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Bachelor-Reform - reichen die Korrekturen?

Für die Studenten ist es ein erster Erfolg: Die Kultusminister haben eine Mini-Reform der Bachelor-Studiengänge beschlossen. Stofffülle und Prüfungen sollen begrenzt, ein Hochschulwechsel erleichtert werden. Am eingeschränkten Master-Zugang wollen die Länder dagegen nicht rütteln. Reichen die Korrekturen?
  1. #1

    "Am eingeschränkten Master-Zugang wollen die Länder dagegen nicht rütteln"

    Alleine aus diesem Grund sind die Korrekturen schon unzureichend.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Studenten ist es ein erster Erfolg: Die Kultusminister haben eine Mini-Reform der Bachelor-Studiengänge beschlossen. Stofffülle und Prüfungen sollen begrenzt, ein Hochschulwechsel erleichtert werden. Am eingeschränkten Master-Zugang wollen die Länder dagegen nicht rütteln. Reichen die Korrekturen?
    Hallo,

    und was soll jetzt besser sein oder werden ? Das ganze ist doch ne lachnummer wie die meisten "reformen" in diesem land.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Studenten ist es ein erster Erfolg: Die Kultusminister haben eine Mini-Reform der Bachelor-Studiengänge beschlossen. Stofffülle und Prüfungen sollen begrenzt, ein Hochschulwechsel erleichtert werden. Am eingeschränkten Master-Zugang wollen die Länder dagegen nicht rütteln. Reichen die Korrekturen?
    25 SWS... das ist ein Wochenendstudium. Im Vordiplom(MB) war man ab 35 SWS dabei(ohne Belege, Praktika Vorbereitung usw)
  4. #4

    Bachelor-Reform - reichen die Korrekturen?

    Nein, die Korrekturen sind der falsche Weg!

    Wo ist die Abgrenzung zum Diplom?

    Die Anforderungen zum Bachelor erfüllen alle Studenten quasi mit dem erreichen den Vorstudiums!
    Ok - sie müssen noch eine krasse Hausarbeit abgeben - lach -
    Bricht jemand sein Studium ab, hat er weder Bachelor noch sonst etwas.
    Ein Bachelor ist für jene, welche weder eine Ausbildung noch ein Studium wollen.
    Das man sich jetzt noch beschwert und Erleichterungen einfordert, ist Mobbing gegenüber richtigen Studenten!
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Studenten ist es ein erster Erfolg: Die Kultusminister haben eine Mini-Reform der Bachelor-Studiengänge beschlossen. Stofffülle und Prüfungen sollen begrenzt, ein Hochschulwechsel erleichtert werden. Am eingeschränkten Master-Zugang wollen die Länder dagegen nicht rütteln. Reichen die Korrekturen?
    Was mich dabei besonders amüsiert: Noch am letzten Sonntag verkündete Frau Schaven voller Inbrunst bei Anne Will, dass den Universitäten dank der Reform doch gar keine so strengen Vorgaben mehr gemacht würden wie mit den früheren Rahmenrichtlinien. Sie seien angeblich "viel freier in der Gestaltung der Studiengänge". Wie kann es da sein, dass nun auf einmal die Kultusminister diese Studiengänge korrigieren können?
  6. #6

    Dat Bakelohr

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für die Studenten ist es ein erster Erfolg: Die Kultusminister haben eine Mini-Reform der Bachelor-Studiengänge beschlossen. Stofffülle und Prüfungen sollen begrenzt, ein Hochschulwechsel erleichtert werden. Am eingeschränkten Master-Zugang wollen die Länder dagegen nicht rütteln. Reichen die Korrekturen?
    Dieser "Bakelohr"-Quatsch gehört abgeschafft. Niemand braucht Bakelohr Juristen, dafür gibt es Rechtsanwaltsgehilfen, niemand möchte von einem Bakelohr Mediziner behandelt werden, dafür gibt es Sanitäter, niemand braucht einem Bakelohr Psychologen, dafür gibt es Sozialpädagogen etc. ...

    Dieser Bakelohr-Quatsch dient der Abwertung akademischer Berufe, und der Abschaffung von Bildung durch Ersatz von Fachidioten. Einzig Sinn macht der Master Abschluss, und dieser wird allein durch die begrenzete Anzahl von Masterstudienplätzen behindert. Das Bildungsystem verarscht eine Generation von Abiturienten. Es erzeugt arbeitslose Akademiker, denen als Existenzsicherung die Gnade von Billiganbietern übrig bleibt.
  7. #7

    Auch mit den aktuellen regelungen konnte man faire Studienordnungen schreiben. Und auch mit der angekündigten reform werden es gewisse Fachbereiche ( Chemie zB Physik) schaffen sie zu überfrachten.
    Und Gott alleine weis wie man mit weniger Lehrstunden den gleichen Stoff vermitteln soll.

