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Bildungsgipfel - eine reine Showveranstaltung?

Der Herbst sollte im Zeichen der Bildung stehen und zur Krönung sollte es ein Gipfeltreffen von Bund und Ländern geben. Doch der Gipfel scheint ein Flop zu werden. Eine reine Showveranstaltung? Diskutieren Sie mit.
  1. #200

    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen

    Die Alternative zu Privatschulen - das heutige Bildungssystem vorausgesetzt - ist das Investieren in zutiefst ineffiziente und leistungsfeindliche Strukturen, sprich: Das simple Schaffen von noch mehr Beamtenstellen. Griechenland lässt grüßen.

    Das Investieren in das jetzige System führt augenscheinlich nicht zu mehr Bildung. Was man mit solch Politik für die jetzige und zukünftige Generationen erreichet, sind
    e i n z i g mehr Schulden und zukünftige Belastungen.
    Sie sind doch bis jetzt alle Antworten schuldig geblieben auf die Frage, was meine angestellten Kollegen besser machen als die beamteten.
    Ebensowenig konnten Sie eine Begründung für Ihre Annahme finden, warum "strukturelle Anpassungen" der Beschäftigtenzahl bei Lehrern an die Schülerzahlen dazu führen, dass man in dem Beruf mehr qualifizierte Leute bekommt, "als jetzt schon fehlen". Stattdessen verbreiten Sie "hire and fire" Dschungelkapitalismen, die völlig an der Realität vorbei nichts als Uninformierheit, Dummbeutelei
    und pathologischen Hass auf alles Beamtete zeigen.

    Wie verbiestert muss man sein, um glauben zu können, dass Beamte grundsätzlich leistungsfeindlich sind und Angestellte grundsätzlich leistungsbereit.
    Anders: Wen wollen Sie glauben machen, dass die Aufarbeitung Ihrer (an anderer Stelle vekündeten) Mobbingerlebnisse ein sinnvoller Beitrag zu einer realistischen Einschätzung der Bildungsmisere sein könnte?
  2. #201

    @flie

    Zitat von Flie Beitrag anzeigen
    Sie sind doch bis jetzt alle Antworten schuldig geblieben auf die Frage, was meine angestellten Kollegen besser machen als die beamteten.
    Ebensowenig konnten Sie eine Begründung für Ihre Annahme finden, warum "strukturelle Anpassungen" der .....
    Jau, wat machen sie anders als ich? feuern will der uns letztendlich beide, Sie underperformer, Sie:)
  3. #202

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Jau, wat machen sie anders als ich? feuern will der uns letztendlich beide, Sie underperformer, Sie:)
    Ne,ne Sie Angestellter, Sie können ruhig davon ausgehen, dass ich mich in meiner Hängematte schaukle, während Sie für mich mitarbeiten- oder ist das bei Ihnen anders?
    An einer mir sehr gut bekannten Schule geht ein Riss durch das Kollegium: Die Beamten sind alle durch die Bank "faule Säcke", während die angestellten LuL die Vertretungsstunden schieben und für weniger Geld mindestens doppelt so viel arbeiten.
  4. #203

    Zitat von Flie Beitrag anzeigen
    Sie sind doch bis jetzt alle Antworten schuldig geblieben auf die Frage, was meine angestellten Kollegen besser machen als die beamteten.
    Ebensowenig konnten Sie eine Begründung für Ihre Annahme finden, warum "strukturelle Anpassungen" der Beschäftigtenzahl bei Lehrern an die Schülerzahlen dazu führen, dass man in dem Beruf mehr qualifizierte Leute bekommt, "als jetzt schon fehlen". Stattdessen verbreiten Sie "hire and fire" Dschungelkapitalismen, die völlig an der Realität vorbei nichts als Uninformierheit, Dummbeutelei
    und pathologischen Hass auf alles Beamtete zeigen.

    Wie verbiestert muss man sein, um glauben zu können, dass Beamte grundsätzlich leistungsfeindlich sind und Angestellte grundsätzlich leistungsbereit.
    Anders: Wen wollen Sie glauben machen, dass die Aufarbeitung Ihrer (an anderer Stelle vekündeten) Mobbingerlebnisse ein sinnvoller Beitrag zu einer realistischen Einschätzung der Bildungsmisere sein könnte?
    Ich sprach von Kündigungsmöglichkeiten.
    Angestellte Lehrer sind, das sollten Sie eigentlich wissen, beamteten de facto gleichgestellt.

    Ich habe nichts gegen Beamte. In einigen, wenigen Bereichen ist das Beamtentum sinnvoll.

    An den Schulen ist es schädlich. Nicht nur, dass es das öffentliche Schulsystem unreformierbar macht.

    In der Schule, wo es darum geht Kinder u.a. zu Leistung zu erziehen, muss Leistung und Beurteilung nach Leistung - was Scheitern einbezieht - selbstverständlich vorgelebt werden.

