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Braucht der Bund mehr Kompetenz in der Bildungspolitik?

Der Föderalismus ist ein politischer Grundpfeiler Deutschlands. Aber wie sinnvoll ist er heute auf dem Feld der Bildung? Die Frage der schulischen Ausbildung sowie der Zukunft der Universitäten verlangt nach grundlegenden Maßnahmen, um Deutschlands internationale Stellung zu verbessern. Braucht hierzu der Bund mehr Kompetenz in bildungspolitischen Entscheidungen?
  1. #140

    Zitat von Astir01 Beitrag anzeigen
    Es steht dem Staat aber nicht zu, darüber zu befinden oder gar zu richten
    Doch, genau dies steht dem Staat zu.
    (Zumal Ganztagsschulen ja wohl eher die Ausnahme sind).
    Der Staat ist ja nicht irgendetwas sondern eine Institution, die letztlich den Willen
    der Mehrheit der Bürger umsetzt.

    Und eine Schulpflicht ist mit Sicherheit ein überwältigend breiter Konsens in dieser Gesellschaft.

    Sie mit religiösen Argumenten oder gar Albernheiten Ihrer Art

    Weiter vertrat ich die Ansicht, dass Jugendliche, die sich (ärztlich attestiert) gerade in der Pubertät befinden, von der Schul- Besuchspflicht freigestellt werden sollten, da mit dem Durcheinander der Hormone auch ein grundlegender Umbau der Hirnstruktur einhergeht, die sich ja erwiesenermaßen nicht nur im allseits bekannten, rebellischen Wesen äußert, sondern auch in der fast völligen Sinnlosigkeit jedweden Beschulungsversuches, der mit dem Ziel der Wissensvermittlung unternommen wird. In der Mittelstufe dienen die Schulen also nur als Aufbewahrungsort für junge Nichtsnutze.

    Ich jedenfalls kann mich an nichts mehr erinnern, was in den Schuljahren 8 & 9 auf dem Lehrplan stand, und bin nur deshalb nicht als Bildungsversager einzuordnen, weil die wesentlichen Inhalte in der Oberstufe oder während des Studiums wiederholt wurden. Eine Schule, die ihre Schüler unmittelbar nach der 9. Klasse entläßt, begeht im Prinzip die letzten 2 Jahre lang Freiheitsberaubung ohne Nutzen.


    abschaffen zu wollen, wird in absehbarer Zeit keine Mehrheit in der Bevölkerung finden.

    Und das ist auch gut so !
  2. #141

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Doch, genau dies steht dem Staat zu.
    (Zumal Ganztagsschulen ja wohl eher die Ausnahme sind).
    Der Staat ist ja nicht irgendetwas sondern eine Institution, die letztlich den Willen der Mehrheit der Bürger umsetzt.
    Tut er das tatsächlich? Oder läßt die schweigende weil gleichgültige Mehrheit hier den Staat sinnlose weil nicht zielführende Dinge tun?
    Und eine Schulpflicht ist mit Sicherheit ein überwältigend breiter Konsens in dieser Gesellschaft.
    Ich spreche mich nicht gegen eine allgemeine Schulpflicht aus, finde nur, dass der Staat solch eine Pflicht nicht ohne gute Begründung einfordern darf. Eine solche Begründung stellt m.E. nur der nachgewiesene Erfolg dar.
    Sie mit religiösen Argumenten oder gar Albernheiten Ihrer Art abschaffen zu wollen, wird in absehbarer Zeit keine Mehrheit in der Bevölkerung finden.
    Und das ist auch gut so !
    Der Bau des neuen Stuttgarter Bahnhofs hat eine Mehrheit gefunden; sogar unter den Stuttgartern selbst. Dass mal eine Abstimmung zu Schule, Bildungspolitik oder Lerninhalten stattgefunden hat, wüsste ich jetzt nicht.

    Wer Mehrheiten für sich in Anspruch nimmt, sollte sie auch vorweisen können.
  3. #142

    Zitat von Astir01 Beitrag anzeigen
    Bei der Diskussion um Bildungspolitik will niemand zuhören und ein Ergebnis erzielen. Also wird jede Debatte mit Totschlagargumenten abgewürgt, so wie Sie jetzt auf meinen Sachbeitrag mit einer absichtlich überspitzt formulierten Bemerkung reagieren, statt sich mit meiner Position argumentativ auseianderzusetzen.
    Ich hatte große Mühe Ihren "Sachbeitrag" nicht unter dem Begriff Satire einzuordnen.
    Ernsthaft? Sie wollen die Schule auf Fächer und Stunden begrenzen, die unmittelbar nötig sind, je nach Qualifikation am Fließband fehlerfrei zu arbeiten oder den Mehrwert der erzeugten Produkte und Dienstleistungen zu erhöhen?

    Pubertierende Jugendliche wollen Sie von der Schulpflicht suspendieren? Was machen Sie mit denen so lange, bis die vernünftig sind, um sie vom Zerstören durch Langeweile abzuhalten?

    Ich denke, dass es in diesem Land Konsens ist, dass Bildung weit mehr ist als das von Ihnen Geforderte, weshalb Sie die Debattenbeiträge "ernten", die Sie einfordern.

    Es wäre Wahrscheinlich genau so, wenn Ihr "Sachbeitrag" ein Beitrag zu der These wäre, alle Rentner mit 67 einzuschläfern, weil sie dann industriell nicht mehr verwertbar sind.