    Wer als Nicht-Student die Zahlen in diesem Artikel liest muss ja sowieso mit dem Kopf schütteln. Von 30 wochenstunden auf 24 ? Gehts noch ?

    Dass bei einer Umfrage in meinem Studiengang über 90% der Studierenden angaben nebenher zu Jobben weil BaföG inzwischen nur noch seltenst ausreicht ist das Problem. Entweder müssen wir anerkennen dass die Unis nicht mehr die gesamte Aufmerksamkeit der Studierenden haben und sich generell reformieren. Oder wir müssen BaföG und andere Hilfsmaßnahmen reformieren (was Geld kosten würde und darum keiner macht). Also lieber beschließen dass jetzt weniger Wochenstunden gelehrt wird.....


    grüße
    Koala


    ps: habe ich schon erwähnt dass BaföG (ich bekomme keines aufgrund zu reicher Eltern) grandiose Beamtische ausmaße angenommen hat ? Ein Bekannter bekommt WENIGER BaföG weil er ein KIND bekommen hat... denn es gibt zwar einen Kinderzuschlag, ABER dafür rechnet ihm man jetzt den Anteil für Wohnkosten runter da er mit Freundin und Kind ja in einem 3- anstatt einem 2-Personenhaushalt wohnt. Ergo nurnoch 1/3 anstatt 1/2 der Wohnkosten getragen werden... absurd !
    (er hat jetzt zwei Nebenjobs)
  8. #8

    Backe, backe Kuchen

    Lieben Dank an die Verantwortlichen,

    Ihre Re-Förmchen machen die ungelungene Torte rund:
    -die versprochenen Veränderungen sind gar keine
    -bitte siehe aktuelle Workload-Berechnung
    Im Übrigen ist der BA sehr gut studierbar, ohne:
    -Beachtung der Interessen und Begabungen des Einzelnen
    -Abhängigkeit von finanzieller Unterstütztung
    -Krankheit (von Kindern), Behinderungen
    -arbeitsrechtliche Grundlagen, wie Urlaub und Ruhezeiten
    -Berücksichtigung lerntheoretischer Aspekte
    -Interesse an einem sozialen Leben
    -das Anliegen, sich zu bilden ...
    -und einen wertvollen Abschluss erwerben zu wollen
    -usw., usw.
    Vielleicht könnten Sie, als gewählte Vertreter des Volkes, einige dieser o. g. "Querläufer" Ihrer Reform gesetzlich verbieten. Herzlichen Dank! Der nächsten Verteilung der Sahnehäubchen und Kirschen folge ich mit großem Interesse.

    "Der BA ist eine Schlumpfenpresse, am Ende sind alle blau und tragen einen weißen Hut." (J. Wiedemann, 2009)
  9. #9

    Belastung

    Nun will ich aber mal klarstellen wie die Arbeitsbelastung bei einem Studenten, oder wenigstens bei mir, aussieht. Der folgende Teil im Artikel ist nämlich eine Frechheit:

    "Bislang leisten Studenten im Bachelor um Durchschnitt 30 Stunden pro Woche, künftig soll eine flexible Wochenstundenzahl von 25 bis 30 Stunden möglich sein."

    In Wirklichkeit sieht es so aus, dass ein Bachelorstudent 180 Credit Points (im Folgenden CP) benötigt um seinen Abschluss zu bekommen. Summa summarum macht das bei einer Regelstudienzeit von 6 Semestern 30 CP pro Semester. Nun wird ein CP mit 30 Stunden pro Semester(!) veranschlagt. Folglich liegt eine Arbeitsbelastung von 30*30 = 900 Stunden im Semester vor. Nun überdauern die Lehrveranstaltungen des Semesters, inklusive der abschließenden Klausuren, ca. 16-17 Wochen. Dann komme ich, und mein Taschenrechner gibt mir Recht, auf eine Arbeitsbelastung von 52,9 Std. die Woche.

    In diesem Artikel wurden allerdings wie es scheint zwei Semester genommen (=60 CP * 30 Std. Aufwand) und einfach durch die Anzahl der Wochen des Jahres geteilt. Diese Rechnung kommt nur leider nicht hin. Denn erstmal kann ich in der vorlesungsfreien Zeit leider meine Note nicht mehr verbessern und zweitens haben nicht alle Studenten während dieser "freien Zeit" nichts zu tun. Es soll auch noch solche geben, die sich ihr Studium verdienen müssen.

    Dies ist, wie ich schon erwähnte, in meinem Fall so. Gerade die Klausuren am Semesterende liegen von Studienfach zu Studienfach um einige Wochen auseinander, so dass es Abweichungen in der endgültigen Wochen- und damit Stundenanzahl gibt.

    Was ich damit aber eigentlich zeigen will ist: Studenten sind gar nicht so faul wie sie doch oftmals dargestellt werden. Man sollte nicht die Arbeitsbelastung von Studenten verkennen und vor allem durch falsche Behauptungen wie in diesem Artikel das Unverständnis der Bevölkerung über die Proteste schüren.


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