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Braucht der Bund mehr Kompetenz in der Bildungspolitik?

Der Föderalismus ist ein politischer Grundpfeiler Deutschlands. Aber wie sinnvoll ist er heute auf dem Feld der Bildung? Die Frage der schulischen Ausbildung sowie der Zukunft der Universitäten verlangt nach grundlegenden Maßnahmen, um Deutschlands internationale Stellung zu verbessern. Braucht hierzu der Bund mehr Kompetenz in bildungspolitischen Entscheidungen?
  1. #380

    Variationen von (In-)Kompetenz

    Zitat von klaus16 Beitrag anzeigen
    Da mache ich mir schon gewaltig Gedanken, wenn ein Ausbildungsbetrieb Grundlagen in Mathematik Physik und Chemie vermitteln muss. Ach so H²O konnten die überwiegende Zahl ebenfalls nicht erkennen, um was es sich dort handelt.
    Das würde mir auch schwer fallen. Das Objekt kenne ich nicht.
    Sollten Sie H2O gemeint haben?
    So ein wenig html hilft schon.
    Im Ernst:

    Zitat von klaus16 Beitrag anzeigen
    Die Zahl 3,14 die für den Kreisumfang von Bedeutung ist, konnte niemand von 46 Lehrlingen als gerundete Zahl definieren, geschweige dann anwenden. Darunter befanden sich fünf Abiturienten die in Umweltberufen ausgebildet werden.
    Dass Abiturienten (m/w) die Kreiszahl nicht (mehr) kennen, kann insbesondere hier in NRW nicht erstaunen. Denn ein solches "bulimisches" Wissen brauchen sie nicht mehr zu erwerben. Sie erwerben stattdessen die bereits mehrfach angeführten "Kompetenzen".
    Die Bezirksregierungen hier in NRW bieten derzeit Fortbildungen zur "fachlichen Unterrichtsentwicklung mit Schwerpunkt Kompetenzorientierung" an. An einer Schule, die ich sehr gut kenne, war daran nur einer von 10 Mathematik-Lehrern (m/w) interessiert.

    Ich kann gut verstehen, warum. Dieses ganze Kompetenz-Geschwurbel hat nämlich mit Mathematik so viel zu tun wie ein Alien mit Bootsbau in Micronesien.

    http://bildung-wissen.eu/wp-content/...-kompetenz.pdf

    http://bildung-wissen.eu/wp-content/...sstandards.pdf

    http://bildung-wissen.eu/wp-content/...tendumping.pdf

    In diesen Links findet man übrigens auch die Antwort auf diese Frage:

    Zitat von Dei_Mudda Beitrag anzeigen
    Und wer hat Ihrer Meinung nach diesen "Trend" zur (angeblichen) Kompetenz zu verantworten?
  2. #381

    Zitat von hjm Beitrag anzeigen
    Sie müssten mir allerdings helfen, indem Sie mir zuvor die folgende Frage beantworten: Warum schaffen es die Lokführer der Bahn in all den Jahren nicht, ihre Züge pünktlicher ans Ziel zu bringen?
    Tja, die Lokführer der (Hoch)-Bahn in Hamburg schaffen das.
    Die der S-Bahn nicht. ( Betreiber DB ).

    Wenn bei der S-Bahn Züge ausfallen oder auf freier Strecke stehenbleiben, ist es tagesformabhängig ob die Fahrgäste im Zug und auf den Bahnhöfen informiert werden wie und wann oder ob es überhaupt weitergeht.
    Bei der Hochbahn ist dies wesentlich besser gelöst.
    Daraus würde man normalerweise den Schluss ziehen, dass die Hochbahn ein besseres Qualitätsmanagement hat, als die S-Bahn.

    Wenn ich jetzt ganz boshaft wäre, würde ich auf die Pünktlichkeit der Bahn in anderen Ländern hinweisen. ( Frankreich,Japan).
    Aber ich bin ja nicht boshaft.
  3. #382

    Eigentor

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Tja, die Lokführer der (Hoch)-Bahn in Hamburg schaffen das.
    Die der S-Bahn nicht. ( Betreiber DB ).

    Wenn bei der S-Bahn Züge ausfallen oder auf freier Strecke stehenbleiben, ist es tagesformabhängig ob die Fahrgäste im Zug und auf den Bahnhöfen informiert.....
    Und nu sind wir wieder beim Schulsystem ...
    Die Hochbahn stellt ein in sich geschlossenes System dar, das redundant mit Bussen unterstützt werden kann.
    Die S-Bahn hat kein eigenes Netz und muss sich die Fahrwege mit anderen Zügen teilen.

