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Nützt längeres gemeinsames Lernen den Kindern?

Internationale Studien deuten darauf hin: Unsere Schulen trennen Schüler zu früh. In Hamburg wird jetzt von den Bürgern über eine neue Schulform abgestimmt, die dies ändern soll. Doch die Meinungen sind nach wie vor geteilt: Nützt längeres gemeinsames Lernen den Kindern wirklich?
  1. #2690

    Das macht den Lehrerberuf zu einer Sysiphos-Arbeit..

    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    ...Kinder, die eigentlich nicht aufs Gymnasium gehören, findet man in Bayern quer durch alle Bevölkerungsschichten. ....
    Die Überschätzung des eigenen Nachwuchses durch die Eltern ist nämlich ein völlig klassenloses Mysterium.
    Und Sie als Elternteil sind natürlich absolut sachlich, objektiv in der Lage, einzuschätzen, "ob Kinder aufs Gymnasium gehören oder nicht".... .
    Mit dieser "Argumentation" haben Sie meinen letzten Beitrag und die Berichte meiner Schwägerin über die Elternsprechtage mit angeblich besserwissenden Eltern - die gottlob noch eine wenn auch in der Anzahl z.Zt. wieder anwachsende Ausnahme statt die Regel sind - bestätigt.

    Zitat von ordana Beitrag anzeigen
    Schon erstaunlich, dass solche Sendungen immer erst mitten in der Nacht zu sehen sind. Ich frage mich, wer da bei dem Sendetermin wohl seine Finge im Spiel gehabt hat.
    Lt. Ihrer vequeren Logik ist das klar. Der rot-grün verseuchte Programmrat nämlich. Sonst haben Sie keine Schmerzen?
  2. #2691

    Zitat von TST1998 Beitrag anzeigen
    Ironischweise sammeln sich gerade an den Hauptschulen heute die meisten Hochbegabten, welche in diesem System abgestraft wurden und dann auf Leistungsverweigerung geschaltet haben. Wenn man meint auf deren Potential verzichten zu können...
    Gut behauptet, aber (wieder mal) schlecht belegt.
    Mit der Bitte um Nachreichung des vergessenen Beleges...
  3. #2692

    Zitat von ondrana Beitrag anzeigen
    Schon erstaunlich, dass solche Sendungen immer erst mitten in der Nacht zu sehen sind. Ich frage mich, wer da bei dem Sendetermin wohl seine Finge im Spiel gehabt hat.
    na, ich zum beispiel, so als altkommunistischer-linker-traumtänzerischer-realitätsferner-öffentlich-rechtlicher-verlautbarungsjournalistischer-elternbesserwisserischer-lehrerhassender-nwo-bertelsmann :-)...
  4. #2693

    Zitat von katzenjäger Beitrag anzeigen
    Und Sie als Elternteil sind natürlich absolut sachlich, objektiv in der Lage, einzuschätzen, "ob Kinder aufs Gymnasium gehören oder nicht".... .
    Bin ich nicht. Die Lehrerin unseres Sohnes hat mit aber gesagt, dass sie mindestens fünf Schülerinnen und Schülern keine Übertrittsempfehlung gegeben hätte, hätten Sie deren Noten nicht dazu gezwungen.

    Zitat: "Ich weiß ja, wer die Noten wirklich geschrieben hat."
  5. #2694

    Zitat von katzenjäger Beitrag anzeigen
    Diesen Part vertreten Sie doch brillant durch das Einprügeln auf meine Beiträge - zu anderen haben Sie inhaltlich nichts zu bieten.
    über den Stil brauchen Sie sich nicht zu beklagen, den haben Sie eingeführt. Im Vergleich zu Ihnen bin ich doch recht höflich.
    Ihr ewiges Lamento gegen die langhaarigen Mitbürger aus den 70-er und 80-er Jahren ist albern. Wie schon ein Mitforist bemerkte - dafür bin ich zu alt. Aber Hauptsache, Sie können ihr kleines, niedliches Feindbild pflegen. Es sei Ihnen gegönnt.
    Haben Sie die nicht auch eingeführt? Ach nein, das war ein anderer Forist ähnlicher Machart wie Sie. Aber ich finde, das paßt hervorragend auf Sie abgehalfterten Revoluzzer. Nehmen Sie's gerne so persönlich, wie Sie wollen.
    ...ihre dummen Abwertungen können Sie sich sparen, es steht Ihnen nicht zu - außerdem kennzeichnet das den Gesamtinhalt Ihrer Beiträge.
    ich weiß wirklich nicht, was ich an Abwertendem zu Hauptschullehrern geäußert hätte, außer das deren üblicher Werdegang eben kein "akademisches" Studium ist, und das ist eine schlichte Feststellung. Das Problem besteht allein in Ihrem Kopf. Sie betrachten jede Äußerung als persönliche Herabsetzung. Ich denke, Sie würden auch auf das Angebot eines Glases Rotwein, einer Tasse Tee oder der Gratulation zum Geburtstag gleichermaßen explosiv reagieren. Anders gesagt: es ist die EINZIGE VERHALTENSWEISE, zu der Sie ÜBERHAUPT fähig sind.
    Die Dame hat Mathematik und Physik an der Universität Bochum studiert, ist also - im Gegensatz zu Ihnen - kein pseudoakademischer Fachidiot. Weil die Chancen auf eine Anstellung im Wissenschaftsbetrieb der Universität damals recht gering waren, entschloß sie sich dazu, ein Studium der Pädagogik anzuschließen. Nun lehrt sie halt an einer Hauptschule.
    Also von der Ruhr-Uni kommt sie, und hat im "Wissenschaftsbetrieb" keine Landung hinbekommen. Da hat dann doch das Schimpfen auf die "Auswendiglerner" einen ganz anderen Beigeschmack, etwas von "Neid der Besitzlosen", das übliche Diffamieren von Leuten, die einfach fachlich besser sind als man selbst.

