Braucht der Bund mehr Kompetenz in der Bildungspolitik?

Der Föderalismus ist ein politischer Grundpfeiler Deutschlands. Aber wie sinnvoll ist er heute auf dem Feld der Bildung? Die Frage der schulischen Ausbildung sowie der Zukunft der Universitäten verlangt nach grundlegenden Maßnahmen, um Deutschlands internationale Stellung zu verbessern. Braucht hierzu der Bund mehr Kompetenz in bildungspolitischen Entscheidungen?
  1. #420

    Ganz einfach !

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Nun, das Bremer Schulsystem genießt insgesamt einen nachhallenden Ruf. Warum soltten sich die waldorfschulen da ausnehmen.
    Weil sie mit den staatlichen Schulen nichts (!) gemeinsam haben !
  2. #421

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Weil sie mit den staatlichen Schulen nichts (!) gemeinsam haben !

    Mir tun Kinder leid, bei denen :

    …..
    Die ersten beiden Waldorf-Schuljahre sind von einem Kindergarten kaum zu unterscheiden.
    ……

    Es ist aber vielmehr so, dass von Seiten der Schule vorgegeben wird, wohin z.B. eine Klassenfahrt geht. Unter welchem Thema z.B. die Karnevalsfeier steht, usw., usw.. Platz für eigene Ideen bleibt da nicht, sie sind auch nicht gefragt

    ……

    Auch hieß es: „Die Kinder müssen sich ihre Rangordnung erkämpfen …“, worauf ich antwortete: „Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich meinen Sohn im Zoo angemeldet.“

    …..

    Der ganze Schulablauf ist sehr stark strukturiert – ritualisiert – und lässt für Freiheit keinen Raum. Man will ja „den Willen stärken“. Mit meinem heutigen Wissen sage ich: die Kinder und Jugendlichen werden manipuliert – zu tun, zu denken und zu glauben, was die Waldorfschule will. Eigene Wünsche, Meinungen und Gefühle werden unterdrückt: Du gehst in eine Schule, die dich willentlich zum Zwangsschlaf verurteilt … auf dass, wenn du Glück hast, vielleicht ein Mensch aus dir wird … der dann auch noch mit beiden Beinen im Leben stehen soll … Die eigene Persönlichkeit wird untergraben, hat nicht in Erscheinung zu treten.

    ...

    Lehrbücher gibt es in der Waldorfschule nicht, in keinem Unterrichtsfach. Man gibt sich total in die Hände des Lehrers. Der Unterricht orientiert sich stark an seinen persönlichen Vorlieben

    ….usw.usf.

    Aus:

    Wie gut sind Waldorfschulen? | Ruhrbarone
  3. #422

    Falsche Darstellung !

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Mir tun Kinder leid, bei denen :

    …..
    Die ersten beiden Waldorf-Schuljahre sind von einem Kindergarten kaum zu unterscheiden.
    ……

    Es ist aber vielmehr so, dass von Seiten der Schule vorgegeben wird, wohin z.B. eine Klassenfahrt geht. Unter welchem Thema z.B. die Karnevalsfeier steht, usw., usw.. Platz für eigene Ideen bleibt da nicht, sie sind auch nicht gefragt

    ……

    Auch hieß es: „Die Kinder müssen sich ihre Rangordnung erkämpfen …“, worauf ich antwortete: „Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich meinen Sohn im Zoo angemeldet.“

    …..

    Der ganze Schulablauf ist sehr stark strukturiert – ritualisiert – und lässt für Freiheit keinen Raum. Man will ja „den Willen stärken“. Mit meinem heutigen Wissen sage ich: die Kinder und Jugendlichen werden manipuliert – zu tun, zu denken und zu glauben, was die Waldorfschule will. Eigene Wünsche, Meinungen und Gefühle werden unterdrückt: Du gehst in eine Schule, die dich willentlich zum Zwangsschlaf verurteilt … auf dass, wenn du Glück hast, vielleicht ein Mensch aus dir wird … der dann auch noch mit beiden Beinen im Leben stehen soll … Die eigene Persönlichkeit wird untergraben, hat nicht in Erscheinung zu treten.

    ...

    Lehrbücher gibt es in der Waldorfschule nicht, in keinem Unterrichtsfach. Man gibt sich total in die Hände des Lehrers. Der Unterricht orientiert sich stark an seinen persönlichen Vorlieben

    ….usw.usf.