    Was nun die Kommunikationskompetenzen der beiden Anbieter mit der von hjm gestellten Frage zu tun haben, entzieht sich meiner Vorstellungskraft - außer es handelt sich um ein plumpes Ablenkungsmanöver.
  4. #383

    An die Redaktion. Diesen Beitrag habe ich schon gesendet. Ist er angekommen? Ein späterer Beitrag wurde schon veröffentlicht.
    Für alle Fälle noch einmal:

    Der Föderalismus hat bisher das Schlimmste verhindert. Die Fehler einzelner Bundes-Übergangsregierungen konnten so nicht flächendeckend alle Bundesländer erreichen. Aber ein Optimum der neutralen Bildung ist auch so nicht möglich.

    Deshalb muss ein neues Drehbuch zur besseren Bildung und Verhinderung der Misere her. Wichtigstes Ziel aller Herrschenden (nicht nur der perfiden!) war schon immer die Indoktrination der möglichst jugendlichen Abhängigen. Das ist zwar nicht neu, muss aber leider immer wieder betont werden. Im krassesten Fall droht deshalb auch bei uns nach jeder Legislaturperiode ein neuer, die Welt verbessernder, ideologischer Bildungsplan. Ausersehen, um möglichst auf Dauer den Machterhalt, auch über eine Wahlperiode hinaus, zu sichern. Damit wurde föderal begonnen und führte zu Bremer Verhältnissen.

    In Deutschland bestehen aus diesem Grunde nicht mehr überschaubare Schulstrukturen. Sie sind zur politischen Spielwiese verkommen. Immer neue Versuchansätze mit kläglichen Ergebnissen und einem unaufhörlichen Paradigmenwechsel, sind exemplarisch. Die Formulierung der Bildung der Jugend ist für eine soziologische Spielerei zu kostbar. Sie darf nicht in parteiische Hände fallen und damit zur Eingleisigkeit des Denkens führen.

    Mit dem höchsten Gut der Bildung, der Fähigkeit, ohne Vorbehalte und ideologische Einengungen denken zu lernen, sollte kein Vabanquespiel möglich sein. Deshalb ist die Bildung allen ideologischen Einflüssen der Parteien, allen Einflüssen der Religionen und den anderer Institutionen zu entziehen. Regierungsbildungen dürfen nicht zu einem Geschacher mit Bildungsinhalten werden.

    Formulierung und Überwachung der Bildungsziele haben einen ebenso hohen Stellenwert, wie bisher die des Rechts durch die höchsten Bundesorgane. Die Bildung ist deshalb im Grundgesetz rechtlich so zu verankern, dass eine Beeinflussung von außen nicht mehr möglich ist. Um das Ziel zu erreichen, sind von den Hochschulen Sachverständige zu benennen, die keiner Partei oder Religion (z.B. durch Mandate, oder gehobene Funktionen) verpflichtet sind. Deren Empfehlungen sind dann nach Prüfung von einem Gremium, ähnlich einem obersten Bundesgericht, als verbindlich einzusetzen. Den Absolventen dieser Bildung sollte dann auch eher ein neutrales Denken mit höchst möglicher persönlicher Effektivität leichter fallen.
  5. #384

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Und nu sind wir wieder beim Schulsystem ...
    Die Hochbahn stellt ein in sich geschlossenes System dar, das redundant mit Bussen unterstützt werden kann.
    Das in sich geschlossene System ist die Gleichstrom S-Bahn.
    (Die es so nur noch in Berlin gibt).

    Wieso jetzt für die S-Bahn kein Schienenersatzverkehr möglich sein soll, das wissen Sie wohl nur selbst.
    Mal abgesehen davon : Die S-Bahn HH dürfte der größte Konsument von Schienenersatzverkehr im Hamburger Raum sein.

    Es ging auch nicht um Kommunikationskompetenzen sondern um Qualitätsmanagement.
    Aber schön, das man mal live erleben kann, wie ein Lehrergehirn so tickt.
    Da verwundert es auch , dass Sie nicht wissen wie es um den Kompetenzbegriff steht.
    Kompetenz bedeutet nicht mehr und nicht weniger als Wissen in Alltagssituationen
    (Beruf,normales Leben ) anwenden zu können.

    Da die berufliche Realität den meisten Lehrern verborgen bleibt, wundert der Wiederstand gegen Kompetenzen nicht.