    Gute Mathematiker und Physiker sind aber zu allen Zeiten, auch vor 30 Jahren, mit Handkuß in der Industrie genommen worden. Warum ist sie nicht in die Industrie gegangen? Und warum konnte sie trotz Pädagogikstudiums "nicht einmal" Gymnasiallehrerin für Mathe und Physik werden, Fächer, in denen es stets Lehrermangel gab?
    Klafften da womöglich, wie bei Ihnen, Anspruch und Wirklichkeit allzu unüberbrückbar auseinander? Nach Ihren aufschlußreichen Äußerungen ergibt sich für mich, daß es sich bei dieser Verwandten anscheindend um so etwas wie Ihre "Schwester im Geiste" handeln könnte.
  6. #2695

    Zitat von TST1998 Beitrag anzeigen
    Wieviele promovierte Lehrer gibt es denn? Wieviele von denen haben sie unterrichtet?
    Die Promotion ist nicht Zugangsvoraussetzung für den Lehrerberuf. Ebensowenig wie für die meisten anderen Berufe jenseits einer universitären Karriere.
    Ich habe bis heute keinen einzigen Realschullehrer getroffen von dem ich fachlich irgendetwas halten würde und selbst bei den Gymnasiallehrern beschränkt sich dies auf Ausnahmefälle.
    Um Ihre falsche subjektive, vermutlich nur gefühlte Wahrnehmung mal fachlich zurechtzurücken:

    http://www.zeit.de/2009/13/C-Seitenhieb
    http://www.zeit.de/2009/19/C-Baumert

    Und da ich weiß wie das Studium der Lehrer aufgebaut ist und was die an Fachvorlesungen zu belegen haben, da darf ich mir auch durchaus das Urteil erlauben, dass alle Lehrer mit normaler Lehramtsausbildung fachlich vollkommen inkompetent sind.
    Sie sollten Bildungsforscher werden. Ihre Aussagen verblüffen vor allem vor dem Hintergrund, dass die universitäre Ausbildung in jedem Bundesland anders ist. Unterschiedlich gut ausgeprägte Fachkenntnisse begründen sich übrigens nicht in der Persönlichkeitsstruktur der Lehramtsstudenten, sondern in ihrer je nach Bundesland wieder sehr unterschiedlichen Ausgestaltung der Studiengänge. So studieren in einigen Ländern Realschullehrer weitgehend analog zu Gymnasiallehrern, in anderen nicht, sondern zusammen (evtl. sogar in einem Lehramt) mit Grundschullehrern. Aber das wissen Sie ja als ausgewiesener Bildungsexperte.

    Kleiner Link-Tipp, damit Sie mal anfangen können, Ihre Lehrerklischees wenigstens ein wenig abzubauen:

    http://www.mpib-berlin.mpg.de/de/for...ehrerquiz.html

    http://www.zeit.de/2009/24/C-Lehrermythen
  7. #2696

    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    Aus der jetzigen Klasse unseres Sohnes haben 17 von 22 Schülern die Empfehlung für das Gymnasium erhalten, aus seiner ehemaligen Klasse (wir sind in den Sommerferien 2009 nämlich innerhalb Bayerns umgezogen), haben 14 von 17 Schülern den Übertritt aufs Gymnasium geschafft.
    Und sie sind gegen die Einheitsschule, wenn 82% eines Jahrganges (angeblich) die Empfehlung aufs Gymnasium erhalten? rofl
    Was waren denn die restlichen 3 Kinder?
    Migrantenjungs?

