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Erziehung - wie ungerecht ist unser Schulsystem?

Noch immer spielen in vielen Bundesländern die Herkunft und die Elterhäuser der Schüler eine größere Rolle beim schulischen Fortkommen als die individuelle Begabung. Dies zu ändern ist das Ziel der Bildungspolitik, doch über die Vorgehensweise wird häufig gestritten. Manche wollen auch gar nichts ändern. Wie ungerecht ist unser Schulsystem wirklich?
  1. #60

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Geld auf'm Konto, dafür wird gemacht, was vom Dienstherr verlangt wird. Ist so, wenn man sich prostituieren muss.

    Die schüler müssen ohnehin zur Schule, warum soll ich die auch noch belästigen. Ich lasse sie dumm sterben und deren Eltern zahlen mich dafür, so ist's Geschäft.
    Jetzt bin ich mir ziemlich sicher: ich soll veräppelt werden. Zu dumm von mir, das nicht eher bemerkt zu haben. Schreiben Sie das nur nicht den Eltern, von denen Sie Ihr Geld kriegen. :-)
  2. #61

    Wissenschaftspropädeutik

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Gerne noch dazu. Ich bin zutiefst erschrocken darüber, dass ich bisher >20 als "mehr als 20" verstand, und in meinem Mathcad-Programm diesen Boolschen Operator unzählige Male in diesem Sinne verwendet habe. Und: welch ein Fauxpas von mir, das Zeichen > als Vorzeichen zu bezeichnen. - Und dann haben Sie ja noch in unnachahmlicher Deutlichkeit geschrieben, was >20 alles für Zahlenwerte sein können. Ich hör Sie richtig singen:"Oh, ich bin klug und weise, und mich betrügt man nicht." Nun kann ich mir lebhaft vorstellen, wie Sie die genannten Fächer "auf Schulniveau" unterrichten.
    nee, leonardo unterrichtet auf Gymnasialniveau nicht auf Schulniveau.

    Das ist aus Gründen der Wissenschaftspropädeutik ein elementarer Unterschied. Übrigens Gymnasien haben mit der POS soviel zu tun wie Demokratie mit Volksdemokratie.
  3. #62

    Keine Angst

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich mir ziemlich sicher: ich soll veräppelt werden. Zu dumm von mir, das nicht eher bemerkt zu haben. Schreiben Sie das nur nicht den Eltern, von denen Sie Ihr Geld kriegen. :-)
    Aussagen gegenüber der Öffentlichkeit darf nur die Schulleitung machen, ich bin dazu nicht berechtigt. Ist nun 'mal 'ne Behörde.
  4. #63

    Fakten

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Gerne noch dazu. Ich bin zutiefst erschrocken darüber, dass ich bisher >20 als "mehr als 20" verstand, und in meinem Mathcad-Programm diesen Boolschen Operator unzählige Male in diesem Sinne verwendet habe. Und: welch ein Fauxpas von mir, das Zeichen > als Vorzeichen zu bezeichnen. - Und dann haben Sie ja noch in unnachahmlicher Deutlichkeit geschrieben, was >20 alles für Zahlenwerte sein können. Ich hör Sie richtig singen:"Oh, ich bin klug und weise, und mich betrügt man nicht."
    Was soll das diese ironische Entgegnung zu meiner sachlichen Kritik ?
    Sie haben übrigens schon wieder Begrifflichkeiten verwechselt:
    ">" ist kein Boolescher Operator sondern ein relationaler Operator

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Nun kann ich mir lebhaft vorstellen, wie Sie die genannten Fächer "auf Schulniveau" unterrichten.
    Ob Ihre Vorstellungen der Wirklichkeit entsprechen, ist eher zweifelhaft.
    Nebenbei:
    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    - Es ist keineswegs zu entschuldigen, wenn Lehrer nur ihre Fachspezifik unterrichten wollen.
    Nein, da gibt es nichts zu entschuldigen: Das ist eine (von mehreren) unabdingbaren Voraussetzungen für guten Unterricht.


    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Soziale Wirkung wird erzielt durch Ausstrahlung, Vorbild, Auftreten, Haltung, Charakter, Temperament, Einsatz, Menschlichkeit, Verständnis, Elternverhalten, eigene Kinder uund vieles andere. Sowas doziert man nicht.
    Bei aller Bescheidenheit und eingedenk der alten lateinischen Weisheit "laus proprius sordidus est", ich habe die nötige Portion von all dem.
    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    - Und wer nicht zum Lehrer taugt, sollte tatsächlich lieber in der Industrie arbeiten, anstatt in Klassenzimmern sich zu verweigern.
    Sie missverstehen die Rolle des (Fach-)Lehrers (m/w) immer noch:
    Man wird nicht Lehrer, um wie Mutter Teresa zu handeln. Wer in die Schule geht, tut dies zuallererst, um einen Beruf auszuüben, der seine/n Mann/Frau ernährt.
    Danach können verschiedene Motive zur Berufswahl führen. Eines (und das ist gewiss nicht das Schlechteste) ist die Liebe zu bestimmten Fächern, die man unterrichten möchte.
    Ein verantwortungsbewusster Lehrer (m/w) wird sich auch außerhalb des Unterrichts in gewissen Grenzen um "seine" "Kids" kümmern. Aber er wird i.a. nicht "unser Lehrer Dr. Specht"!

