Zitat von
Parzival v. d. Dräuen
Im Beobachten von Langeweile habe ich jahrelange Erfahrung. Diese Langeweile entsteht häufig aus unmotivierten, verweichlichten und sich selbst überschätzenden Angestellten. Der klassische Witz über die blonde Sekretärin, die sich die Fingernägel lackiert, sechs Liter Kaffee für dreissig Anschläge braucht, kommen nicht aus dem Nichts. Auch der Witz über Büroschlaf und die legendäre Faulheit von Beamten, sind Lebenserfahrung und kein Klischee.
Dabei gibt es soviel zu tun. Wenn aber eine Firma schlecht organisiert und strukturiert ist, dann ist es kein Wunder, dass sich die Mitarbeiter langweilen. Und wenn Angestellte fern jedem Burn-Outs sich als Lebensplanung das Abhocken von Monatsgehältern als Lebensdirektive verklären, dann muss dabei auch Langeweile entstehen.
Wir alle wissen doch vom bürokratischen Wasserkopf und das Verwaltung auch Verwaltung erzeugt, die verwaltet werden will. Die Gegenmaßnahmen des Managements fallen unterschiedlich harsch aus. Unternehmen, die straff in allen Bereichen Effizienzeinbußen austilgen wollen, werden als Monstren wahrgenommen, (Staats)-Unternehmen die eher schleifen lassen, werden von Kunden und Auftragsfirmen als solche gefürchtet.
Die meisten Anrufe tätigen Angestellte kurz vor Feierabend, die meisten Aufträge werden Donnerstag und Freitag besprochen, die typische Torschlusspanik der Büros bricht aus, wenn der Feierabend oder das Wochenende naht.
Es ist also genug zu tun. Der überwiegende Teil der Menschen ist aller Freiheit zum Trotz auf Papi oder Mami angewiesen, die da eine Ansage machen müssen, damit die Langeweile der sich selbst Bespiegelnden nicht zu gross wird.