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Braucht der Bund mehr Kompetenz in der Bildungspolitik?

Der Föderalismus ist ein politischer Grundpfeiler Deutschlands. Aber wie sinnvoll ist er heute auf dem Feld der Bildung? Die Frage der schulischen Ausbildung sowie der Zukunft der Universitäten verlangt nach grundlegenden Maßnahmen, um Deutschlands internationale Stellung zu verbessern. Braucht hierzu der Bund mehr Kompetenz in bildungspolitischen Entscheidungen?
  1. #370

    Qualität ist der Maßstab

    Zitat von chirin Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall! Es kann doch nicht im Ernst so sein, dass in Kleinkleckersdorf Deutschland die Schul-Berufs-Studienabschlüsse der anderen Bundesländer Deutschlands unereinander nicht anerkannt werden . Wie neulich im Fernsehen zu sehen war, ist einer ausgebildeten Kindergärtnerin mit gutem Abschluß , die Stelle als Kindergärtnerin im Land Brandenburg (ausgerechnet) wegen der Nichtanerkennung der Abschlüsse in Bayern , nicht gegeben worden.
    Das gebetsmühlenartige Wiederholen von dem wudnerbaren gemeinsamen Europa stellt sich damit selbst ad adsurdum.
    und in Brandenburg gilt ein höherer Abschluss für ein Kindergarten, Kinderpfleger haben nur eine geringe pädagogische Ausbildung und orientiert sich an der Pflege der Kinder und nicht an deren Ausbildung.

    Kinderpfleger gibt es auch in Brandenburg haben aber sehr geringe Einstellungschancen im Kindergarten und Kinderkrippe weil die Gesetzeslage einen höheren Anspruch definiert. Ich möchte auch nicht einer Herz OP von einem Assistenzarzt erhalten der noch keine abgeschlossene Ausbildung hinter sich hat. Meine Kinder sind auf keinen Fall Versuchskaninchen für die Fähigkeit von möchtegern Kinderpädagogen.
  2. #371

    ja genau

    Zitat von Anton T Beitrag anzeigen
    In Skandinavien machen 70% eines Jahrgangs Abitur, im weltweiten Durchschnitt 50%. In Bayern machen 20% eines Jahrgangs Abitur. Das bayrische Bildungs- und Schulmodell ist für die Katz. Bildungspolitik kann man von allen möglichen Leuten machen lassen, aber nicht von Konservativen.
    nur hatten wir das schon mal in Deutschland, das skandinavische Schuhmodell, nur etwas politisch ideologisch verseucht ansonsten sehr gut
    vielleicht brauchen wir noch 20 Jahre um zu erkennen dass es gute und kompetente Lehrer schon einmal vorhanden waren.

    Ich habe die Möglichkeit ab und zu mal Lehrlinge in der Metallverarbeitung zu unterrichten, was mir da unterkommt an Grundwissen lässt mich zweifeln.
    Die Zahl 3,14 die für den Kreisumfang von Bedeutung ist, konnte niemand von 46 Lehrlingen als gerundete Zahl definieren, geschweige dann anwenden. Darunter befanden sich fünf Abiturienten die in Umweltberufen ausgebildet werden.

    Da mache ich mir schon gewaltig Gedanken, wenn ein Ausbildungsbetrieb Grundlagen in Mathematik Physik und Chemie vermitteln muss. Ach so H²O konnten die überwiegende Zahl ebenfalls nicht erkennen, um was es sich dort handelt.
  3. #372

    Pi

    Zitat von klaus16 Beitrag anzeigen
    nur hatten wir das schon mal in Deutschland, das skandinavische Schuhmodell, nur etwas politisch ideologisch verseucht ansonsten sehr gut
    vielleicht brauchen wir noch 20 Jahre um zu erkennen dass es gute und kompetente Lehrer schon einmal vorhanden waren.

