht ! Die Ökonomisierung von Bildung, Gesundheit, Sport, etc. hat uns nur eines eingebracht: gravierende Nachteile ! Der Bologna-Prozess ist auf dem Gebiet der Bildung der größte Mist der letzten vier Jahrzehnte !
  6. #145

    Irrtum

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    v. Kuenheim sagt es klar und deutlich: die Ökonomisierung des Lebens ! Bisher hat sie uns nur Mist gebracht. Aber langsam merkt sogar die "Ökonomie", dass das so nicht geht ! Die Ökonomisierung von Bildung, Gesundheit, Sport, etc. hat uns nur eines eingebracht: gravierende Nachteile ! Der Bologna-Prozess ist auf dem Gebiet der Bildung der größte Mist der letzten vier Jahrzehnte !
    Nicht der Bologna-Prozess als solcher ist Mist, es ist lediglich die bundesdeutsche Umsetzung dieses Prozesses an den Hochschulen.
  7. #146

    Wann klippert 's an den Universitäten?

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    ...
    ...
    Parallel dazu müssen die Unis schauen, wie sie mit der geballten Ladung untauglicher Studenten fertig werden.
    ...
    Es gibt keine "untauglichen" Studenten. Vielmehr hat an den Universitäten die Einführung des doppelten Stuhlkreises, des Blitzlichtes, der Expertengruppe und ähnlicher Dressurakte aus dem Methodencircus noch nicht stattgefunden.

    http://www.hswullersdorf.at/schu0910...entraining.gif

    P.S. discipulus_neu ist der Alte, das SPon-System verlangte nach der Umstellung einen neuen Namen
  8. #147

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Klar, alles nur Deppen, die einem IB_31 das Wasser nicht einmal auf Gesäßhöhe reichen können:
    Nein, aber Leute die sich zu Themen äussern, die sie noch nicht einmal vom Hörensagen kennen. Man könnte sich da ja schlaumachen, wenn man es denn nur wollte.
    Es macht ja normalerweise einen gewissen Reiz aus, den Blick über den Fachhorizont hinaus schweifen zu lassen.
    Bei der Gesellschaft für „Bildung und Wissen“ aber offenbar nicht.
    Stattdessen spult man die altbekannten Phrasen ab.
    Bei einer Gesellschaft die sich vollmundig „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ nennt, doch eigentlich erstaunlich.

    Es sei denn, man fühlt sich bereits im Besitz allen Wissens.
    Ein derartiger Realitätsverlust wäre dann ein Fall für einen Psychologen.
    Zugegeben, für d i e Fraktion, die ja das vergangene deutsche Bildungssystem über alles stellt,
    und so gern die westeuropäischen Wurzeln der EU in den Vordergrund stellt,muss es ein Schock sein, wenn ein nicht unerheblicher Teil des heutigen Wohlstandes in der EU auf Intelligenzleistungen beruht, die gar nicht im westlichen Kulturkreis entstanden sind.

    Tja, die Realität. Sie kann ja so grausam sein.

    Dass Ihnen der Unterschied zwischen den Begriffen "Wissen" und "Bildung" nicht geläufig ist, weiß ich ja. Aber manchmal sieht es so aus, als seien auch die Konturen zwischen Bildung und Einbildung ziemlich verschwommen.

    Tröstlich ist: "Kompetenzen" reichen überall dort, wo mehr gefordert ist, als ökonomische Neusprechblasen, eben nicht.
    Wer Begriffe wie Kaizen als ökonomische Neusprechblasen abtut, zeigt eigentlich nur noch einmal, das der Blick über den Tellerrand sehr sehr schwer fällt.

    Und das Bildung für Sie und die GBW gleichbedeutend ist mit:

    Bildung a la Humboldt,

    Piri, zeigt eigentlich nur merkwürdige dahinterstehende Denkweise:

    Warum ein Bachelor-Student keine Bildung besitzt und keine Persönlichkeit entwickeln kann, ein Diplomer vom alten Schlag aber doch ?
    Nun ja, mit solchen Fragen sind die Herrschaften der GBW und Piri wohl überfordert.

    Denen scheint völlig entgangen zu sein dass es da das Wort
    E i g e n v e r an t w o r t u n g gibt, und es auch in derselben liegt eine Persönlichkeit zu entwickeln.
    Die Uni und die Erziehungswissenschaftler der GBW und die dort zusammengeschlossenen Pädagogen, werden dafür nun wirklich nicht gebraucht.

    Das muss für die Betreffenden sehr bitter und frustrierend sein.
  9. #148

    Andere Meinung !

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Nicht der Bologna-Prozess als solcher ist Mist, es ist lediglich die bundesdeutsche Umsetzung dieses Prozesses an den Hochschulen.
    Der Bologna-Prozess ist und bleibt meiner Meinung nach absoluter Mist ! Man hätte die bestehenden Diplom-Studiengänge überarbeiten sollen, teilweise wurde das ja auch an einigen Unis und Hochschulen gemacht. Und wir hätten uns in Europa gegen die Übernahme des Bachelor- und Master-System wehren sollen. Warum hätten die anderen Länder nicht unser System übernehmen können ? Warum ausgerechnete dieses anglo-amerikanische System ? Angesehen ist es in der Welt nicht ! Warum haben wir diese Verschlechterung akzeptiert ?! Wieder einmal vorauseilender deutscher "Gehorsam" zu unserem eigenen Nachteil.
  10. #149

    Bachelor = Geselle

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Der Bologna-Prozess ist und bleibt meiner Meinung nach absoluter Mist ! Man hätte die bestehenden Diplom-Studiengänge überarbeiten sollen, teilweise wurde das ja auch an einigen Unis und Hochschulen gemacht. Und wir hätten uns in Europa gegen die Übernahme des Bachelor- und Master-System wehren sollen. Warum hätten die anderen Länder nicht unser System übernehmen können ? Warum ausgerechnete dieses anglo-amerikanische System ? Angesehen ist es in der Welt nicht ! Warum haben wir diese Verschlechterung akzeptiert ?! Wieder einmal vorauseilender deutscher "Gehorsam" zu unserem eigenen Nachteil.
    Damit der B.Eng. das gleiche Gehalt bekommt wie ein Facharbeiter.

    Was in Deutschland zur Zeit noch stört ist der Fachwirt bzw. Techniker. Wenn Bachelor und geselle sowie master und meister in der OECD-Bewertung gleiche Punktzahlen haben, wo landen dann die Techniker?

    Who pays peanuts, gets monkeys!








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