Der Herbst sollte im Zeichen der Bildung stehen und zur Krönung sollte es ein Gipfeltreffen von Bund und Ländern geben. Doch der Gipfel scheint ein Flop zu werden. Eine reine Showveranstaltung? Diskutieren Sie mit.
Da in meiner HS-Klasse derzeit 29 Kinder mit special needs ihr Unwesen treiben und drei weitere für das kommende Schuljahr anvisiert sind, bin ich unbedingt für dieses Modell.
Im übrigen "kann" ich gymnasiale Standards (Ausbildung) und special needs (Berufserfahrung), habe bald soviel Zeit mit Sozialarbeitern, Jugendamtsmitarbeitern und Erziehungshelfern verbracht wie mit meinen Schülern ("kann" das so langsam auch ein bisschen), Sekretariat kann eh jeder Lehrer bei dem endlosen Papierkram; Förderschule könnte ich noch besser, da weniger Schüler bei nur leicht anderer Klientel (die Gutachten muss ich eh schon schreiben), und Klassenraum putzen, streichen und andere Hausmeistertätigkeiten mache ich mit links.
Dennoch suche ich händeringend eine/n angestellte/n Kollegin/en, die/der das alles einfach besser im Griff hätte und vor allem sehr viel flexibler einzusetzen wäre.
Liege ja schon in der Hängematte, aber das mit dem ruhigen Schaukeln, das will noch nicht so recht klappen.
Ich bitte Sie. Es grenzt schon irgendwo an Sarkasmus wenn sich deutsche Lehrer mit Polizisten oder Richtern vergleichen wollen. Diese sind für einen Rechtsstaat nach unserem Verständnis nämlich unersetzlich. Verbeamtete Lehrkörper (m/w) wohl kaum. Es geht auch ohne.
Es wird ja meistens von selbigen das Argument der "Unbestechlichkeit" o.ä. der verbeamteten Lehrer ins Feld geführt. "Lustig" denke ich mir dann immer. Ich bilde auch teilweise noch recht junge Leute (16 Jahre +) aus. Diese müssen von mir bewertet und auf die Abschlussprüfung vorbereitet werden. Ich erbringe trotzdem meine Leistung obwohl ich nicht den "besser situierten Personenkreis" angehöre, noch über eine sog. "pädagogische Ausbildung" verfüge...
=> Es bringt nichts wenn man den vermeintlichen Status mit dem anderer Berufsgruppen vergleichen möchte...
Sie wollen es vermutlich nicht begreifen, obwohl Sie es könnten (was mir so bei Ihren Beiträgen einfällt)... Aber es ist hinreichend bekannt dass ein Beamter nicht anders denken will, um nicht zu sagen kann. Sie können nichts dafür, schließlich kennen Sie es vermutlich nicht anders, und daher verstehe ich Ihre Position zur Thematik...
Kleiner aber feiner Unterschied: Sie haben handverlesene Jugendliche, die sich für den Job interessieren, sonst hätten sie sich nicht beworben.
Die Auszubildenden sind einigermaßen zuverlässig und willig, sonst hätten Sie sie nicht genommen.
Wenn sich einer dieser Jugendlichen ständig etwas zuschulden kommen lässt, dann wird er gekündigt und das Problem ist für Sie erledigt.
Wenn die Ausbidlung abgebrochen wird, ist das Problem für Sie erledigt.
Sie haben ganz recht: Man sollte Jobs nicht miteinander vergleichen.
Sie erwarten doch nicht, dass bei einer Sichtfeldbegrenzung a la alle beamteten LuL sind "Underperformer" so viel "Überblick" möglich ist.
Ich "sehne" mich geradezu nach einem Forumsteilnehmer von "außerhalb", der NICHT den Gesichtskreis eines einäugigen Huhnes hat.
Gibt es in der "freien Wirtschaft" niemand, der halbwegs qualifiziert die Gesamtproblematik zu erfassen weiß und mit dem man deshalb über den Tellerrand der örtlich Handelskammer und/oder des eigenen Unternehmerdaseins hinausblicken kann ?
Die Ausstattung sollte individuell den Vorlieben der örtlichen Klientel angepasst werden. Vielleicht mag der eine eher eine Seidentafel mit Plüschkissen, der andere eher die härtere Variante aus Holz und Leder. Eine Internetverbindung mit Zugang zu allen großen Lernmedienportalen sollte natürlich Standard sein.
Die Unterrichtsboxen sind ja nur übergangsweise notwendig. Dank der Deregulierung, Privatisierung und Liberalisierung des Bildungsmarktes, sowie dessen Öffnung für osteuropäische Fachkräfte ("Komm näherrr, Hibscherrr, ich mache dich Abiturrr guuuuut!"), stehen die Gewerbegebiete in ein paar Jahren völlig leer und können dann anderweitig genutzt werden...
In der Kaufmannsstadt HAMBURG ist es jetzt möglich,
von der Schulseite her, die Schreibschrift abzuschaffen.
Natürlich folgt man hier wieder den neuesten pädagogischen Erkenntnissen,
so daß wir bald nur noch Abiturienten als Schulabgänger gewinnen können.
Wer mag da noch abseits stehen wollen?!
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