Gehälter - Holen die Frauen endlich auf?

Nach jüngsten Erhebungen schrumpft das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen kontinuierlich. Ist endlich eine messbare Gleichstellung im Berufsleben in Sicht? Wie sind Ihre Erfahrungen?
Der Artikel zum Thema:
http://www.spiegel.de/unispiegel/job...379444,00.html
  1. #60

    Zitat von Constantinopolitana
    Und wenn ich JEMALS jemanden einstellen müßte (dürfte), würde ich bei gleicher Qualifikation glasklar Leuten den Vorzug geben, die sonst aufgrund von Vorurteilen nicht zum Zuge kämen
    Absolut richt. Das würde ich auch tun. Zahlt sich nämlich am ehesten aus.
  2. #61

    Die Geschlechterdebatten in öffentlichen Medien und Internetforen sind reichlich einseitig. Hier kann man das auch sehen.

    Man pickt sich die Beispiele heraus, in denen Frauen diskriminiert werden und geilt sich geradezu daran emotional auf.

    Wer spricht von der Männerdomäne Müllabfuhr? Wollt ihr die auch stürmen, oder wollt ihr nur die lukrativen Männerdomänen erobern?
    Und wie ist es erst mit der Männerdomäne Afghanistaneinsatz?
    Männer erledigen in diesem Land fast alle Risikojobs und zahlen mit ihrer Gesundheit und Lebenserwartung. Das ist eine existentielle Thematik, die viel schwerer wiegt als die oft diskutierte mangelnde Kinderbetreuung.
    Wie entstehen überhaupt sog. Männerdomänen? Sind sie immer ein Zeichen von Diskriminierung oder interessieren sich Männer mglw. einfach für andere Themen als Frauen...?

    Die etablierten Diskurse werden oft weiblich dominiert, weil Frauen sehr viele geisteswissenschaftliche Posten besetzen. Die sind zwar unproduktiv, aber propagandistisch wirksam.

    So wird z. B. allen Ernstes von Männer erwartet, sich mehr um die Kindererziehung zu kümmern, aber gleichzeitig im Scheidungsfall auf den Anspruch auf das Sorgerecht zu verzichten.
    In der Politikanalyse heult man mit der armen Angela Merkel mit, wenn sie mal "als Frau" angegriffen wird, aber bei dem Mann Kohl zeigte man wenig Mitleid, hat vielleicht sogar selber draufgehauen!
  3. #62

    Zitat von Secutor
    Die Geschlechterdebatten in öffentlichen Medien und Internetforen sind reichlich einseitig. Hier kann man das auch sehen.

    Man pickt sich die Beispiele heraus, in denen Frauen diskriminiert werden und geilt sich geradezu daran emotional auf.
    ...wobei man sich sogar ernsthaft die Frage stellen sollte, ob die genannten Beispiele überhaupt was mit geschlechterspzifischer Diskriminierung zu tun haben. Wenn Frauen im Schnitt 30% weniger verdienen als Männer, Frauen aber auch etwa 30% weniger Erwerbstunden haben, ist das dann Diskriminierung von Frauen oder wäre es nicht eher Diskriminierung von Männern, wenn man Frauen bei gleicher Arbeitszeit höhere Löhne bezahlen würde, nur um die Statistik wieder auszugleichen? In den Lohnbereichen, wo Tarif gezahlt wird, kenne ich keinen Fall von Frauenlohntabellen und Männerlohntabellen.
  4. #63

    Zitat von samsonax
    ... Wenn Frauen im Schnitt 30% weniger verdienen als Männer...
    Wobei noch interessant ist wie diese Aussage bewertet wird. Laut Aussage der Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes verdienen Frauen in einigen Branchen, z.B. Banken, bis zu 30% weniger als Männer. Hauptursachen: Sie haben weniger hohe Positionen inne. Was macht ein bayerischer Privatsender in seinen Nachrichten daraus? Frauen werden in D diskriminiert, weil sie bei gleicher Arbeit 30% weniger verdienen.
    So wird schnell aus einige Branchen generell und aus weil in geringeren Positionen bei gleicher Arbeit und somit wieder fleißig Munition für den Geschlechterkampf geliefert.
  5. #64

    Zitat von samsonax
    ...wobei man sich sogar ernsthaft die Frage stellen sollte, ob die genannten Beispiele überhaupt was mit geschlechterspzifischer Diskriminierung zu tun haben.
    In der Schweiz haben ein paar Wirtschaftswissenschaftler einen Weg entwickelt, wie man den richtigen "Diskriminierungsanteil" ausrechnen kann. (Also Berücksichtigung von Ausbildung, Arbeitszeit usw) Sie kamen auf das Resultat, dass 30% Lohnungleichheit herrscht, wovon wiederum etwa 20% wirkliche, unerklärliche Lohndiskriminierung darstellten.
    Er ist also nicht SO hoch, aber es ist nichts desto trotz traurig. Aber ich werde sowas sicherlich nicht mit mir machen lassen.
  6. #65