    Ich habe die Möglichkeit ab und zu mal Lehrlinge in der Metallverarbeitung zu unterrichten, was mir da unterkommt an Grundwissen lässt mich zweifeln.
    Die Zahl 3,14 die für den Kreisumfang von Bedeutung ist, konnte niemand von 46 Lehrlingen als gerundete Zahl definieren, geschweige dann anwenden. Darunter befanden sich fünf Abiturienten die in Umweltberufen ausgebildet werden.

    Da mache ich mir schon gewaltig Gedanken, wenn ein Ausbildungsbetrieb Grundlagen in Mathematik Physik und Chemie vermitteln muss. Ach so H²O konnten die überwiegende Zahl ebenfalls nicht erkennen, um was es sich dort handelt.
    Die Schüler sind mathematisch kompetent, wenn sie mit mathematischen Werkzeugen - hier dem Taschenrechner - umgehen können und wissen wie die Konstante Pi aufgerufen und verarbeitet wird. Für die Formeln Kreisumfang, Fläche etc. müssen sie die Formelsammlung utzen können.

    Mathematisches Wissen war gestern, mathematische Kompetenzen sind heute.
  4. #373

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Die Schüler sind mathematisch kompetent, wenn sie mit mathematischen Werkzeugen - hier dem Taschenrechner - umgehen können und wissen wie die Konstante Pi aufgerufen und verarbeitet wird. Für die Formeln Kreisumfang, Fläche etc. müssen sie die Formelsammlung utzen können.

    Mathematisches Wissen war gestern, mathematische Kompetenzen sind heute.
    Es stimmt zwar, dass technische Berechnungen nicht mehr ohne Rechner ausgeführt werden. Aber wenn Sie meinen, die genial einfachen Kreisformeln (Umfang und Fläche) brauchten nicht mehr im menschlichen Gehirn aufbewahrt zu werden, dann ist das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
  5. #374

    Schule !=Bildung

    Zitat von klaus16 Beitrag anzeigen
    ...Ich habe die Möglichkeit ab und zu mal Lehrlinge in der Metallverarbeitung zu unterrichten, was mir da unterkommt an Grundwissen lässt mich zweifeln...Da mache ich mir schon gewaltig Gedanken, wenn ein Ausbildungsbetrieb Grundlagen in Mathematik Physik und Chemie vermitteln muss...
    Ich kann Sie verstehen und zutiefst mit Ihnen mitfühlen. Ich bilde selbst u.a. Fachinformatiker und Industriekaufleute aus.

    Grundwissen ist immer weniger vorhanden. Auch Leute die (angeblich) "Informatik" auf der Realschule oder FOS hatten wissen nicht dass im Binärsystem 1+1=10 ist. Teilweise noch nie etwas davon gehört. Manche Bewerber können im Vorstellungsgespräch keine Gleichung aufstellen. Da drängt sich die Frage auf, warum die Lehrer an den Schulen es in all den Jahren nicht geschafft haben den Leuten das Rüstzeug für die Arbeitswelt/Studium mitzugeben... und wie die Ihren Abschluss geschafft haben ist auch etwas dass mich schon länger interessiert... Die guten findet man immer seltener, ob bei Schülern oder Lehrern. Kann unsere Gesellschaft als ganzes das wirklich wollen?
  6. #375

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Die Schüler sind mathematisch kompetent, wenn sie mit mathematischen Werkzeugen - hier dem Taschenrechner - umgehen können und wissen wie die Konstante Pi aufgerufen und verarbeitet wird. Für die Formeln Kreisumfang, Fläche etc. müssen sie die Formelsammlung utzen können.