    Wenn Sie eine ernsthafte Diskussion wollen, müssten Sie vor der Formulierung von Thesen/Forderungen zumindest darüber nachdenken, ob Ihre Vorstellungen nicht gar zu abstrus sind.
  4. #143

    Zitat von Astir01 Beitrag anzeigen
    Ich spreche mich nicht gegen eine allgemeine Schulpflicht aus, finde nur, dass der Staat solch eine Pflicht nicht ohne gute Begründung einfordern darf. Eine solche Begründung stellt m.E. nur der nachgewiesene Erfolg dar.
    Immerhin sind wir erfolgreicher in der Schaffung von "Lebensstandard", als viele andere zumindest im technischen Bereich, was eine brauchbare Schulbildung voraussetzt, die ja doch (zumindest ansatzweise) vorhanden zu sein scheint

    Zitat von Astir01 Beitrag anzeigen
    Wer Mehrheiten für sich in Anspruch nimmt, sollte sie auch vorweisen können.
    Parteien stellen ihre schulpolitischen Vorstellungen zur Wahl und werden auch deshalb gewählt. Genauso tun sie das mit verkehrspolitischen Vorstellungen... ohne dass über die Verkehrspolitik Volksabstimmungen stattfinden- repäsentative Demokratie halt.
  5. #144

    Zitat von Pens Beitrag anzeigen
    Ich hatte große Mühe Ihren "Sachbeitrag" nicht unter dem Begriff Satire einzuordnen.
    Ernsthaft? Sie wollen die Schule auf Fächer und Stunden begrenzen, die unmittelbar nötig sind, je nach Qualifikation am Fließband fehlerfrei zu arbeiten oder den Mehrwert der erzeugten Produkte und Dienstleistungen zu erhöhen?
    Eine interessante Interpretation!

    Wie u.A.i.d.W kommen Sie von...

    Zitat von Astir01 Beitrag anzeigen
    Es steht dem Staat aber nicht zu, darüber zu befinden oder gar zu richten. Höchstens anbieten kann er es, wobei sich das staatliche Angebot ruhig auch am Bedarf des Staates orientieren darf.
    auf Fließbandarbeiter? Ist ja nicht so, als würde es seit zig Jahren aus allen Ecken tönen, dass Bildung ein zentraler Schlüssel für beruflichen Erfolg ist, dass Mitarbeiter mit einer guten Ausbildung gesucht werden und das der Bedarf an ungelernten Arbeitern immer weiter zurückgehen wird...
  6. #145

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Aber was ist denn Bildung?
    Meine persönliche Definition: "Bildung ist die Fähigkeit, die eigene Intelligenz (oder allgemeiner: Talente) möglichst effektiv einzusetzen"
    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Welche Bildung ist wervoll und welche wertlos oder hat ein und dieselbe Bildung nur je nach umfeld eine andere Rendite?
    Ganz konkret:
    Nun, nach obiger Definition gibts keine verschiedenen Arten von Bildung. Demnach gibts auch keine unterschiedlichen Wertigkeiten.

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Ist Bildung nur umsonst oder lediglich vergeblich?
    Die obige Art von Bildung ist weder noch. Sie ist nicht mal kostenlos, da der Erwerb in der Regel Mühe kostet.
  7. #146

    Zitat von Clownfish Beitrag anzeigen

    Wie u.A.i.d.W kommen Sie von...
    auf Fließbandarbeiter? Ist ja nicht so, als würde es seit zig Jahren aus allen Ecken tönen, dass Bildung ein zentraler Schlüssel für beruflichen Erfolg ist, dass Mitarbeiter mit einer guten Ausbildung gesucht werden und das der Bedarf an ungelernten Arbeitern immer weiter zurückgehen wird...
    "Wie u.A.i.d.W kommen Sie von..." von dem, was sie zitieren, darauf, dass ich von dem Zitierten auf das käme, was ich der ausschließlichen Bildungsorientierung an der industriellen Nutzbarkeit vorwerfe?
  8. #147

    Zitat von Pens Beitrag anzeigen
    "Wie u.A.i.d.W kommen Sie von..." von dem, was sie zitieren, darauf, dass ich von dem Zitierten auf das käme, was ich der ausschließlichen Bildungsorientierung an der industriellen Nutzbarkeit vorwerfe?
    Staendig faellt hier dieses Schlagwort der "industriellen Nutzbarkeit". Was soll das ueberhaupt heissen? Alle Bildung ist doch wohl "industriell nutzbar". Und die meisten Leute werden vermutlich irgendwann im Leben fuer irgendeine Industrie arbeiten, direkt oder indirekt.
  9. #148

    Zitat von melbo Beitrag anzeigen
    Staendig faellt hier dieses Schlagwort der "industriellen Nutzbarkeit". Was soll das ueberhaupt heissen? Alle Bildung ist doch wohl "industriell nutzbar". Und die meisten Leute werden vermutlich irgendwann im Leben fuer irgendeine Industrie arbeiten, direkt oder indirekt.
    Sie sollten den Begriff "auschließlich" nicht unterschlagen.
    Bildung, die ausschließlich an industrieller Nutzbarkeit orientiert ist, ist etwas anderes als Bildung, die (auch) industriell nutzbar ist.
  10. #149

    Zitat von Pens Beitrag anzeigen
    Sie sollten den Begriff "auschließlich" nicht unterschlagen.
    Bildung, die ausschließlich an industrieller Nutzbarkeit orientiert ist, ist etwas anderes als Bildung, die (auch) industriell nutzbar ist.
    Bitte erklaeren Sie mir, wie Bildung aussieht, die ausschliesslich an "industrieller Nutzbarkeit" orientiert ist...ich kann mir wirklich nicht vorstellen, was darunter zu verstehen ist.


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