    Aus:

    Wie gut sind Waldorfschulen? | Ruhrbarone
    Verehrter Forist ib_31, Sie geben hier die subjetive Meinung einer einzelnen Mutter wieder. Dazu kommt, dass Ihre Wiedergabe teileweise aus dem Zusammenhang gerissen ist. Das halte ich für unangemessen und verfälschend. Es trifft nicht die Tatsachen.

    Ich empfehle Ihnen den Artikel in FOCUS-SCHULE 1/2011 Alternative Pädagogik, Waldorf - Mit Ehrfurch aufnehmen, in Liebe erziehen.

    Was die Qualität der Waldorfschule angeht, so hat eine Studie in Hessen festgestellt, dass die Abiturienten der Waldorfschulen bessere Abiturnoten haben, als die der Staatsschulen. Bei gleichen Prüfungsbedingungen und Aufgaben.

    Und noch eine Tatsache: Da die Waldorfschulen einen überdurchschnittlichen Zulauf haben, kann es ja nicht sein, dass alle Eltern sie für schlecht halten, es trifft dann wohl eher das Gegenteil zu.
  4. #423

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Das ist ja echt krass.
    (Ich hoffe jetzt aber, dass Sie kein Messie sind.. ... ;- ).

    Zum Thema
    Sooo schlecht wie unser Bildungssystem hier von Lehrern herbeigeredet wird, ist es nicht.
    (Man hat ja manchmal den Eindruck wir befinden uns in einem Entwicklungsland)
    Nö, kein Messie, sondern eher Bücherliebhaber (habe Romanistik mit Schwerpunkt Literatur studiert und aus offensichtlichen Gründen nicht auf Lehramt sondern auf Magister) und geschichtsinteressiert.

    Meine Schwester hat erst vor ein paar Jahren Abi gemacht und was Mathe anging, waren die Anforderungen ein wenig höher (4 Unbekannte) als bei mir, aber ansonsten ziemlich ähnlich.

    Aber da wir es vielleicht nurmehr einmal im Jahr nach Deutschland schaffen, wäre ich natürlich froh, wenn ich ein paar Tips (ich weigere mich das mit 2 Ps zu schreiben) bekommen könnte.

    BTW: Vampire waren schon vor knapp 20 Jahren cool und begehrenswert (s. Nick Knight aus Forever Knight und Kindred: The Embraced) und beim Praktiker hole ich eigentlich nur die tollen Gummibärchen aus den Niederlanden im 500g-Pack.
    Meine Katzen bekommen leider nur Sportsman's Choice zu fressen.
  5. #424

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Verehrter Forist ib_31, Sie geben hier die subjetive Meinung einer einzelnen Mutter wieder. Dazu kommt, dass Ihre Wiedergabe teileweise aus dem Zusammenhang gerissen ist. Das halte ich für unangemessen und verfälschend. Es trifft nicht die Tatsachen.
    Nein, das ganze ist eine Facette eines bestimmten Gesamtbildes von geballten esoterischen Käse.
    Es gibt einfach zu viele Berichte dieser Art.

    Auch aus dem Zusammenhang gerissen zieht nicht,
    ich habe den Link angegeben, jeder kann nachlesen.

    Was die Qualität der Waldorfschule angeht, so hat eine Studie in Hessen festgestellt, dass die Abiturienten der Waldorfschulen bessere Abiturnoten haben, als die der Staatsschulen. Bei gleichen Prüfungsbedingungen und Aufgaben.
    „Staatsschulen“ ist ein ziemlich entlarvender Kampfbegriff(Erinnert an „Schulmedizin“).
    An unabhängigen Tests wie PISA nehmen Waldorfschulen ja gar nicht erst teil.

    Die wenige sonstige empirische Forschung, die es zu Waldorfschulen gibt, stammt fast ausschließlich aus der Feder bekennender Waldorfianer oder ihnen nahestehender. Das liegt freilich daran, dass die Waldorfschulen eine wirklich unabhängige, ergebnisoffene Untersuchung ihrer pädagogischen Praxis nicht zu lassen.





    Und noch eine Tatsache: Da die Waldorfschulen einen überdurchschnittlichen Zulauf haben, kann es ja nicht sein, dass alle Eltern sie für schlecht halten, es trifft dann wohl eher das Gegenteil zu.
    Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.
  6. #425

    Noch falscher !!

