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Eigenverantwortlich zum Abitur - kann das funktionieren?

Eine Gruppe Freiburger Schüler organisiert ihr Abitur mit selbst finanzierten Lehrern auf eigene Faust. Ist dies ein Erfolg versprechendes Modell und zum Nachahmen geeignet? Oder viel zu riskant?
  1. #1

    Mit den richtigen Menschen kann alles ein Erfolg sein. Das Problem istdie Richtigen zu finden und die Falschen außen vor zu lassen.
  2. #2

    Organisieren das die Schüler oder die Eltern mit ihrem Geld?

    Wenn Schüler so etwas organisieren, dann wird es sicherlich ein Erfolg, nicht wegen des Modells, sondern wegen der Teilnehmer.
  3. #3

    Ich dachte immer, alle Schüler würden sich eigenverantwortlich auf ihr Abitur vorbereiten. Der Unterschied ist nur, dass sie sich sonst die Lehrer nicht aussuchen dürfen.
  4. #4

    bewunderswert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Gruppe Freiburger Schüler organisiert ihr Abitur mit selbst finanzierten Lehrern auf eigene Faust. Ist dies ein Erfolg versprechendes Modell und zum Nachahmen geeignet? Oder viel zu riskant?
    ich bewundere diese jungen menschen sehr! hut ab vor ihrem mut! es wäre spannend zu erfahren was sie in 10 jahren so machen! ich befürchte, dass dieses freiburger beispiel vermutlich nicht vielen nachahmer haben wird, schade, wäre eine bereicherung!
  5. #5

    Sehe da jetzt keinen Unterschied zu dem, was die zehn im Studium erwartet. Da muss man sich den Stoff auch selbst erarbeiten, lernt in der Regel in Kleingruppen in organisierten Räumen und weiß erst hinterher, wie gut alles funktioniert hat. Insofern für das Studium vorbereitende allgemeine Abitur eher zu empfehlen, als abzulehnen. Und wenn ich mich recht erinnere, war meine Anwesenheit vor den Abi-Prüfungen auch eher überschaubar, man hat auch so lieber daheim oder anderswo gelernt. Lernen ist nun einmal indiviualsache, der Lehrer kann nur für die Präsentation und Rückfragen zuständig sein.
  6. #6

    Viel Erfolg!

    Zitat von kamau Beitrag anzeigen
    ich bewundere diese jungen menschen sehr! hut ab vor ihrem mut!
    ...
    ich befürchte, dass dieses freiburger beispiel vermutlich nicht vielen nachahmer haben wird, schade, wäre eine bereicherung!
    Auch ich drücke die Daumen für einen erfolgreichen Verlauf! Wäre es doch der Nachweis, dass hochbezahlte Ignoranten ("Lehrer", in Wahrheit armselige Hohlköpfe) nicht mehr benötigt werden!!

    Ein konstruktiver Ansatz, der wirklich "Schule" machen sollte!
  7. #7

    Die Chance, dass dies klappt ist sicherlich sehr hoch. Denn wenn jemand so etwas in Eigenverantwortung macht, dann will er auch. Darum gehts doch, ob man lernen und Abitur schaffen will. Abitur ist doch eigentlich pille palle.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Gruppe Freiburger Schüler organisiert ihr Abitur mit selbst finanzierten Lehrern auf eigene Faust. Ist dies ein Erfolg versprechendes Modell und zum Nachahmen geeignet? Oder viel zu riskant?
    Eigenverantwortliches und engagiertes Lernen (und Arbeiten) ist eigentlich immer erfolgversprechend, allerdings steht meiner Ansicht nach bei diesem Beispiel Aufwand und Zweck in keinem gesunden Verhältnis. Das Abitur ist keine übermäßig hohe Hürde für jemand der durchschnittlich intelligent und ein Mindestmaß an Leistungsbereitschaft mitbringt. Vieles spricht dafür, dass bei einer derart frühen und derart intensiven Vorbereitung (9 Stunden täglich) die Prioritäten falsch gesetzt sind.

    Das Abitur ist nur eine Voraussetzung für den Hochschulzugang und dort werden dann in der Tat Fähigkeiten der Selbstmotivation, Neugier und eigenständige Prioritätensetzung beim Studium verlangt. Die Anforderungen dürften in den meisten Fächern deutlich höher sein, als im Abitur und der Informationsdurchsatz in der Regel auch.

    Ich finde es sehr begrüßenswert, wenn man das Abitur im Selbststudium nach Erreichen einer bestimmten Altersgrenze machen kann. Ich habe insbesondere die letzten Schuljahre als reine Zeitschinderei erlebt. Man wurde nicht nur nicht individuell gefördert, sondern regelrecht ausgebremst und jegliches Eigeninteresse in bestimmten Fächern systematisch erstickt.

    Ich halte es aber für bedenklich, wenn man glaubt, die beschränkten Leistungsanforderungen im Abitur rechtfertigen einen derartigen Aufwand an Zeit, Kosten und Organisation. Das dürfte spätestens im Studium zum Erwachen führen. Ich halte das Beipiel daher ehr für ein Modell überbehüteter Walldorf-Schüler, die sich in kleinen Schritten der Realität nähern.

    Selbstmotiviertes Lernen aus Interesse und Neugier und nicht wegen irgendeiner mehr oder minder schwierigen Prüfung und dazu ein ausgegliches Maß an Freizeit sind nach meiner Erfahrung die besten Garanten für Erfolg. Aber jeder muß seine eigene Lern- und Arbeitsweise finden.
  9. #9

    Wird der Prüfungsstoff heutzutage vom Ministerium zentral vorgegeben oder ist es immer noch so, dass die Lehrer individuell 3 Vorschläge einreichen, von denen dann 2 ausgewählt werden?

    Wenn ersteres der Fall ist, dann ist dieser Versuch definitiv "besser" als das Abitur "ganz normal" zu machen. Sollten die Themen immer noch individuell sein, dann gehe ich davon aus, dass die Gruppe insgesamt zwar mehr lernt, dies aber nicht mit entsprechenden Noten belohnt wird.


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