    Weshalb (schon die Möglichkeit zu)strukturelle(n) Kündigungen dazu führen, dass das Personaltableau leistungsfähiger wird, möchte ich nicht ausführen.

    Aber, sorry: typische Beamtenfrage. ;-)
    Basics in Wirtschaftswissen und Kündigungs-/Personalangelegenheiten.

    P.S.
    Ich bedanke mich, dass Sie sich als Lehrer entschlossen haben, meine an anderer Stelle Ihnen verkündeten Rat und Bitte, Ihre Texte durch Strukturierung lesbarer zu gestalten, angenommen haben.
  5. #204

    zgK

    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    Ich sprach von Kündigungsmöglichkeiten.
    Angestellte Lehrer sind, das sollten Sie eigentlich wissen, beamteten de facto gleichgestellt.

    Ich habe nichts gegen Beamte. In einigen, wenigen Bereichen ist das Beamtentum sinnvoll.

    An den Schulen ist es schädlich. Nicht nur, dass es das öffentliche Schulsystem unreformierbar macht.

    In der Schule, wo es darum geht Kinder u.a. zu Leistung zu erziehen, muss Leistung und Beurteilung nach Leistung - was Scheitern einbezieht - selbstverständlich vorgelebt werden.

    Weshalb (schon die Möglichkeit zu)strukturelle(n) Kündigungen dazu führen, dass das Personaltableau leistungsfähiger wird, möchte ich nicht ausführen.

    Aber, sorry: typische Beamtenfrage. ;-)
    Basics in Wirtschaftswissen und Kündigungs-/Personalangelegenheiten.

    P.S.
    Ich bedanke mich, dass Sie sich als Lehrer entschlossen haben, meine an anderer Stelle Ihnen verkündeten Rat und Bitte, Ihre Texte durch Strukturierung lesbarer zu gestalten, angenommen haben.
    Angestellte im öffentlichen Dienst sind nach 15 Jahren in Hinblick auf Unkündbarkeit den Beamten gleichgestellt.

    Die Tatsache, dass keine Schulleitung misliebige oder leistungsschwache KollegInnen in die Wüste schicken kann, liegt daran, dass es einfach keinen Ersatz gibt.

    Die idee Schulen zusammenzulegen ist lediglich dem Umstand gedankt, dass die kleinen Hauptschulklassen durch die Gründung von Gemeinschaftsschulen zu Gunsten größerer Lerngruppen aufgegeben werden können. 16/17er Schülergruppen wie an der HS wird es dann nicht mehr geben. Dafür gibt es leistungsheterogene 24er Gruppen, also um die Hälfte größere gruppen. Das setzt natürlich Lehrerstunden frei. der Mangel an ausgebildeten Fachlehrern im MINT-Bereich wird sich dadurch vergrößern. Die bisher größtenteils fachfremd unterrichteten Hauptschüler haben nämlich wegend er gymnasialen standards Anspruch auf Fachlehrerunterricht. ein Großteil der fachlehrer wird aber mit den special needs des Hauptschülerklientel nicht zurecht kommen, dieses verschwindet nämlich nicht durch Umflaggung.

    Btw ich bin - sogar gerne - Gesamtschullehrer.
  6. #205

    Zitat von Flie Beitrag anzeigen
    ...Stattdessen verbreiten Sie "hire and fire" Dschungelkapitalismen, die völlig an der Realität vorbei nichts als Uninformierheit, Dummbeutelei
    und pathologischen Hass auf alles Beamtete zeigen...
    Die "Hire & Fire" Methode ergibt durchaus Sinn. Oder warum meinen Sie stellen deutsche Firmen immer weniger Leute fest an und geben selbigen erst mal Zeitverträge? Da man das lt. Gesetz nicht ewig machen kann (max. zwei Jahre wenn ich richtig informiert bin) bleiben viele Stellen unbesetzt und die Angestellten müssen mit ihrer Arbeitsleistung die fehlende "Mannleistung" kompensieren.

    Hätten wir in D nicht so einen guten Kündigungsschutz für Angestellte (nach de facto fünf bis sieben Jahren bekommen Sie einen "Faulpelz" eh nicht mehr ordentlich gekündigt - Stichwort Arbeitsgericht), würde sich eine entspanntere Situation ergeben. Die Unwilligen haben dann die "A Karte" gezogen, die betriebsbedingt gekündigten Leute kommen wesentlich effizienter und schneller wieder in ein neues Angestelltenverhältnis.

    Dann würde einiges besser laufen und sich vielleicht auch mal mehr Leute anstrengen und nicht Arbeit auf den Rest der Gruppe "abwälzen". Hingegen bekommen Sie einen verbeamteten Faulpelz nach der Berufung auf Lebenszeit eigentlich gar nicht mehr los...
  7. #206

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Angestellte im öffentlichen Dienst sind nach 15 Jahren in Hinblick auf Unkündbarkeit den Beamten gleichgestellt.