    Anthroposophie ist kein geballter esoterischer Käse, sonst wäre sie nicht weltweit anerkannt. Wenn Sie persönlich davon nichts halten, dann ist Ihnen das unbenommen. Nur sollten Sie dann akzeptieren, dass eine ganze Reihe anderer Menschen darüber völlig anders denkt. Und mit einer Sekte hat das alles schon gar nichts zu tun !

    Die Wiedergabe Ihrer Antwort war aus dem Zusammenhang gerissen, da hilft auch die Angabe eines Links nicht, weil der erste Eindruck beim Lesen irreführend wirken kann.

    Staatsschulen ist kein "Kampfbegriff", sondern wird ganz allgemein benutzt, ich könnte auch staatliche Schulen sagen. Kein Unterschied.

    Die Waldorfschulen haben bereits 2003 das erste Mal an einer PISA-Studie für Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz teilgenommen.

    Ich stelle fest, das Sie verehrte Foristin oder verehrter Forist, bis dato nur eine einzige Quelle präsentieren, die "Ruhrbarone".

    Ich empfehle Ihnen zur Waldorfschule eine andere Quelle, die wohl absolut unabhängig sein dürfte, die taz:

    - taz.de

    Vielleicht kommen Ihnen zu Ihren gemachten Äußerungen Bedenken, wenn Sie sich einmal den Artikel durchlesen und feststellen, wer alles zu den Absolventen von Waldorfschulen zählt. Wenn man zu etwas Stellung nimmt, dann sollte man sich nicht nur einer Quelle bedienen, das kann auch zu einer einseitigen Information führen. Und nicht zu ersetzen sind natürlich selbst gemachte Erfahrungen, Erfahrungen mit eigenen Kindern und Enkelkindern.
  7. #426

    Ergänzung !

    Wenn Sie sich einmal die Antworten zu diesem Artikel in "Ruhrbarone" durchlesen, dann werden Sie feststellen, das eine ganze Reihe genau entgegengesetzter Meinungen gibt. Menschen, die ihre Kinder zur Waldorfschule geschickt haben und zufrieden waren, Menschen, die die Waldorfschule besucht haben und sich dort wohl gefühlt haben.

    Und etwas zur aktuellen Lehr-Lern-Forschung: Man hat inzwischen festgestellt, dass es sinnvoll sein kann, Kindern schon von der ersten Klasse an in Fremdsprachen zu unterrichten. Welch ungeheure Neuerung ! Die Waldorfschulen machen das seit etlichen Jahrzehnten.

    Und noch etwas aus der eigenen Erfahrung: Ich habe einen Enkel, der zu den HBG's gehört. Als er mit sechs Jahren eingeschult wurde, konnte er bereits Lesen, Schreiben und Rechnen. Ohne dass ihm das jemand beigebracht hatte ! Wir haben ihn auf eine Waldorfschule gehen lassen. Eine geeignete staatlich Schule haben wir einfach an unserem Wohnort nicht gefunden und die Kosten für ein entsprechendes Internat in Höhe von € 2.600 je Monat konnten wir einfach nicht aufbringen. Und wir haben es nicht bereut !
  8. #427

    Waldis

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Wenn Sie sich einmal die Antworten zu diesem Artikel in "Ruhrbarone" durchlesen, dann werden Sie feststellen, das eine ganze Reihe genau entgegengesetzter Meinungen gibt. Menschen, die ihre Kinder zur Waldorfschule geschickt haben und zufrieden waren, Menschen, die die Waldorfschule besucht haben und sich dort wohl gefühlt haben.

    Und etwas zur aktuellen Lehr-Lern-Forschung: Man hat inzwischen festgestellt, dass es sinnvoll sein kann, Kindern schon von der ersten Klasse an in Fremdsprachen zu unterrichten. Welch ungeheure Neuerung ! Die Waldorfschulen machen das seit etlichen Jahrzehnten.

    Und noch etwas aus der eigenen Erfahrung: Ich habe einen Enkel, der zu den HBG's gehört. Als er mit sechs Jahren eingeschult wurde, konnte er bereits Lesen, Schreiben und Rechnen. Ohne dass ihm das jemand beigebracht hatte ! Wir haben ihn auf eine Waldorfschule gehen lassen. Eine geeignete staatlich Schule haben wir einfach an unserem Wohnort nicht gefunden und die Kosten für ein entsprechendes Internat in Höhe von € 2.600 je Monat konnten wir einfach nicht aufbringen. Und wir haben es nicht bereut !
    Die waldis sind im deutschen Schulsystem eine randerscheinung und das sollen sie auch weiterhin bleiben. Sie sind aber nicht mit den staatlichen Schulen zu vergleichen, da ihre Schülerschaft anders zusammengesetzt ist, als die staatlicher Schulen.

