Forum: Uni + Bildung
Mathematik - wie wichtig ist Kopfrechnen?
Ehemals eine Säule des Mathematik-Unterrrichts an Schulen, heute leicht ins Gerede gekommen: Kopfrechnen halten manche Befürworter des Taschenrechner-Gebrauchs
für verzichtbar im Unterrricht. Aber wie verzichtbar sind solche Fertigkeiten im Alltagsleben? Überhaupt: Wie wichtig ist Kopfrechnen für die Mathematik?
- #1570 04.12.2011 20:24 von
Diese spezielle Finanzierung ist ja bei der Überschuldung unseres Staates auch nicht ganz unumstritten. Von den "Leistungen" des zeitgenössischen Regisseurtheaters einmal abgesehen.
Wenn Sie im Privathaushalt sehr viele Ausgaben für Urlaubsreisen getätigt haben, ist das dann ein Argument für die Anschaffung von Luxusmöbeln? Wir sind hier im Mathematik-Thema, paßt also ganz gut, Gutmenschlichkeit versus die Gesetze der Addition ...
Diese "Mitmenschen", die das Theater besuchen, sind legale Einwohner der Bundesrepublik Deutschland, zu einem sehr hohen Prozentsatz Staatsbürger.
Sie können privat zur Behebung des Elends auf aller Welt so viel spenden, wie Sie nur möchten, niemand hindert Sie daran. - #1571 04.12.2011 21:21 von
- #1572 04.12.2011 21:41 von
Was war nochmal Ihre Frage?
Uebrigens haben auch ILLEGALE Einwanderer Anspruch auf bestimmte Leistungen - ich weiss nicht, wie es in Deutschland ist, aber hier in England kommt man als Arzt schon mit diesen armen Leuten in Beruehrung, weil sie ein Recht auf Gesundheitsversorgung haben!
Es laesst sich leicht aus dem warmen Wohnzimmer mit einer Tasse Kaffee in der Hand darueber urteilen, wenn man solche Schicksale nie hautnah gesehen hat...
Gesundheit ist ein Menschenrecht; wie uebrigens auch Bildung. - #1573 04.12.2011 21:46 von
Wie leben aber nunmal nicht in einem komplett hermetisch versiegelten Land.
Es ist daher trotzdem die Diskussion wert, ob das Geld besser angelegt ist, Opernhaeuser zu subventionieren (die meistens von Leuten besucht werden, die das Geld eh haben, da die Karten fuer die anderen immer noch viel zu teuer sind) - oder ob man gemainsam als Land die Entscheidung trifft, stattdessen lieber Kindern in anderen Laendern z.B. eine Grundschulbildung zu ermoeglichen (oder illegalen Einwanderern). Denn (mal abgesehen von ethischen Argumenten): wenn man laengerfristig denkt, kann das letzere durchaus mehr von Vorteil sein, auch wieder fuer die Leute im eigenen Land.
Ausserdem ist es auch eine Frage des Standpunktes der meisten Einwohner des Landes. Ich persoenlich wuerde z.B. den Opernbesuch gerne aufgeben, wenn ich wuesste, dass dadurch 10 Kinder im Kongo zur Schule gehen koennen. Wenn die meisten Leute so denken, was ich vermute, dann kann man wohl als Land durchaus die Entscheidung treffen, das Steuergeld dann auch so anzulegen. - #1574 29.12.2012 18:43 von
Alle Beiträge -
- habe ich in diesem Thread hier nun nicht gelesen, jedoch wird teils an dem Problem vorbeigeredet.
Allgemein halte ich es für sehr wichtig, daß den Schülern und Schülerinnen ab der ersten Klasse an Kopfrechnen beigebracht wird. Generell würde ich bis einschließlich der fünften Klasse Taschenrechner verbieten. So war es zu meiner Schulzeit. Ab der sechsten Klasse durften wir den Taschenrechner nutzen.
