Forum


 

Burschenschaften - Alles, was rechts ist?

Burschenschaften, Studentenverbindungen, Korporationen: Das Image, "rechts" zu sein, werden sie nur schwer los. Die SPD will jetzt rechten Burschenschaftern wegen reaktionärer und sexistischer Einstellung die Parteimitgliedschaft verwehren. Eine richtige Initiative? Sind wirklich alle Burschenschaften rechtsgerichtet? Wie sehen Sie die studentischen Verbindungen an den Universitäten?
  1. #1

    Ah die SPD versucht jemanden auszugrenzen, weil der wiederum (angeblich) jemanden ausgrenzt.

    Jo, ich lösch Feuer auch immer mit Benzin!
  2. #2

    Zitat von DJ Doena
    Jo, ich lösch Feuer auch immer mit Benzin!
    Sie auch? ;-)
  3. #3

    Dass die entsprechenden Debattenführer und pro-Ausschluß von "Burschis" leider nicht so konsequent sind, und ihrerseits aus einer Partei austreten, die diesen ach so bösen Menschen Unterschlupf gewährt, wäre doch auch mal ein interessanter Diskussionsansatz... .

    Solange jedoch Vereinsfreiheit besteht, kann jeder Dorfkegelclub, Schützenverein oder jede Regenwurmzüchtergenossenschaft sich Aufnahme- und Mitgliedsbedingungen schaffen, wie sie lustig sind.
    Die meisten Vorwürfe sind jedenfalls sachlich nur sehr bedingt richtig. Sie treffen durchaus zu - aber sind kein spezielles Kennzeichen von Verbindungen, sondern vielmehr Alltag.

    Frauen dürfen nicht in Verbindungen.

    Und in wieviele Vereine ebenfalls nicht? Gemischte Clubs/Vereine/Vereinigungen etc. sind in der Gesamtzahl in der Minderheit, in der Mehrheit nach Geschlecht getrennte Untersektionen - aus vielfältigen nachvollziehbaren und nicht nachvollziehbaren Gründen.

    Sexismus.

    Ist das wirklich ein Kennzeichen von Verbindungen? Oder ist es nicht vielmehr so, dass wenn mehrere Männer auf einem Haufen sind, ggf. Alkohol fließt, auch frauenfeindliche Witze und Parolen ausgegröhlt, Prahlereien, und Pseudoweisheiten/-wissen von sich gegeben werden, was Frauen betrifft, unabhängig obs ein Schützenverein, eine Party oder sonstwas ist?
    Was ist mit den vielzitierten Führungsetagen in Politik und Wirtschaft? Wo sind denn da die 52% Frauen?

    Vergabe von Posten: Seilschaften statt Qualifikation und Gleichheit.

    Und ist das in der Politik, und damit auch bei der SPD, anders? Ist es nicht auch eher ein generelles menschliches Phänomen, dass wenn wer wen kennt, sich da nicht "irgendetwas" machen lässt?
  4. #4

    Nicht jeder Burschenschafter ist Extremist?

    "Nicht jeder Burschenschafter ist Extremist", das klingt schon wieder so, als ob die Nicht-Extremisten unter den Korporierten die Minderheit wären. Richtiger sollte es heißen: "Auch unter Korporierten gibt es Extremisten."
  5. #5

    Zitat von sysop
    Burschenschaften, Studentenverbindungen, Korporationen: Das Image, "rechts" zu sein, werden sie nur schwer los. Die SPD will jetzt rechten Burschenschaftern wegen reaktionärer und sexistischer Einstellung die Parteimitgliedschaft verwehren. Eine richtige Initiative? Sind wirklich alle Burschenschaften rechtsgerichtet? Wie sehen Sie die studentischen Verbindungen an den Universitäten?
    1. Wenn ein Burschenschafter oder ein anderer Verbindungsstudent so rechts sein soll, warum um alles in der Welt sollte er sich dann ausgerechnet um eine SPD-Mitgliedschaft bewerben?
    2. Ein Sexismusvorwurf mag darauf beruhen, dass in den meisten Verbindungen die Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist. Es gibt allerdings auch reine Damenverbindungen, denen nicht der Vorwurf gilt, männerfeindlich zu sein.
    Studentenverbindungen werden auch nicht als Nicht-Studenten-Feindlich bezeichnet, weil man Student sein oder gewesen sein muss, um Mitglied werden zu können.
    MfG, Philip
  6. #6

    Zitat von DJ Doena
    Ah die SPD versucht jemanden auszugrenzen, weil der wiederum (angeblich) jemanden ausgrenzt.
    Das trifft es sehr gut. Und dieser Aussage kann ich nur zustimmen.