    Und auch nur so ist nachfolgende Realsatire der Gesellschaft für Bildung und Wissen erklärbar:

    Im Mathematikbuch würden wir sicherlich Aufgaben wie diese
    finden: »Die durchschnittliche Entfernung der Erde zum Mond
    beträgt 384.403 Kilometer. Wie lange braucht ein Raumschiff,
    das 10.000 km/h schnell ist, um zum Mond zu gelangen?« Die
    Aufgabe ist klar; man muss sie gelesen haben, um sie zu verstehen.
    Die oben beschriebenen Kompetenzen werden zu Recht vorausgesetzt.


    Guter Mathematikunterricht der GBW besteht ja darin zu fragen:

    Warum fliegt das
    Raumschiff ausgerechnet zum Mond und nicht zum Mars? Wird
    hier nicht ein altes Symbol der Einsamkeit verbunden mit dem
    Symbol der Kommunikation – für das das Raumschiff steht…«
    fände keine besonders gute fachbezogene Beurteilung in der
    Mathematik………


    Philosophische Mathematik sozusagen:



    Nicht die Problemlösung steht im Vordergrund, sondern das philosophische Geschwurbel darüber.

    D i e s e Mathematik und Ihre Vetreter à la Ladenthin scheinen mir das eigentliche Problem zu sein.

    Aber wohl ein biologisches Problem:

    Letztere Probleme haben eine Eigenart:

    Sie lösen sich im Laufe der Zeit von selbst.
  6. #385

    Zitat von leonardo-contra-pisa Beitrag anzeigen
    Das würde mir auch schwer fallen. Das Objekt kenne ich nicht.
    Trösten Sie sich, lieber leonardo, damit sind Sie nicht allein;-)

    Dihydrogenmonoxid verbieten - YouTube
  7. #386

    Unverständnis

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Kompetenz bedeutet nicht mehr und nicht weniger als Wissen in Alltagssituationen
    (Beruf,normales Leben ) anwenden zu können.

    Sie kennen ganz augenscheinlich die Bedeutung des Kompetenzbegriffes in der Schule nicht.


    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Da die berufliche Realität den meisten Lehrern verborgen bleibt, wundert der Wiederstand gegen Kompetenzen nicht.

    Lehrer (m/w) leisten ganz sicher keinen Wiederstand


    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Und auch nur so ist nachfolgende Realsatire der Gesellschaft für Bildung und Wissen erklärbar:

    Im Mathematikbuch würden wir sicherlich Aufgaben wie diese
    finden: »Die durchschnittliche Entfernung der Erde zum Mond
    beträgt 384.403 Kilometer. Wie lange braucht ein Raumschiff,
    das 10.000 km/h schnell ist, um zum Mond zu gelangen?« Die
    Aufgabe ist klar; man muss sie gelesen haben, um sie zu verstehen.
    Die oben beschriebenen Kompetenzen werden zu Recht vorausgesetzt.


    Guter Mathematikunterricht der GBW besteht ja darin zu fragen:

    Warum fliegt das
    Raumschiff ausgerechnet zum Mond und nicht zum Mars? Wird
    hier nicht ein altes Symbol der Einsamkeit verbunden mit dem
    Symbol der Kommunikation – für das das Raumschiff steht…«
    fände keine besonders gute fachbezogene Beurteilung in der
    Mathematik………


    Philosophische Mathematik sozusagen:

    Sie haben den Text von Prof. Ladenthin offensichtlich entweder nicht verstanden (mangelnde Texterfassungskompetenz!) oder Sie wollten ihn absichtlich falsch verstehen.

    L. will keine Mathematik vermitteln sondern er erläutert anhand einer Textaufgabe Begrifflichkeiten.

    Und Sie haben das anschließende Zitat sinnentstellend verkürzt.

    Korrekt heißt es:

    Wer aber angesichts der Textaufgabe fragt: »Warum fliegt das
    Raumschiff ausgerechnet zum Mond und nicht zum Mars? Wird
    hier nicht ein altes Symbol der Einsamkeit verbunden mit dem
    Symbol der Kommunikation – für das das Raumschiff steht…«
    fände keine besonders gute fachbezogene Beurteilung in der
    Mathematik.



    Im Übrigen ist Herr L. ist kein Mathematiker sondern Erziehungswissenschaftler:

    Volker Ladenthin
  8. #387

    geschlossenes system

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Das in sich geschlossene System ist die Gleichstrom S-Bahn.
    (Die es so nur noch in Berlin gibt).