Kopfrechnen gehört meiner Meinung nach zum Allgemeinwissen und -bildung. Und auch dann noch, wenn es später nur zu überschlägigem Rechnen herangezogen wird.
Schönes Beispiel: habe heute drei Packungen Zigaretten gekauft. Stück zu 4,60 Euro. Mein Kopfrechnen: (3 x 4) + (3 x 6 : 10) = 13,80 Euro.
Solch eine Rechenaufgabe sollte jeder Erwachsene des Mittelstandes innerhalb zwei, drei Sekunden gelöst haben. Am Rande: der Verkäufer heute brauchte länger als ich.
Rechnen ist wichtig, genauso wie vernünftiges Deutsch und einige andere Schulfächer. - #1575 31.12.2012 14:03 von
- #1576 31.12.2012 15:30 von
- #1577 31.12.2012 15:46 von
Manchmal rechne ich da so:
Mein Rechnungsvorschlag:
(3 x 5,00) - ( 3 x 0,40) = welch ein Wunder auch 13,80.
Ein Bekannter von mir erzählte folgendes Beispiel: Er hatte einen Leergutkasten weggeschafft, aber eine Flasche fehlte. Die junge Azubi hatte Mühe, den zurückzuzahlenden Pfand zu errechnen. Das Dilemma: Stromausfall an der Kassen. Prima, was? Es muss an höhere Mathematik gegrenzt haben, was die junge Frau so alles angestellt hat, bis ihr mein Bekannter die Lösung gesagt hat.
Dieses all den vollidiotischen Kompetenzenfindern und pädagogischen Schwätzern ins Stammbuch:
Steigt herab von eurem selbst angemaßten Tron und geht in die Schulpraxis. Dort könnt ihr eure Ideen sinnvoll anwenden, wenn sie überhaupt funktionieren. Nein, so etwas auch, können den Schülern nicht 7 x 8 beibringen und schwätzen von Kompetenzen - und bekommen für ihren geistigen Müll auch noch höhere Bezüge als die kleinen Lehrer, die sich tagtäglich mit der Dummheit herumschlagen. - #1578 31.12.2012 16:13 von
Feind von Kunst = Feind von Bildung
Da haben sich meine inzwischen größtenteils verstorbenen Lehrer in der DDR Mühe gegeben, mir eine klassische Bildung zu verabreichen. Goethe, Schiller, Mozart, Beethoven, aber auch Brecht und Schostakowitsch gehörten dazu - und Theaterbesuche. In der verrufenen DDR versuchte man sogar, ganze Brigaden dazu zu bringen, Theaterabos zu buchen - Kunst für Arbeiter und Bauern. Die sahen mitunter zum ersten Mal den "Freischütz" oder die "Räuber". Fest steht doch, ohne eine fundierte humanistische Bildung würden es viel weniger Menschen einsehen, dass Afrika Hilfe braucht.
Schließlich dibt es Kräfte, die so argumentieren: Schließt wie gegenwärtig in Ostdeutschland weiterhin Theater, Museen, Freibäder und nicht zuletzt Schulen, damit wir in der dritten Welt welche bauen können. Die Extremisten bestimmter Farbtöne werden es euch danken. Die sehen sich Goethes "Faust" nicht an. Auf diesem Ohr sind die nämlich taub. Die bevorzugen die blanke Faust oder auch manchmal die 9mm Ceska.
Deshalb mein Tipp: Dresdener Semperoper und Gemäldegalerie schließen und verkaufen an Ölscheichs. Für das Geld Hefte und Bleistifte für Afghanistan kaufen, det hebt det Bildungsniveu .
Aber solche Witzbolde wie "Till(ich), ja ich glaube Eulenspiegel ist auch wieder da) Milzbrandt & Co" in Sachsen wären froh , wüssten sie doch, wie und wo sie die Milliarden der versemmelten Landesbank eintreiben könnten - ha ha . Denn dorthin fließt unser Geld. - #1579 31.12.2012 16:15 von
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