    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    Kinder, die eigentlich nicht aufs Gymnasium gehören, findet man in Bayern quer durch alle Bevölkerungsschichten. Das hat nichts mit Akademiker-, Arbeiter- oder Handwerkerfamilien zu tun,
    Ach? Echt?

    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    auch wenn es sich natürlich viel schöner anhört und der Argumentation pro längeres gemeinsames Lernen wesentlich dienlicher ist, wenn man behauptet, dass nur Akademikerfamilien Ihre strohdummen Sprösslinge mit großen Geld- und Kraftanstrengungen quasi gewaltsam ans Gymnasium binden.
    Stimmt, deshalb gibt man dann lieber gleich allen minus den Migrantenjungs, die Empfehlung fürs Gymnasium. rofl

    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    Bei weniger gebildeten und bemittelten Familien findet man aber genau dasselbe Phänomen in keinesfalls geringerer Häufigkeit - frei nach dem Motto: "Uns war es leider nicht vergönnt, aber die Früchte unserer Lenden sind selbstverständlich alles kleine Geistesgrößen!"

    Die Überschätzung des eigenen Nachwuchses durch die Eltern ist nämlich ein völlig klassenloses Mysterium. Bitte denken Sie mal darüber nach.
    Leider ist es nicht ganz so einfach. Denn erstens wird nicht in allen Familien schon erkannt, dass Bildung wichtig ist, und zum anderen lassen sich weniger ambitionierte Eltern extrem in ihrer Schulwahl beeinflussen. Wenn dann ein Lehrer kommt und behauptet, dass beste fürs Kind wäre die Hauptschule, weil er sonst überfordert wäre, dann geraten selbst Mittelschichtskinder durchaus ebenfalls in die Mühlen des Systems.



    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    Soll denn mit der Trennung Ihrer Ansicht nach bis nach der Pubertät gewartet werden?

    Das meinen Sie dann aber hoffentlich nicht im Ernst.
    Doch das meine ich ganz ernst. Eine Trennung sollte erst ab dem 16 Lebensjahr erfolgen, so wie es in praktisch allen Ländern dieser Erde der Fall ist. Natürlich muss es eine entsprechende Binnendifferenzierung und Einzelförderung innerhalb der Schule geben. Man darf aber nicht Kinder aussortieren, als seien sie Müll!

    Das sie dies anders sehen, entspricht wohl ihrem geistigen Horizont, der an der bayrischen Dorfgrenze aufhört.
  8. #2697

    Sendetermin

    Zitat von ondrana Beitrag anzeigen
    Schon erstaunlich, dass solche Sendungen immer erst mitten in der Nacht zu sehen sind. Ich frage mich, wer da bei dem Sendetermin wohl seine Finge im Spiel gehabt hat.
    War leider schon heute, der Sendetermin. Ansonsten haben sie recht. Und Vorsicht, der Katzenjammer lauert hinter jeder Ecke, meistens da wo es blubbert :-)
  9. #2698

    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    Gut behauptet, aber (wieder mal) schlecht belegt.
    Mit der Bitte um Nachreichung des vergessenen Beleges...
    Lesen sie die PISA Studie.
  10. #2699

    Zitat von Peter Kittsteiner Beitrag anzeigen
    Nö, das war mir jetzt neu.
    Gut, dass es Menschen wie Sie gibt, die anscheinend alles wissen.
    Danke für das überaus fragwürdige Kompliment. Aber in einem muß ich Ihnen Recht geben. Es ist empfehlenswert, auch nach einem erfolgreich absolvierten Studiengang den Ausbau des Allgemeinwissens zu pflegen.
    Die Lehrerin unseres Sohnes hat mit aber gesagt, dass sie mindestens fünf Schülerinnen und Schülern keine Übertrittsempfehlung gegeben hätte,...
    ...jaja. Sowas aber auch. Da schreiben die Kiddies gute Resultate - und man muß ihnen dann eine Beitrittsempfehlung geben.

    Oder wollen Sie etwa behaupten, Papa, Mama oder Schwesterlein hätten die Klassenarbeiten für diese Schüler geschrieben?

    Oder wollen Sie damit andeuten, daß - wie ich bemängelte - schon wieder eine deutliche Einmischung angeblich besserwissender Eltern die Rolle spielte?

    Zu denen Sie ja angeblich nicht zählen wollen. Ist aber zutreffend. Sonst würden Sie sich hier nicht so weit für ein veraltetes Schulsystem aus dem Fenster hängen.


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