    Wieso jetzt für die S-Bahn kein Schienenersatzverkehr möglich sein soll, das wissen Sie wohl nur selbst.
    Mal abgesehen davon : Die S-Bahn HH dürfte der größte Konsument von Schienenersatzverkehr im Hamburger Raum sein.

    Es ging auch nicht um Kommunikationskompetenzen sondern um Qualitätsmanagement.
    Aber schön, das man mal live erleben kann, wie ein Lehrergehirn so tickt.
    Da verwundert es auch , dass Sie nicht wissen wie es um den Kompetenzbegriff steht.
    Kompetenz bedeutet nicht mehr und nicht weniger als Wissen in Alltagssituationen
    (Beruf,normales Leben ) anwenden zu können.

    Da die berufliche Realität den meisten Lehrern verborgen bleibt, wundert der Wiederstand gegen Kompetenzen nicht.

    Und auch nur so ist nachfolgende Realsatire der Gesellschaft für Bildung und Wissen erklärbar:

    Im Mathematikbuch würden wir sicherlich Aufgaben wie diese
    finden: »Die durchschnittliche Entfernung der Erde zum Mond
    beträgt 384.403 Kilometer. Wie lange braucht ein Raumschiff,
    das 10.000 km/h schnell ist, um zum Mond zu gelangen?« Die
    Aufgabe ist klar; man muss sie gelesen haben, um sie zu verstehen.
    Die oben beschriebenen Kompetenzen werden zu Recht vorausgesetzt.


    Guter Mathematikunterricht der GBW besteht ja darin zu fragen:

    Warum fliegt das
    Raumschiff ausgerechnet zum Mond und nicht zum Mars? Wird
    hier nicht ein altes Symbol der Einsamkeit verbunden mit dem
    Symbol der Kommunikation – für das das Raumschiff steht…«
    fände keine besonders gute fachbezogene Beurteilung in der
    Mathematik………


    Philosophische Mathematik sozusagen:



    Nicht die Problemlösung steht im Vordergrund, sondern das philosophische Geschwurbel darüber.

    D i e s e Mathematik und Ihre Vetreter à la Ladenthin scheinen mir das eigentliche Problem zu sein.

    Aber wohl ein biologisches Problem:

    Letztere Probleme haben eine Eigenart:

    Sie lösen sich im Laufe der Zeit von selbst.
    Schön daneben.

    Ich schrieb von der (Hamburger) Hochbahn als geschlossenem System und habe auf den redundanten Busverkehr der Hochbahn hingewiesen.

    Die S-Bahn in Hamburg ist hingegen kein geschlossens System bezüglich des Fahrweges, da dieser mit anderen Zügen geteilt werden muss. Dass es unter bestimmten Voraussetzungen einen SEV geben kann, habe ich doch gar nicht ausgeschlossen. Dieser bedarf nur anderer partner, da die S-Bahn nicht über Busse verfügt. Diese müssen ggf. angemietet werden, wobei auch auf die regionale Bahnbusgesellschaft zurückgegriffen werden kann, aber nicht muss.
  9. #388

    Zitat von leonardo-contra-pisa Beitrag anzeigen
    Sie kennen ganz augenscheinlich die Bedeutung des Kompetenzbegriffes in der Schule nicht.
    Ich verwendete den PISA – Kompetenzbegriff
    Der unterscheidet sich allerdings erheblich von Kompetenz à la Ladenthin.

    Dort wird ja nun gerade bemängelt, dass wenn man die PISA Kompetenz ernstnimmt man:
    eine totale Ausrichtung auf Effizienz – die optimale Methode,
    eine Aufgabe zu lösen
    .

    erreicht.
    In der Tat Herr Ladenthin, dem ist so, möchte man da meinen.
    Und:
    Das unterscheidet sich erheblich von der Art Mathematik-Kompetenz die Herrn Ladenthin vorschwebt.
    Ich muss doch noch einmal genüsslich zitieren:
    Im Mathematikbuch würden wir sicherlich Aufgaben wie diese
    finden: »Die durchschnittliche Entfernung der Erde zum Mond
    beträgt 384.403 Kilometer. Wie lange braucht ein Raumschiff,
    das 10.000 km/h schnell ist, um zum Mond zu gelangen?« Die
    Aufgabe ist klar; man muss sie gelesen haben, um sie zu verstehen.
    Die oben beschriebenen Kompetenzen werden zu Recht vorausgesetzt.