    Zitat von Huscheli
    In der Schweiz haben ein paar Wirtschaftswissenschaftler einen Weg entwickelt, wie man den richtigen "Diskriminierungsanteil" ausrechnen kann. (Also Berücksichtigung von Ausbildung, Arbeitszeit usw) Sie kamen auf das Resultat, dass 30% Lohnungleichheit herrscht, wovon wiederum etwa 20% wirkliche, unerklärliche Lohndiskriminierung darstellten.
    Er ist also nicht SO hoch, aber es ist nichts desto trotz traurig. Aber ich werde sowas sicherlich nicht mit mir machen lassen.
    Ich kenne die Verhältnisse in der Schweiz nicht, aber die in Deutschland seit bald 30 Berufsjahren. (Hat nicht die Schweiz relativ spät das Frauenwahlrecht eingeführt?)
    In Deutschland habe ich es nicht ein einziges mal erlebt, dass Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer. Im Gegenteil erlebe ich es heute noch, dass gerade Mütter, welche aus dem Mutterschutz zurück in den Beruf kommen, häufig mit Samthandschuhen angefasst werden und auf längere Zeit Jobs bekommen, ja sich daran gewöhnen, welche vorher von Teilzeitbeschäftigten gemacht wurden, wofür diese Frauen dann aber vollzeit bezahlt werden. Kleinere Unternehmen können sich das evtl. nicht leisten, größere schon.
  7. #66

    Gehälter von Frauen

    Meiner Ansicht nach wird zu heftig in der öffentlichen Diskussion auf die bislang noch existierende Ungleichheit von Frauen im Beruf hingewiesen, besonders auf niedrigere Gehälter.
    Auf der einen Seite kann man bestimmte Argumente nachvollziehen - in der Tat verdienen Frauen in höheren Positionen in der Wirtschaft weniger als Männer und ein Blick auf die Zusammensetzung der Vorstände belegt, dass Frauen schlichtweg unterrepräsentiert sind.
    Auf der anderen Seite sollte man aber nicht außer Acht lassen, dass Unternehmen, gemäß dem Prinzip die 'Besten' auf vordere Positionen zu befördern, zurecht den häufig besser ausgebildeten Mann auswählen. Im Durchschnitt sind Männer aufgrund geradlinigerer Karriereplanung besser ausgebildet oder besitzen mehr Berufserfahrung (z.B. kein Erziehungsurlaub). Was Gehalt angeht, sollte man auch nicht vergessen, dass dieses für höhere Positionen Verhandlungssache ist, und mir scheint, dass Männer aufgrund besserer Verhandlungsposition und Durchsetzungsfähigkeit sich einfach ein höheres Gehalt "verhandeln".
    Daher finde ich grundsätzlich ein Gesetz wie in Norwegen, wo festgelegt wurde, dass eine bestimmte Quote von Frauen im Vorstand/Board repräsentiert sein muss, für völlig unnötig und dem freien Leistungswettbewerb widersprechend.

    ciao
  8. #67

    Zitat von sysop
    Nach jüngsten Erhebungen schrumpft das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen kontinuierlich. Ist endlich eine messbare Gleichstellung im Berufsleben in Sicht? Wie sind Ihre Erfahrungen?
    Der Artikel zum Thema:
    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...379444,00.html

    Meine Erfahrung ist, dass ich noch keinen Job hatte, bei dem ich mehr als die weibliche Kollegin verdiente.
    Zeigen sie mir auch nur einen Job, der im selben Betrieb bei gleicher Qualifikation und Arbeitsbeschreibung unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern vorsieht.

    Heinz Meier
  9. #68

    Natürlich ist es eine Schweinerei, daß Frauen bei gleicher Qualifikation im Durchschnitt immer noch weniger verdienen, als Männer. Diese Differenz wird noch größer durch die Tatsache, daß kleine Männer bei gleicher Qualifikation noch weniger verdienen, als Frauen. Da Frauen dies allerdings mehrheitlich als gerecht empfinden, kann ich als kleiner Mann wirklich nicht behaupten, bei den gerechten Forderungen der Frauen einen wirklichen Gerechtigkeitssinn ausmachen zu können.
    Kaum waren die ehemaligen Leibeigenen in die Freiheit der neuen Welt entkommen, gefiehlen sie sich auch schon als rassistische Sklavenhalter...
  10. #69

    Zitat von tgiov
    Natürlich ist es eine Schweinerei, daß Frauen bei gleicher Qualifikation im Durchschnitt immer noch weniger verdienen, als Männer. Diese Differenz wird noch größer durch die Tatsache, daß kleine Männer bei gleicher Qualifikation noch weniger verdienen, als Frauen. Da Frauen dies allerdings mehrheitlich als gerecht empfinden, kann ich als kleiner Mann wirklich nicht behaupten, bei den gerechten Forderungen der Frauen einen wirklichen Gerechtigkeitssinn ausmachen zu können.
    Kaum waren die ehemaligen Leibeigenen in die Freiheit der neuen Welt entkommen, gefiehlen sie sich auch schon als rassistische Sklavenhalter...
    symphatische züge haben ihre posts...
    Ich bin für leistungslohn und gegen Gleichmacherei...
    Unsere Unterschiede machen uns einzigartig, und frauen sind in vielen dingen begabter als männer, haben dort auch einen höheren lohn verdient, genau wie im Umkehrschluss...

    Will sagen, die Frauen holen vielleicht nicht auf, die männer werden auf den boden der tatsachen zurückgeholt...