    Mathematisches Wissen war gestern, mathematische Kompetenzen sind heute.
    Und wer hat Ihrer Meinung nach diesen "Trend" zur (angeblichen) Kompetenz zu verantworten?
  7. #376

    Uninteressant

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Es stimmt zwar, dass technische Berechnungen nicht mehr ohne Rechner ausgeführt werden. Aber wenn Sie meinen, die genial einfachen Kreisformeln (Umfang und Fläche) brauchten nicht mehr im menschlichen Gehirn aufbewahrt zu werden, dann ist das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
    Was ich denke, isz vollkommen uninteressant, schließlich werde ich dafür bezahlt, dass ich die Kernrichtlinien für das fach Mathematik exekutiere und die Schüler auf die Zentralen Prüfungen nach Klasse 10 vorbereite. - Und die erschlägt man besser, wenn man nicht soviel "Blödsinn", wie Sie ihn einfordern, lernt.

    Versierte Facharbeiter sind Auslaufmoselle, deren Posten werden demnächst durch "kompetente" Bachelohren substituiert:(
  8. #377

    Zitat von Dei_Mudda Beitrag anzeigen
    Kann unsere Gesellschaft als ganzes das wirklich wollen?
    Erstens: Ja. (Wieso nicht?)
    Zweitens: Sie sind doch jemand aus der Wirtschaft, oder? Von so jemandem erwarte ich normalweise keine Fragen über „die Gesellschaft als ganze[s]“. Das ist doch eher eine Phrase für Soziol-, Pädag-, Ideol- und andere -ogen.
  9. #378

    Zitat von Dei_Mudda Beitrag anzeigen
    Da drängt sich die Frage auf, warum die Lehrer an den Schulen es in all den Jahren nicht geschafft haben den Leuten das Rüstzeug für die Arbeitswelt/Studium mitzugeben....
    Falls Sie tatsächlich eine Antwort suchen und nicht nur das Drängen an sich zum Ausdruck bringen wollen, bin ich gerne behilflich. Sie müssten mir allerdings helfen, indem Sie mir zuvor die folgende Frage beantworten: Warum schaffen es die Lokführer der Bahn in all den Jahren nicht, ihre Züge pünktlicher ans Ziel zu bringen?
  10. #379

    Ausschlussverfahren

    Zitat von Dei_Mudda Beitrag anzeigen
    Und wer hat Ihrer Meinung nach diesen "Trend" zur (angeblichen) Kompetenz zu verantworten?
    Ich weiß es nicht. Aber im Ausschlussverfahren lassen sich die Verantwortlichen vielleicht erruieren.

    Die Fachlehrer füt Mathematik können wir als erstes ausschließen, Lehrer werden grundsätzlich nicht gefragt, wenn es um Veränderungen im Bildungsbereich geht.

    Wissen wird heute als grundsätzlich verfügbar angesehen, soll heißen, dass alles Grundlegende mit Hilfe medialer Kompetenzen und geeigneter Suchmaschinen zu finden ist.

    Hinzu kommt die Werteverschiebung, wer eine Mathematikarbeit eigenständig in der vorgegebenen Zeit mehr oder weniger fehlerfrei (Einser-/Zweier-Notenspektrum) bearbeiten kann ist ein Fachidiot. Lässt er darüber hinaus nicht abschreiben, dann ist er sozial inkompetent und für Teamarbeit nicht einsetzbar.

    Idealerweise verfügt ein Schüler über hohe soziale Kompetenz, die ihn dazu bringt ohne eigenes Wissen, an die Ergebnisse eines "Experten" zu kommen und diese Erkenntnisse als Produkt eigener Überlegungen zu verkaufen.

    Es kommt also gar nicht auf die Ausbildung von Fähigkeiten und Fertigkeiten an, es zählt allein die Bündelung vielfältiger Kompetenzen die Ergebnisse anderer erfolgreich zu präsentieren. Das lernen die begnadeten selbstdarsteller in den Gruppenarbeitsphasen bis zum Schulabschluss zu perfektionieren.

    Blöd ist es , wenn ihnen in Einstellungsgesprächen oder Auswahltests ihre Sherpas genommen werden und sie sich selbst zum Gipfel der Erkenntnis schleppen müssen.








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