    Die Tatsache, dass keine Schulleitung misliebige oder leistungsschwache KollegInnen in die Wüste schicken kann, liegt daran, dass es einfach keinen Ersatz gibt.
    Sie verstehen die Logik der freien Wirtschaft nicht.

    "Weshalb (schon die Möglichkeit zu)strukturelle(n) Kündigungen dazu führen, dass das Personaltableau leistungsfähiger wird, möchte ich nicht ausführen."

    Der Forist, auf den Sie sich beziehen, möchte durch Verschlechterung der Arbeitsbedingungen erreichen, dass das "Personaltableau leistungsfähiger wird", was ja dann auch nötig ist, weil dann auf drei Klassen ein/eine LoL kommt, der/die freilich durch die Möglichkeit zu "struktureller Kündigung" angespornt, das locker managt.

    Ich fange an zu verstehen, warum dauernd irgendwo irgendwelche Banken- Finanz- sonstige "Luftblasen" platzen.
  8. #207

    Zitat von Dei_Mudda Beitrag anzeigen
    Die "Hire & Fire" Methode ergibt durchaus Sinn...
    Da waren wir aber vor ein paar Monaten schon weiter, als wir das Modell der Tagelöhnerei wiedereinführen wollten. Vor Unterrichtsbeginn finden sich dann die arbeitslosen LuL vor dem Fenster des Schulleiterbüros ein, der dann ein paar aus der Menge auswählt, ihnen Raum und Klasse zuweist und sie nach Feiermittag mit einem Handgeld von 20,- Euro verabschiedet.

    Gleiches sollte man natürlich auf alle anderen Beamtenverhältnisse ausdehnen; wieso z.B. kann ein Polizist nicht auf Honorarbasis beschäftigt werden? Wieso muß sich ein Richter nicht den wunderbaren Kräften des freien Marktes stellen? Denn sowas wie Flichtbewußtsein oder Lojalität (oder wie man das schreibt), das hat man entweder oder man hat das nicht, mit Bezahlung oder Beschäftigungsverhältnis hat das nichts zu tun...
  9. #208

    Zitat von Dei_Mudda Beitrag anzeigen
    Die "Hire & Fire" Methode ergibt durchaus Sinn. Oder warum meinen Sie stellen deutsche Firmen immer weniger Leute fest an und geben selbigen erst mal Zeitverträge? Da man das lt. Gesetz nicht ewig machen kann (max. zwei Jahre wenn ich richtig informiert bin) bleiben viele Stellen unbesetzt und die Angestellten müssen mit ihrer Arbeitsleistung die fehlende "Mannleistung" kompensieren.

    .
    Warum fällt mir bei Ihren Beiträgen neuerdings immer der Spruch ein: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber."?

    Andererseits: Uns geht es wirtschaftlich sauschlecht im Verhältnis zu anderen vergleichbaren Staaten. Deshalb ist es dringend erforderlich, dass wir uns amerikanische Hire-and- Fire-Mentalität aneignen. Hauptsache ist doch, dass wir endlich den verhassten Beamten eins auswischen- ganz gleich, was uns das kostet.
  10. #209

    Zitat von Neurovore Beitrag anzeigen
    Da waren wir aber vor ein paar Monaten schon weiter, als wir das Modell der Tagelöhnerei wiedereinführen wollten. Vor Unterrichtsbeginn finden sich dann die arbeitslosen LuL vor dem Fenster des Schulleiterbüros ein, der dann ein paar aus der Menge auswählt, ihnen Raum und Klasse zuweist und sie nach Feiermittag mit einem Handgeld von 20,- Euro verabschiedet.
    Ich sehe da noch ganz andere Möglichkeiten. Wozu einen staatlichen Schulleiter und ein steuerfinanziertes Gebäude unterhalten? Selbständige Lehrer könnten sich Wohnwagen mieten und diese an speziell ausgewiesenen Plätzen aufstellen, dort ihre Schüler empfangen und mit diesen das Honorar für jede Unterrichtsstunde frei aushandeln. Alternativ könnte ich mir freie Unternehmer vorstellen, die Klassenzimmer stundenweise an Lehrpersonen vermieten, die dort dann wiederum als freie Unternehmer ihre Schüler unterrichten. Der Vorteil wäre, dass der Unternehmer in seinem Schulhaus gleichzeitig eine Ordnungsfunktion übernehmen und im Bedarfsfall Lehrkräfte aus dem Ausland anwerben könnte.

    Den Top-Performern unter den Lehrern würde es dann natürlich freistehen, entsprechend höhere Honorare zu verlangen und ihren Unterricht in den Suiten der Luxushotels abzuhalten.


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