    Weiterhin möchte ich anmerken:
    Wir leben in einer Demokratie und dass die SPD dann einigen Menschen die gestalterische Mitarbeit an dieser Demokratie erschwert indem sie sie aus der eigenen Partei aussperrt, entspricht m.E. nicht dem Sinn einer Partei. Da sind die JuSos woh in ihrem Arbeitseifer ein bisschen sehr weit über das Ziel hinausgeschossen.

    Merke: Völlig gleich welche Ziele dahinter stehen mögen, Feindbilder und blinder Aktionismus bringen eine Gesellschaft nicht weiter. Egal ob "die Bösen" gerade Juden, Kommunisten, oder Burschenschafter sind.

    Und abschließend noch eine Ergänzung zum Post von "Der Kezzer": Nicht dass jetzt jemand auf die Idee kommt, Studentenverbindungen seien wahlweise männer- oder frauenfeindlich, weil immer nur Mitglieder eines Geschlechts akzeptiert werden... Es gibt auch viele gemischte Verbindugnen, die gar nicht auf die Frage "Männlein oder Weiblein?" schauen.
  7. #7

    Erst faseln diese Polit-Gutmenschen was von Vielfalt in der deutschen politischen Kultur. Sobald diese Vielfalt sich aber auf das ganze Spektrum zu erstrecken droht, kommt der "rechte Hammer" aus dem Schrank. Vielfalt heißt bei mir nicht nur von ultralinks bis mittelinks.
  8. #8

    Verbindungen

    Muss jetzt leider dem hiesigen Ortsverband der SPD ne Absage erteilen, nachdem ich mehrfach darum gebeten wurde mitzuwirken. Im Grunde bestätigt sich hier nun mein Zögern. Von der "Linkspartei" hätte ich einen solchen Schritt erwartet, bei der SPD wundert es mich und ich finde es schade. Aber we nicht will, der hat schon.
  9. #9

    Weita so!

    Endlich, der ersehnte Einfluss der "Linksfraktion" im Parlament auf die Sozialdemokratie macht sich bemerkbar!
    Aber worin unterscheidet sich eigentlich der Auftritt eines Ständchen schmetterndernden Bergmannchors vom Auftritt eines farbentragenden Studentenkorps? Äußerlich wohl kaum; eine Frau in den Reihen Arschleder tragender Bergmannsleut ist ein wohl eher seltener Anblick.Das Liedgut ("Glück auf, der Steiger kommt") schließlich ist das Gleiche.
    Fazit: In Bergmannschören werden Frauen werden oft wegen ihres Geschlechts strukturell benachteiligt, das Liedgut ist strukturkonservativ, die Texte teils eine versteckte Einladung an Rassisten:Ich vermute, das "schwarzbraun Mägdelein" ist doppeldeutig und somit latent rassistisch. Ich empfehle den Jusos aller Länder, z.B. in Heilbronn, sich umgehend von derartigem menschenverachtenden Liedgut zu distanzieren und den Link auf ihrer homepage zu solcherart sexistischer Kumapanei von Arschlederträgern und Schnapssäufern unverzüglich zu tilgen. Die wolln doch nur Netzwerke für die Vergabe von Posten schaffen, in denen die Qualifikation ga keine Rolle spielt!!

    Kurt Kozlowksi, schwuler Ex-Kumpel und Aussteiger ausm Chor, Linksflügelsprecher vonne SPD
    Glück Auf! (<---muss abba erlaubt bleibn!!! )








TOP



TOP