Ehemals eine Säule des Mathematik-Unterrrichts an Schulen, heute leicht ins Gerede gekommen: Kopfrechnen halten manche Befürworter des Taschenrechner-Gebrauchs
für verzichtbar im Unterrricht. Aber wie verzichtbar sind solche Fertigkeiten im Alltagsleben? Überhaupt: Wie wichtig ist Kopfrechnen für die Mathematik?
Nein, ein "Hardcore-Mathematiker" sucht nicht nach einem perfekten Sinus oder Cosinus. Das sind für ihn ganz schnöde Taylorreihen. Für einen Mathematiker ist es völlig wurst, ob ein Naturwissenschaftler seine Forschungsergebnisse dazu verwendet, um die Natur zu beschreiben, oder ob der Dorfpfarrer die Ergebnisse benutzt, um die Existenz Gottes zu beweisen.
Was meinen Sie (echtes Interesse):
Ist es eher dem Naturwissenschaftler bewusst, dass er als Subjekt beschreibt und seine Geschichte in seine Antwort einfließt und er Natur gar nicht be-greifen kann, weil seine "Hände" zu klein sind?
Oder weiß der Dorfpfarrer eher um die unendliche Kluft zwischen "Zeigefinger" (Symbol bzw. Modell) und "Objekt" des Zeigens?
Einige Ursachen des Elends des Kopfrechnens werden hier im Thread vorgeführt.
Der gemeine Mathelehrer wäre in seiner Mehrzahl lieber Mathematiker geworden. Da es dafür nicht ganz gereicht hat, wird hier im Thread so getan als ob, und Kopfrechnen (Threadthema) mal eben mit Taylorreihen, Infinitesimalmathematik und Relativtheorie verwechselt (und das Matehelehrern!)
Im Thread so tun als ob ist völlig okay, irgendwo muss man halt tagträumen und "verwirklichen", was man im realen Leben nicht geschafft hat.;-)
Nur leider leider wird dieselbe Show nicht selten auch vor den Schülern abgezogen:
Unterrichtsziel: Keiner versteht etwas, nur der ex cathedra Vortragende.
Ergo: Wer ist der Größte Anzunehmende Mathematiker?
q.e.d.
Dass die Schüler da kaum noch Kopfrechnen lernen:
Ist denn Kopfrechnen heute noch wichtig?
Gibt doch TR.
In der höheren Baumschule kamen wir nicht hinaus über die wohl nicht allzu tiefschürfende Erkenntnis:
"2 Äpfel plus 3 Birnen plus 5 Pflaumen ergibt Obst.
Erst sehr viel später dämmerte mir, daß 2, 3 und 5 Primzahlen sind und daß (-> Primzahlsatz) gilt:
π(x)~ x/ln(x),
was mit sog. "elementaren Mitteln" erst 1949 von Atle Selberg und Paul Erdős (bzw. Erdős Pál) bewiesen werden konnte.
PS: Ein total unbedarftes *g*
PPS: Ich bin geneigt, Ihr Pseudonym ohne die beiden ersten Buchstaben zu zitieren ...