Zitat von
TS_Alien
Wenn ein Sechsjähriger nichts lernen möchte, dann ist das sehr ungewöhnlich. Gerade Kinder in diesem Alter wollen lernen. Und das, was in der Grundschule gelernt wird, sollte jedes Kind interessieren.
Danach wird es problematisch. In einigen Kreisen gilt es als cool, schlecht in der Schule zu sein. Wer nichts lernen möchte, und zwar in einem Alter, in dem man die Konsequenzen dieser Lernverweigerung kennt, dem ist nicht wirklich zu helfen. Diejenigen, die nichts lernen wollen, werden später auch grosse Probleme haben, einen Ausbildungsplatz und einen vernünftigen Job zu finden. Warum soll man daran etwas ändern? Und wie soll man daran etwas ändern können?
Wenn man später merkt, dass die Lernverweigerung einem geschadet hat, kann man immer noch etwas dagegen unternehmen. Es gibt z.B. Abendschulen. Wenn man diese Lernangebote auch ausschlägt, dann ist man selbst schuld.
Wie viele Chancen soll man als Staat noch geben?
Kein Kind in Deutschland wird bildungstechnisch der Strasse überlassen. Gerade deshalb gibt es die Schulpflicht. Die Pflicht, zur Schule zu gehen, muss als Angebot aufgefasst werden, etwas lernen zu können.
Das deutsche Schulsystem ist ausreichend durchlässig. Es gibt sogar Lehrer, die über den "Umweg" Realschule ihr Abitur gemacht und anschliessend erfolgreich studiert haben. Alles ist möglich. Auch als Spätstarter. Nur starten muss man auch einmal, und zwar selbst.