    Hauptursache mangelnder Schulerfolge an staatlichen Schulen ist doch in der Regel das fehlende Interesse und die mangelnde Unterstützung der Eltern. Bei den Waldorfschulen haben sich die Eltern hingegen bewusst für eine bestimmte Schulform entschieden. Von daher werden die Eltern ebenfalls ein höheres Interesse an der Schule bzw. dem Schulprogramm haben und mehr Motivation die Schule bei der Verfolgung ihres Programmes zu unterstützen.

    Ansonsten dürfen die waldis in ihrer Ecke spielen, sie sollen aber nicht versuchen, den anderen dauernd ihre Sicht der Dinge auf's Auge zu drücken. Also zurück in das esotheriche Reservat.
  9. #428

    Ebenfalls falsch !

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Die waldis sind im deutschen Schulsystem eine randerscheinung und das sollen sie auch weiterhin bleiben. Sie sind aber nicht mit den staatlichen Schulen zu vergleichen, da ihre Schülerschaft anders zusammengesetzt ist, als die staatlicher Schulen.

    Hauptursache mangelnder Schulerfolge an staatlichen.....
    Die Schülerzahlen an den staatlichen Schulen sinken, die Schülerzahlen an den Privatschulen steigen. Im Zeitraum vom Schuljahr 2000/2001 bis 2009/2010 um 26 % ! Ich habe hier schon einmal erwähnt, dass das eine Abstimmung der Eltern gegen die staatliche Schule ist. Die Eltern, die ein Interesse an der Schulbildung ihrer Kinder haben, entscheiden sich in zunehmendem Maße gegen die staatlichen Schulen. Das Argument vom Desinteresse der Eltern zieht also nicht unbedingt ! Darüber sollten Lehrer, Leherverbände und vor allem die Kulturpolitiker nachdenken.

    Von allen Schülern in Deutschland besuchen 9,2 % Privatschulen. Die meisten von ihnen gehen auf Privatschulen, die in kirchlicher Hand sind, gefolgt von den Waldorfschulen. Dann von einer Randerscheinung zu sprechen, trifft es wohl nicht mehr so ganz.

    Ihre Schülerschaft ist im übrigen ebenso zusammengesetzt wie an den staatlichen Schulen. Es ist auch nicht so, dass alle Eltern von Waldorfschülern nun Anhänger der Anthroposophie sind, die Schüler ebenso wenig. Nur etwa 14 % bleiben nach dem Schulabschluß Anhänger der Anthroposophie. Von einem "esoterischen Reservat" zu sprechen, ist also "voll daneben". Das vor allem in Anbetracht der Erfolge, die Waldorfschüler in zunehmendem Maße erringen.
  10. #429

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Anthroposophie ist kein geballter esoterischer Käse, sonst wäre sie nicht weltweit anerkannt. Wenn Sie persönlich davon nichts halten, dann ist Ihnen das unbenommen. Nur sollten Sie dann akzeptieren, dass eine ganze Reihe anderer Menschen darüber völlig anders denkt. Und mit einer Sekte hat das alles schon gar nichts zu tun !
    Die Anzahl der Anhänger einer Theorie zeigt zunächst mal nichts über die Richtigkeit derselben aus.
    Wenn sich jemanden wie Steiner ein W e l t g e h e i m n i s erschlossen hat, dazu noch per
    H e l l s e h e r e i, dieser jemand auch noch ein Rassist reinsten Wassers ist, das ganze von den Jüngern auch keinesfalls in Frage gestellt werden kann,tja,
    dann sind das Sektenstrukturen wie aus dem Bilderbuch.

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Wenn man zu etwas Stellung nimmt, dann sollte man sich nicht nur einer Quelle bedienen, das kann auch zu einer einseitigen Information führen
    Angesichts 150 Jahre Steiner hat es ja damals ein derart verheerendes Pressecho gegeben,so dass man damals die Flucht nach vorne angetreten hat.
    Das Geschäftsmodell (Geld machen mit der Angst vor „Staatsschulen“ )
    war wohl in Gefahr.Schon vergessen ?Im übrigen ist „Ruhrbarone“ ein Blog von Journalisten.
    Themen werden anhand anderer Zeitungen aufbereitet.