    .....



    Wer aber angesichts der Textaufgabe fragt: »Warum fliegt das
    Raumschiff ausgerechnet zum Mond und nicht zum Mars? Wird
    hier nicht ein altes Symbol der Einsamkeit verbunden mit dem
    Symbol der Kommunikation – für das das Raumschiff steht…«
    fände keine besonders gute fachbezogene Beurteilung in der
    Mathematik.



    Wieso jetzt allerdings PISA – Kompetenz :

    vereinheitlichte und gleichförmige Mitarbeiter.

    erzeugt, gar zur „Mc Donaldisierung“ führt, bleibt wohl das Geheimnis dieses Herrn.

    Naja, wenn Erziehungswissenschaftler und Lehrer sich zur wirtschaftlichen Realität äussern, ist eines garantiert :

    Spass ohne Ende.

    Wenn’s bei Herrn Ladenthin mit den Erziehungswissenschaften mal nicht mehr so klappen sollte:

    Seine Talente als unfreiwilliger Komiker sind unbestritten.
    Und unfreiwillige Komik ist ja bekanntlich die beste.

    Im Übrigen ist Herr L. ist kein Mathematiker sondern Erziehungswissenschaftler
    Das scheint mir ja gerade das Problem zu sein.

    Es gilt wohl für ihn der altbekannte Satz:

    Hätte er [zur Mathematik ] geschwiegen , wäre er Philosoph geblieben.


    So eben nur unfreiwilliger Komiker.
  10. #389

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Schön daneben.
    Ich schrieb von der (Hamburger) Hochbahn als geschlossenem System und habe auf den redundanten Busverkehr der Hochbahn hingewiesen.
    Die S-Bahn in Hamburg ist hingegen kein geschlossens System bezüglich des Fahrweges, da dieser mit anderen Zügen geteilt werden muss. Dass es unter bestimmten Voraussetzungen einen SEV geben kann, habe ich doch gar nicht ausgeschlossen. Dieser bedarf nur anderer partner, da die S-Bahn nicht über Busse verfügt. Diese müssen ggf. angemietet werden, wobei auch auf die regionale Bahnbusgesellschaft zurückgegriffen werden kann, aber nicht muss.
    Die S-Bahn Hamburg ist mit Sicherheit ein geschlossenes System

    S-Bahn Hamburg.

    Als einzige Schnellbahn in Deutschland verwendet die Hamburger S-Bahn sowohl Gleichstrom (1.200 Volt), der aus einer neben dem Gleis angebrachten, seitlich bestrichenen Stromschiene entnommen wird, als auch im Außenbereich Wechselstrom (15 kV / 16,7 Hz), der über konventionelle Oberleitung bezogen wird.[/url]
    …..
    Dies führt dazu dass:
    Anders als in Berlin hat sie jedoch nur geringe Bedeutung für den Regionalverkehr, da das S-Bahn-Netz hauptsächlich auf Hamburger Stadtgebiet liegt und lediglich der Südast der Linie S3 das Umland in erwähnenswerter Weise erschließt.
    .....
    Ein wesentliches Hindernis bei der Vergabe an einen anderen Anbieter wären die technischen Spezifikationen des S-Bahn-Systems gewesen, insbesondere die Stromversorgung über Stromschiene und der Zwei-System-Betrieb. Im Falle einer Ausschreibung hätten Mitbewerber entweder einen an das Netz angepassten Fahrzeugpark vorweisen müssen oder sich mit der S-Bahn Hamburg GmbH über eine Nutzung der bestehenden Fahrzeuge verständigen müssen


    Es besteht überhaupt nur bei wenigen Aussenstrecken überhaupt dieNotwendigkeit den Fahrweg teilen zu müssen.

    Innerhalb der „City-S-Bahn“ (unterirdischer Teil ) ginge es z.B. gar nicht (Stromschienensystem und dazu noch Gleichstrom,Oberleitung fehlt hier).
    Und Dieselloks will dort niemand.
    Mal abgesehen davon:
    Die Steigungen die teilweise zu überwinden wären ( z.B. Auffahrt zur aufgeständerten Strecke von HBF nach Harburg) würde eine Diesellok wahrscheinlich gar nicht packen.
    Zum Ausgangspunkt der Diskussion :
    Die wenigen Strecken, die die S-Bahn sich mit anderen Zügen teilen muss, können nicht der Grund sein, warum die Pünktlichkeit im Vergleich mit der Hochbahn signifikant schlechter ist.








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