    Und irgendwo ist Schluss. Da muss man auf sich selbst aufpassen, um nicht den "burn-out" zu bekommen. Und man muss verstehen, dass die Ungerechtigkeiten dieses Systems sich nicht im Klassenzimmer lösen lassen.
  5. #64

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    nee, leonardo unterrichtet auf Gymnasialniveau nicht auf Schulniveau.

    Das ist aus Gründen der Wissenschaftspropädeutik ein elementarer Unterschied. Übrigens Gymnasien haben mit der POS soviel zu tun wie Demokratie mit Volksdemokratie.
    Ich weiß nicht, warum Ihr beide Euch hier so munter im Wechsel produziert; seid Ihr ein und dieselbe Person? - Zur Sache: ich schrieb den Ausdruck "Schulniveau", weil der Forist dieses Vokabel selber auf sich anwendete.
    Und nun ein neuer Streit um Begriffe und Bezeichnungen für die Klassenstufen zum Abitur und um Demokratien? Lasst nur den Gerechtigkeitsbegriff nicht ganz außer acht. Um den geht es nämlich in diesem Thema.
  6. #65

    Dr. Jekyll und Mr. Hyde

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, warum Ihr beide Euch hier so munter im Wechsel produziert;
    Weil wir gerne diskutieren. Im Übrigen:
    Ich kann mich nicht erinnern, Ihnen das Du angeboten zu haben. Bitte halten Sie die Regeln der gepflegten Konversation ein.
    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    seid Ihr ein und dieselbe Person?
    Nein. Der Forist dickebank unterrichtet an einer Gesamtschule in NRW und ich an einem Gymnasium.
    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    - Zur Sache: ich schrieb den Ausdruck "Schulniveau", weil der Forist
    jetzt meinen Sie mich.
    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    dieses Vokabel selber auf sich anwendete.
    Und dazu stehe ich auch.


    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Und nun ein neuer Streit um Begriffe und Bezeichnungen für die Klassenstufen zum Abitur und um Demokratien?
    Nein, der Forist dickebank wollte womöglich zum Ausdruck bringen, dass "Schul-"Niveau nicht identisch mit "Gymnasial-"Niveau ist.

    Das kann man so sehen.


    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Lasst nur den Gerechtigkeitsbegriff nicht ganz außer acht. Um den geht es nämlich in diesem Thema.
    Es ist nebenbei eine Ungerechtigkeit (auch und gerade) des NRW-Schulsystems, dass das Fach-Niveau an den verschiedenen Schulformen, die zum Abitur führen, i.a. im Durchschnitt nicht gleich ist - auch nicht in der letzten Jahrgangsstufe.
  7. #66

    a la Merkel

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, warum Ihr beide Euch hier so munter im Wechsel produziert; seid Ihr ein und dieselbe Person? - Zur Sache: ich schrieb den Ausdruck "Schulniveau", weil der Forist dieses Vokabel selber auf sich anwendete.
    Und nun ein neuer Streit um Begriffe und Bezeichnungen für die Klassenstufen zum Abitur und um Demokratien? Lasst nur den Gerechtigkeitsbegriff nicht ganz außer acht. Um den geht es nämlich in diesem Thema.
    In Abwandlung des Slogans "Gerecht ist, was Arbeit schafft", der mich immer an den zynischen Spruch über dem Eingang zum KZ Auschwitz erinnert, proklammiere ich:

    " Gerecht (an Schule) ist, was Eliten schafft."
  8. #67

    oh nein

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, warum Ihr beide Euch hier so munter im Wechsel produziert; seid Ihr ein und dieselbe Person?
    Auf gar keinen Fall Studienrat im Ersatzschuldienst an einem konfessionelle Gymnasium und Lehrer an einer staatlichen Gesamtschule in einer Person und im gleichen Bundesland, das ist selbst für hochgradig Schizophrene des Guten zu viel. - Ergo vergessen Sie es.
  9. #68

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Wieso setzen Sie sich mit einem "späteren Arbeitgeber" gleich? Bei Ihnen sollen die (minderjährigen!!) Schüler/innen lernen, u.a. auch wie das Leben zu gestalten ist, beim AG sollen sie (volljährig/erwachsen) dann arbeiten und sich ihr Geld verdienen. Ist Ihre Frage damit beantwortet?
    Das Leben, auf das die Schule vorbereiten soll, indem die Schüler dort Kompetenzen entwickeln, ist per Definition das Arbeitsleben. Ich verstehe daher nicht, was sie eigentlich sagen wollen.
  10. #69

    @hjm

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Das Leben, auf das die Schule vorbereiten soll, indem die Schüler dort Kompetenzen entwickeln, ist per Definition das Arbeitsleben. Ich verstehe daher nicht, was sie eigentlich sagen wollen.
    Genosse berg_neu zielt auf seine Erfahrungen ab, in den die Wirtschaftsbetriebe vergesellschaftet waren. Das daraus resultierende Arbeitsleben war eher von der Teilhabe am Kollektiv als von betriebswirtschaftlichen Vorgaben geprägt. Das hatte auch Auswirkungen auf den schulischen Alltag. Die Gerechtigkeit dieses Schulsystemes gegenüber burgeoisen Kindern muss jedoch stark in Frage gestellt werden.


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